Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung in die Thematik
1.1. Problemstellung
1.2. Vorgehensweise
2. Theoretische Fundierung und Hintergründe zur Entwicklungszusammenarbeit
2.1. Das Begriffstrio der Entwicklungspolitik
2.2. Institutionen und Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit
3. Armut – Definition, Ursachen, Ausprägungen und Lösungsansätze
3.1. Armut – eine von kulturellen Wertvorstellungen abhängige Thematik
3.2. Wirtschaftliche Armut als Armutsdefinition der westlichen Welt
3.2.1. Das Armutsverständnis der Institutionen der EZ
3.2.2. Kritik am wirtschaftlichen Armutsverständnis
3.3. Ursachen und Ausprägungen von Armut
3.3.1. Ursachen der Armut für Länder bzw. Ländergruppen
3.3.2. Auswirkungen der Armut
3.4. Lösungsansätze zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut
3.4.1. Der Aspekt der Nachhaltigkeit in der Armutsbekämpfung
3.4.2. Entwicklungspolitik
3.4.3. Unternehmerische Ansätze
4. Praxisbeispiel – Entwicklungsprojekte von HELVETAS
4.1. Historie, Struktur, Leitbild und Zielsetzung von HELVETAS
4.2. Projekte in Burkina Faso
4.2.1. Bio-Landbau und Fairer Handel in Zusammenarbeit mit hessnatur
4.2.2. Erschließungsstraßen und Infrastruktur
4.2.3. Grundausbildung und berufliche Bildung
4.3. Bewertung der Projekte
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten einer nachhaltigen Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie Armut heutzutage konkret nachhaltig bekämpft werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle der Entwicklungszusammenarbeit und der Analyse von Praxisbeispielen der Organisation HELVETAS in Burkina Faso, um deren Wirksamkeit anhand theoretischer Kriterien zu bewerten.
3.2. Wirtschaftliche Armut als Armutsdefinition der westlichen Welt
Nach dem westlichen Verständnis definiert sich die Armut vor allem aus einem wirtschaftlichen, materiellen und auf Wohlstand bezogenen Verständnis. Möchte man dieses Phänomen genauer erläutern, weisen viele Autoren, darunter auch Klasen, darauf hin, dass Armut viele Aspekte des Lebens berühre, diese nicht ausschließlich am Einkommen festzumachen sei und man zu Beginn zwischen relativer und absoluter Armut unterscheiden müsse. Nach Klasen kann z. B. in reichen Ländern eine relative Armut herrschen, obwohl in diesen Ländern die wichtigsten Grundbedürfnisse durch Sozialsysteme befriedigt werden. Man kann also relativ arm sein, wenn im Vergleich zur übrigen Gesellschaft eines Landes eine Unterversorgung an materiellen und immateriellen Gütern besteht. Da in dieser Arbeit jedoch die Armutsproblematik in den Entwicklungsländern Hauptthema ist, bedarf es einer Auseinandersetzung mit dem Begriff der „absoluten Armut“. Dieser Begriff wurde 1973 durch den damaligen Präsident der Weltbankgruppe, Robert Strange McNamara anlässlich seiner Rede auf der Jahresversammlung der Weltbank in Nairobi eingeführt:
„Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand von Verwahrlosung und Entwürdigung ums Überleben kämpfen, das unsere, durch intellektuelle Phantasie und privilegierte Verhältnisse geprägte, Vorstellungskraft übersteigt.“53
Die durch die Weltbank ursprünglich festgelegte Armutsgrenze von 1,08 US-Dollar (gemessen in Kaufkraftparität zum damaligen Basisjahr 1993) wurde 2008 auf 1,25 US-Dollar angehoben. Menschen die also weniger als 1,25 PPP-US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze und gelten als „arm“. Wie die verschiedenen EZ-Institutionen Armut verstehen soll nun im Folgenden vorgestellt werden.
1. Einführung in die Thematik: Die Arbeit führt in die aktuelle politische Situation in Burkina Faso ein und erläutert die Vorgehensweise bei der Untersuchung zur nachhaltigen Armutsbekämpfung.
2. Theoretische Fundierung und Hintergründe zur Entwicklungszusammenarbeit: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Entwicklungspolitik und stellt die wichtigsten internationalen Akteure sowie deren Aufgaben vor.
3. Armut – Definition, Ursachen, Ausprägungen und Lösungsansätze: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Armutsdefinitionen, deren Ursachen und Lösungsansätzen, inklusive kritischer Perspektiven auf das westlich geprägte Verständnis.
4. Praxisbeispiel – Entwicklungsprojekte von HELVETAS: Anhand der Organisation HELVETAS werden konkrete Projekte in Burkina Faso im Bereich Landwirtschaft, Infrastruktur und Bildung analysiert und bewertet.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Möglichkeiten zur nachhaltigen Armutsbekämpfung und plädiert für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit.
Armut, Entwicklungszusammenarbeit, Burkina Faso, HELVETAS, Nachhaltigkeit, Armutsbekämpfung, Millenniumsentwicklungsziele, Weltbank, Entwicklungsökonomie, Wirtschaftswachstum, Bio-Landbau, Fairen Handel, Soziales Unternehmertum, Base of the Pyramid, Eurozentrismus
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Armutsbekämpfung unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel von Burkina Faso.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Armut, die Rolle der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, unternehmerische Ansätze zur Armutsminderung sowie die praktische Arbeit von Nichtregierungsorganisationen.
Das Hauptziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob und wie Armut heutzutage konkret und nachhaltig durch die verschiedenen Ansätze der Entwicklungspolitik und der Privatwirtschaft bekämpft werden kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche und eine fallstudienbasierte Analyse der Projekte der Organisation HELVETAS in Burkina Faso.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Armutsbegriffen und deren Kritik insbesondere moderne Ansätze wie das Social Business und der BoP-Ansatz sowie deren Anwendung durch Organisationen wie HELVETAS detailliert dargestellt.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Armut, Nachhaltigkeit, Entwicklungszusammenarbeit, Burkina Faso, Social Business und die Millenniumsentwicklungsziele.
Baumwolle ist das wichtigste Exportgut Burkina Fasos. HELVETAS fördert den biologischen Anbau und faire Handelsbedingungen, um den Kleinbauern ein höheres Einkommen zu sichern und sie aus der Abhängigkeit von Weltmarktpreisen zu lösen.
Die Kritik besagt, dass Armut oft ausschließlich durch eine westliche, wirtschaftlich geprägte Brille definiert wird, wodurch alternative Lebensweisen und Kulturen abgewertet werden, statt sie als gleichwertig anzuerkennen.
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