Magisterarbeit, 2004
121 Seiten, Note: gut
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Markt und Anzeigenwerbung
1.1. Marktveränderungen seit 1945
1.2. Das Getränk Bier
1.3. Biermarkt, Verbrauchergewohnheiten und Anzeigenwerbung
2. Kommunikative Funktionen von Text und Bild in der Anzeigenwerbung
2.1. Werbung als Kommunikationsform
2.2. Bausteine einer Anzeige
2.3. Pragmatische Betrachtung: Persuasionsfunktion kommunikativen Handelns in der Werbung
2.4. Emotionale, physische und kognitive Reize zur Aktivierung
2.4.1. Emotionale Reize
2.4.2. Physisch intensive Reize
2.4.3. Kognitive oder überraschende Reize
2.5. Charakteristika von Anzeigenwerbung in Wort, Satz und Text
3. Analyse der Anzeigenwerbung für Bier
3.1. Vorgehensweise
3.2. Erste Anzeige im „Spiegel“: Herrenhäuser Biere (Der Spiegel, Nr. 1/1948, S. 23)
3.3. Anzeigenwerbung für König-Pilsener
3.3.1. Das Unternehmen
3.3.2. Werbung in den 50er Jahren. König-Pilsener begleitet Sie in Ihren Ferien! (Der Spiegel, Nr. 31/1950, S. 13)
3.3.3. Die König-Treuen in den 60er Jahren. Wenn´s um ihr Bier geht, sind die König-Treuen pingelig (Der Spiegel, Nr. 5/1965, S. 55)
3.3.4. Das Vergnügen an einem großen Bier. (Der Spiegel, Nr. 52/1975, S. 88)
3.3.5. Heute ein König. (Der Spiegel, Nr. 49/1993, S. 2)
3.4. Anzeigenwerbung für Beck´s Bier
3.4.1. Das Unternehmen
3.4.2. BECK´s BIER löscht Männer-Durst! (Der Spiegel, Nr. 23/1956, S. 3.)
3.4.3. Beck´s-Appeal (Der Spiegel, Nr. 44/1971, S. 173)
3.4.4. Beck´s. Spitzen-Pilsener von Welt. (Der Spiegel, Nr. 40/1990, S. 251)
3.4.5. The Beck´s Experience (Der Spiegel, Nr. 18/2002, S. 149)
Die vorliegende Arbeit untersucht die diachronische Entwicklung der Anzeigenwerbung für Bier im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ seit 1947, mit einem spezifischen Fokus auf die Marken König-Pilsener und Beck’s Bier. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Marktveränderungen, Produktpositionierung und der kreativen Gestaltung von Text- und Bildelementen aufzuzeigen sowie zu analysieren, wie sich Wertevorstellungen und gesellschaftliche Entwicklungen in der Anzeigenwerbung spiegeln.
2.4.3. Kognitive oder überraschende Reize
Um überraschende Reize handelt es sich, wenn Bilder der Wahrnehmungserwartung, das heißt dem gedanklichen Schema, widersprechen oder von ihm abweichen. Der Betrachter wird zur gedanklichen Aktivität angeregt. Nicht nur Bildelemente können diese Art von Stimulierung übernehmen, sondern der Text allein oder auch Unstimmigkeiten zwischen Text und Bild. Beispielsweise nutzt die Firma Beck & Co den Effekt des Unerwarteten, indem in einer Anzeige Bild und Text scheinbar nicht zusammenpassen. Unter der Abbildung, die eine biertrinkende Frau zeigt, steht der Slogan „Beck´s löscht Männerdurst“. Die gedankliche Aktivität führt zu der Erkenntnis, dass Beck´s eben nicht nur Männerdurst, sondern auch Frauendurst löscht. An diesem Beispiel wird deutlich, welche Komponente außerdem zu den überraschenden Reizen gehört, nämlich der Aspekt des Humors. Humor entsteht aus der Überraschung, aus dem Unerwarteten heraus. So tragen humorvolle Elemente in der Werbung zur Aktivierung bei, veranlassen außerdem den Rezipienten zu einer gedanklichen Auseinandersetzung und können positive Gefühle auslösen.
Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff Werbung aus sprachwissenschaftlicher Sicht und legt den Fokus auf die Anzeigenwerbung für Bier im Magazin „Der Spiegel“ als Gegenstand der Untersuchung.
1. Markt und Anzeigenwerbung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach 1945 und deren Auswirkungen auf das Produkt Bier und die entsprechenden Werbemaßnahmen.
2. Kommunikative Funktionen von Text und Bild in der Anzeigenwerbung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Werbekommunikation behandelt, inklusive der Analyse von Textelementen, Bildsprache und rhetorischen Strategien.
3. Analyse der Anzeigenwerbung für Bier: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Fallstudie der Biermarken König-Pilsener und Beck’s Bier unter Berücksichtigung ihrer zeitlichen Entwicklung und Kommunikationsstrategien.
Werbung, Anzeigenwerbung, Bierwerbung, Positionierung, Markenimage, Konsumverhalten, Text-Bild-Analyse, Persuasion, Produktnutzen, Sprache in der Werbung, Schlüsselwörter, Aktivierungsreize, Markenpersönlichkeit, Der Spiegel, Biermarkt.
Die Arbeit analysiert die sprachliche und visuelle Gestaltung von Bierwerbung im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und wie diese auf gesellschaftliche und ökonomische Wandlungsprozesse reagiert.
Die zentralen Felder umfassen die Werbesprache, die psychologische Wirkung von Bildern, Markenpositionierung und die historische Entwicklung der Absatzstrategien in der Brauereibranche.
Das Ziel ist es, die Entwicklung der überregionalen Werbestrategien für Bier im Zeitraum von 1947 bis 2003 anhand von textlichen und visuellen Gestaltungsmerkmalen nachvollziehbar zu machen.
Es wird eine diachronische Analyse der Anzeigenwerbung durchgeführt, welche linguistische, werbepsychologische und kommunikationswissenschaftliche Ansätze integriert.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Anzeigenanalyse der Marken König-Pilsener und Beck’s Bier, wobei spezifische Anzeigenserien untersucht und hinsichtlich ihrer persuasiven Strategien interpretiert werden.
Wichtige Begriffe sind Markenführung, Produktdifferenzierung, emotionaler Nutzen, Bildkommunikation, Werbesprache und der ökonomische Kontext des gesättigten Biermarktes.
Die Farbe Rot dient als physischer Aktivierungsreiz, der Aufmerksamkeit erzeugt, Appetit anregt und in der Anzeigenanalyse des „Spiegel“ oft einen starken Kontrast zum schwarz-weiß gestalteten Umfeld bildet.
Während früher der funktionale Produktnutzen und der Hersteller im Vordergrund standen, liegt der Fokus heute auf emotionalen Werten wie Lebensgefühl, Exklusivität und Erlebnisorientierung, wobei auch Frauen verstärkt als Zielgruppe angesprochen werden.
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