Masterarbeit, 2015
105 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Ziel der Arbeit
2 Grundlagen des Kostenmanagements
2.1 Abgrenzungen des Begriffs „Kostenmanagement“
2.2 Gestaltungsbereiche des Kostenmanagement
2.2.1 Produktorientiertes Kostenmanagement
2.2.2 Prozessorientiertes Kostenmanagement
2.2.3 Potenzial- und ressourcenorientiertes Kostenmanagement
2.3 Aufgaben des Kostenmanagements
3 Personalcontrolling
3.1 Definition des Begriffs „Personalcontrolling“
3.2 Operatives und strategisches Personalcontrolling
3.3 Ziele und Aufgaben des Personalcontrollings
3.4 Instrumentarium des Personalcontrollings
4 Personalcontrolling mit Kennzahlen
4.1 Arten und Klassifikationsmöglichkeiten von Kennzahlen
4.2 Ziele und Funktionen von Personalkennzahlen
4.3 Vor- und Nachteile von Personalkennzahlen
4.4 Kennzahlensysteme in der Personalwirtschaft
4.4.1 Kennzahlensystem nach Grünefeld
4.4.2 Kennzahlensystem nach Schulte
5 Personalkostenmanagement und deren Kennzahlen
5.1 Definition von Personalkosten
5.2 Ist-Situation im Personalwesen
5.3 Personalkostenplanung
5.3.1 Einflussfaktoren der Personalkostenplanung
5.3.2 Personalkostenstrukturierung
5.4 Ausgewählte Kennzahlen für das Personalkostenmanagement
5.4.1 Personalkostenplanung und -kontrolle
5.4.1.1 Personalintensität
5.4.1.2 Personalkosten je Mitarbeiter
5.4.1.3 Personalkosten je Stunde
5.4.2 Personalbedarf und –entwicklung
5.4.2.1 Altersstruktur
5.4.2.2 Betriebszugehörigkeit
5.4.2.3 Anteil des Personalentwicklungsaufwands
5.4.3 Personalerhaltung und –einsatz
5.4.3.1 Mehrarbeitsquote
5.4.3.2 Krankheitsquote
5.4.3.3 Fluktuationsquote
5.4.3.4 Fehlzeitenquote
5.5 Grenzen von Personalkennzahlen
6 Anwendung von Personalkennzahlen
6.1 Entwicklung von Personalkennzahlen
6.2 Darstellung von Personalkennzahlen
6.3 Verstehen von Personalkennzahlen
6.4 Personalkennzahlen als Arbeitnehmervertreter nutzen
6.4.1 Expansion
6.4.2 Beurteilung der wirtschaftlichen Situation
6.4.3 Personalkennzahlen im Rahmen der Einführung der BSC
6.4.4 Benchmarking mit Personalkennzahlen
7 Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bedeutung und Anwendung von Personalkennzahlen im Unternehmenskontext kritisch zu beleuchten und ihre Praxisrelevanz für Planung, Steuerung und Kontrolle im Personalmanagement aufzuzeigen. Dabei steht insbesondere die Herausforderung im Fokus, qualitative Personalaspekte in quantitative Messgrößen zu übersetzen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
2.1 Abgrenzungen des Begriffs „Kostenmanagement“
Zum Einstieg in das Thema Kostenmanagement liefert die nachfolgende Abbildung eine Umfrage unter deutschen Großunternehmen. Hier wurden 98 deutsche Unternehmen befragt welche Ziele des Kostenmanagements in ihrem Unternehmen verfolgt werden. Absehbar ist die Antwort die auf den ersten Platz ist nämlich Kosten zu senken. Auf dem zweiten und dritten Platz geht es um die Erhöhung der Kostentransparenz sowie um die Stärkung des Kostenbewusstseins.7
Aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft und der daraus resultierende verschärfende Wettbewerbssituation erfordert mehr denn je ein ganzheitliches Kostenmanagement. In der Literatur kann unter dem Begriff des Kostenmanagements die zielorientierte Kostengestaltung unter der Prämisse, dass die Kosteneinflussgrößen und die funktionalen Abhängigkeiten bekannt sind, verstanden werden.9 Eine Definition nach Horváth lautet: Kostenmanagement dient der „Unterstützung des strategischen Planungs- und Kontrollprozesses mit bewerteten kunden- bzw marktorientierten Produkt- und Prozessinformationen über den Ressourcenverbrauch.“ 10 Kajüter definiert Kostenmanagement als:“die bewusste Beeinflussung der Kosten mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu erhöhen“.11 Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten was unter Kostenmanagement verstanden werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Personals als Erfolgsfaktor ein und begründet die Notwendigkeit von Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung trotz der Herausforderung der Dateninterpretation.
