Diplomarbeit, 2001
70 Seiten, Note: 1,2
1 Einführung
2 Unternehmensnetzwerke
2.1 Ausprägungsformen
2.1.1 Strategische Netzwerke
2.1.2 Dynamische Netzwerke
3 Begriffliche Grundlagen
3.1 Virtualität
3.2 Förderung der Virtualität
3.3 Virtuelle Organisation
4 Das virtuelle Unternehmen
4.1 Merkmale
4.2 Definitionsversuche in der Literatur
4.2.1 Annäherung an Hopland
4.2.2 Annäherung an Byrne
4.2.3 Annäherung an Davidow und Malone
4.3 Definition
4.4 Konzept
4.4.1 Der Kompetenzpool
4.4.2 Das aktive Netz
4.4.3 Sechs Rollenprofile der virtuellen Unternehmung
4.5 Vorteile
4.6 Probleme
5 Rechtliche Aspekte
5.1 Die Rechtsform des Kompetenzpools
5.2 Die Rechtsform des aktiven Netz
5.3 Relational Contracts
5.4 Diskussion
6 Korrelation zwischen Unternehmensnetzwerken und virtuellen Unternehmen
6.1 Strategische Netzwerke vs. virtuelle Unternehmen
6.2 Dynamische Netzwerke vs. virtuelle Unternehmen
6.3 Diskussion
7 IuK-Technologie
7.1 Value-Added-Networks (VANs)
7.2 Electronic Data Interchange (EDI)
7.3 Computer Netzwerke
7.4 Internet
7.5 Intranet
7.6 CSCW-Systeme
7.7 Workflow-Management
7.8 Videoconferencing
7.9 Diskussion
8 Die Methodik der Spieltheorie
8.1 Die Regeln des Spiels
8.2 Gleichgewicht
8.2.1 Dominante Strategien und das Gefangenendilemma
8.2.2 Nash-Gleichgewicht
8.3 Extensivform
8.4 Reine und gemischte Strategien
8.5 Sequentielle Spiele
8.6 Iterierte Gefangenendilemma
8.7 Evolutionär stabile Strategien
9 Vertrauen als Koordinationsmechanismus
9.1 Entstehung der Kooperation
9.1.1 Elimination der dominanten Strategie
9.1.2 Dynamik evolutionär stabiler Strategien
9.2 Stabilität der Kooperation
9.3 Die Rolle der Kommunikation
9.4 Diskussion
10 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das virtuelle Unternehmen als Organisationsform in einem globalisierten Wettbewerbsumfeld. Ziel ist es, eine theoretische Erklärung für die Existenz und Stabilität virtueller Unternehmen zu finden, wobei Vertrauen als zentraler Koordinationsmechanismus analysiert wird, da traditionelle Verträge aufgrund der geforderten Dynamik oft ungeeignet sind.
4.3 Definition
Aus den Merkmalen und den aus der Literatur gestützten Begriffsbestimmungen lässt sich eine Definition für virtuelle Unternehmen ableiten:
Demnach ist das virtuelle Unternehmen ein temporäres Netzwerk rechtlich unabhängiger Unternehmen bzw. Institutionen mit dem Ziel, ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung zu erstellen. Die grundlegenden Voraussetzungen zur Unterstützung der zwischenbetrieblichen Kooperation und Koordination, sind das Einbringen von best-of-class-Fähigkeiten (Kernkompetenzen) in die Aktivität, sowie Vertrauen als Koordinationsmechanismus innerhalb der Partnerschaft. Neben der intensiven Unterstützung durch IuK-Technologien soll, soweit es möglich ist, auf die Institutionalisierung zentraler Management Funktionen verzichtet werden. Ziel dieser Kooperationsform ist die konsequente Kundenorientierung, Kostensenkung und die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Beschreibung des globalisierten Marktdrucks und Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur Stabilität virtueller Unternehmen.
2 Unternehmensnetzwerke: Definition und Erläuterung der Ausprägungsformen wie strategische und dynamische Netzwerke.
3 Begriffliche Grundlagen: Erörterung der Begriffe Virtualität, deren Förderung und der Fokus auf die organisatorische Virtualisierung.
4 Das virtuelle Unternehmen: Analyse der Merkmale, Literaturdefinitionen sowie Vorstellung des Konzepts (Kompetenzpool, aktives Netz) und der Rollenprofile.
5 Rechtliche Aspekte: Untersuchung der rechtlichen Einordnung virtueller Unternehmen (GbR) und die Rolle von relational contracts.
6 Korrelation zwischen Unternehmensnetzwerken und virtuellen Unternehmen: Vergleich zwischen klassischen Netzwerkformen und virtuellen Unternehmen hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
7 IuK-Technologie: Überblick über relevante Technologien wie VANs, EDI, Computer-Netzwerke, Internet und CSCW-Systeme zur Unterstützung virtueller Zusammenarbeit.
8 Die Methodik der Spieltheorie: Vermittlung der mathematischen Grundlagen der nichtkooperativen Spieltheorie, die als Analyserahmen dient.
9 Vertrauen als Koordinationsmechanismus: Untersuchung der Entstehung und Stabilität von Kooperation unter spieltheoretischen Aspekten.
10 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen.
Virtuelle Unternehmen, Unternehmensnetzwerke, Spieltheorie, Kooperation, Vertrauen, IuK-Technologie, Kernkompetenzen, Organisation, Rationalität, Reziprozität, Gefangenendilemma, Nash-Gleichgewicht, Evolutionäre Spieltheorie, Kompetenzpool, Aktives Netz
Die Arbeit thematisiert virtuelle Unternehmen als moderne Organisationsform, die durch Flexibilität und Ressourcenkombination Wettbewerbsvorteile erzielen soll.
Die zentralen Felder umfassen die Spieltheorie als theoretisches Fundament, moderne IuK-Technologien sowie die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen virtueller Kooperationen.
Das Ziel ist es, eine theoretische Erklärung für die Existenz und Stabilität virtueller Unternehmen zu liefern, indem Vertrauen als Koordinationsmechanismus in den Mittelpunkt gestellt wird.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die nichtkooperative Spieltheorie, um Interaktionen zwischen Unternehmen zu modellieren und das Zustandekommen von Kooperation zu erklären.
Der Hauptteil gliedert sich in eine konzeptionelle Bestimmung virtueller Unternehmen, eine technische Analyse der notwendigen IuK-Infrastruktur sowie eine tiefe theoretische Fundierung mittels spieltheoretischer Ansätze zur Stabilität von Vertrauensbeziehungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere virtuelle Unternehmen, Vertrauen als Koordinationsmechanismus, Spieltheorie und Kernkompetenzen.
Der Kompetenzpool ist eine stabile, latente Plattform von Partnern, während das aktive Netz die spontane, auftragsbezogene Zusammenarbeit zur Erstellung eines spezifischen Produkts oder einer Dienstleistung darstellt.
Die Spieltheorie bietet den methodischen Rahmen, um das Verhalten opportunistischer Akteure zu formalisieren und zu verstehen, warum und unter welchen Bedingungen (z.B. Schatten der Zukunft) langfristige Kooperation ohne explizite Verträge möglich ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