2 Grundlagen des Kostenmanagements: Hier werden Definitionen, Ziele und Ansätze des Kostenmanagements erläutert, wobei ein Fokus auf der Unterscheidung zwischen produkt-, prozess- sowie ressourcenorientierten Methoden liegt.
3 Personalcontrolling: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Personalcontrollings, grenzt operative von strategischen Aufgaben ab und stellt das Instrumentarium für das Controlling im Personalwesen vor.
4 Personalcontrolling mit Kennzahlen: Hier werden Arten, Ziele, Funktionen sowie Vor- und Nachteile von Personalkennzahlen diskutiert und verschiedene Kennzahlensysteme, insbesondere nach Grünefeld und Schulte, vorgestellt.
5 Personalkostenmanagement und deren Kennzahlen: Dieses Kapitel widmet sich der Definition, Planung und Strukturierung von Personalkosten sowie der detaillierten Betrachtung spezifischer Kennzahlen für die Bereiche Planung, Entwicklung und Erhaltung.
6 Anwendung von Personalkennzahlen: Hier liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung, der Entwicklung, Darstellung und dem Verständnis von Personalkennzahlen sowie deren Nutzung durch Arbeitnehmervertreter, ergänzt um spezifische Themen wie Expansion und die Einführung einer Balanced Scorecard.
7 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont erneut die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Nutzung von Personalkennzahlen für den Unternehmenserfolg.
Personalcontrolling, Personalkennzahlen, Kostenmanagement, Personalplanung, Personalkosten, Personalwirtschaft, Balanced Scorecard, Benchmarking, Effizienz, Strategisches Personalmanagement, Frühwarnindikator, Kennzahlensysteme, Unternehmenserfolg, Personalentwicklung, Fehlzeitenquote
Die Arbeit behandelt den Umgang mit Personalkennzahlen und deren Relevanz für die Steuerung und Planung in der betrieblichen Praxis.
Die zentralen Felder umfassen Kostenmanagement, Personalcontrolling, die methodische Erarbeitung von Kennzahlen, Personalkostenplanung sowie deren praktische Anwendung in Unternehmen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Personalkennzahlen als Instrumente zur Übersetzung qualitativer Informationen in quantitative Größen dienen und wie diese das Management bei der Entscheidungsfindung unterstützen.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender betriebswirtschaftlicher Konzepte zur Kennzahlenbildung und deren Anwendung im Personalwesen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Personalcontrollings, die Diskussion von Kennzahlensystemen, eine detaillierte Analyse der Personalkosten und verschiedene Praxisbeispiele zur Anwendung von Kennzahlen.
Wesentliche Begriffe sind Personalcontrolling, Personalkostenmanagement, Balanced Scorecard, Benchmarking, Frühwarnindikatoren und die prozessorientierte Kostensteuerung.
Das operative Controlling fokussiert auf Gegenwartsbezug und Tagesgeschäft (z.B. Personalplanung), während das strategische Controlling auf die langfristige Zukunftssicherung und die Koordination von Personalzielen mit der Unternehmensstrategie ausgerichtet ist.
Sie dienen dazu, Fehlentwicklungen (z.B. durch sinkende Produktivität oder steigende Fluktuation) frühzeitig zu erkennen, noch bevor sich diese gravierend auf das wirtschaftliche Ergebnis auswirken.
Weil Kennzahlen vereinfachte Abbildungen der Realität sind; isoliert betrachtet können sie zu Fehlinterpretationen führen, da wichtige qualitative Faktoren oder Kontextinformationen ausgeblendet werden könnten.
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