Masterarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 2,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
2 Wandel von Wohnvierteln
2.1 Segregation
2.1.1 Definition
2.1.2 Ablauf und Auswirkungen
2.2 Gentrifizierung
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Exkurs: Wegbereiter des Phänomens Gentrifizierung
2.2.3 Phasenmodell der Gentrifzierung
2.2.3.1 Die einzelnen Phasen der Gentrifzierung
2.2.3.2 Kritik an diesem Modell
2.2.4 Erweitertes Gentrifzierungsmodell
2.2.4.1 Bauliche Aufwertung
2.2.4.2 Sozial
2.2.4.3 Funktional
2.2.4.4 Symbolisch
2.2.4.5 Städtebauliche Maßnahmen
2.2.5 Zwischenfazit und offene Fragestellungen
3 Das Untersuchungsgebiet in der Stadt Berlin
3.1 Die Stadt Berlin
3.1.1 Historische Entwicklung
3.1.1.1 Genese bis 1945
3.1.1.2 Genese zwischen 1945 und 1990
3.1.1.3 Genese seit 1990
3.1.2 Transformationsprozesse in Berlin
3.2 Berlin-Neukölln
3.2.1 Genese bis 1945
3.2.2 Genese zwischen 1945 und 1990
3.2.3 Genese seit 1990
3.3 Sanierungsgebiet Sonnenallee
3.3.1 Geographische Lage
3.3.2 Ausgangssituation und Ziele
3.3.3 Finanzierung
3.4 Zwischenfazit der Vorstellung des Untersuchungsgebiets
4 Empirische Untersuchung des Gebiets
4.1 Untersuchungsmethodik
4.2 Soziale Aufwertung
4.2.1 Sozioökonomische Struktur
4.2.2 Miet- und Kaufpreisentwicklung
4.2.2.1 Immobilienmarktüberblick
4.2.2.2 Mietspiegel
4.2.2.3 Bodenrichtwertentwicklung
4.2.2.4 Immobilienscout24
4.2.2.5 GSW Mieten
4.3 Bauliche Aufwertung
4.3.1 Aktueller Bestand
4.3.2 Veränderungen im Sanierungsgebiet
4.4 Funktionale Aufwertung
4.4.1 Versorgungsinfrastruktur im Gebiet
4.4.2 Aufwertung der Versorgungsinfrastruktur
4.4.3 Verkehrsinfrastruktur
4.5 Symbolische Aufwertung
4.5.1 Medienberichte
4.5.2 Freizeit und Kultur
4.5.3 Tourismus
5 Zusammenfassung und Auswertung
5.1 Soziale Aufwertung
5.2 Bauliche Aufwertung
5.3 Funktionale Aufwertung
5.4 Symbolische Aufwertung
6 Schlussbemerkung und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht den Gentrifizierungsprozess im Berliner Bezirk Neukölln, speziell im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee, um festzustellen, inwieweit das Sanierungsgebiet bereits Anzeichen einer Aufwertung und möglichen Verdrängung aufweist, die über eine bloße Verbesserung hinausgehen.
2.2.1 Begriffsdefinition
Der Begriff Gentrifizierung ist in den letzten Jahren sehr populär geworden, doch gibt es bisher keine ganzheitliche Definition, die der Komplexität gerecht werden kann. Der Duden definiert die Gentrifzierung als „Aufwertung eines Stadtteils durch dessen Sanierung oder Umbau mit der Folge, dass die dort ansässige Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten verdrängt wird“10. Bauliche Aufwertung ist in dieser Definition der Auslöser für die Gentrifizierung.
Dangschat/Alisch11 verstehen unter dem Begriff die Aufwertung der Infrastruktur, der Immobilien, Ansiedeln neuer Haushaltsformen, einer neuen Urbanität12 und damit einer „kulturellen Umwertung“ sowie den Zuzug von Menschen mit mehr Kaufkraft und damit einer „ökonomischen Aufwertung“ in innenstadtnahen Wohnquartieren. Diese Definition umfasst mehrere Ursachen und Auswirkungen und konstatiert, dass die Gentrifzierung in innerstädtischen Gebieten stattfindet.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Gentrifizierung in Berlin und speziell Neukölln ein und legt das Ziel der Untersuchung sowie das methodische Vorgehen dar.
2 Wandel von Wohnvierteln: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu den Begriffen Segregation und Gentrifizierung sowie verschiedene Erklärungsmodelle für Aufwertungsprozesse.
3 Das Untersuchungsgebiet in der Stadt Berlin: Hier werden die historische Genese Berlins und Neuköllns sowie die spezifische Ausgangslage und die Ziele des Sanierungsgebiets Sonnenallee erläutert.
4 Empirische Untersuchung des Gebiets: In diesem Hauptteil wird die methodische Vorgehensweise zur Analyse der sozialen, baulichen, funktionalen und symbolischen Aufwertung im Sanierungsgebiet angewendet und detailliert dokumentiert.
5 Zusammenfassung und Auswertung: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der empirischen Analyse im Hinblick auf die vier Untersuchungsdimensionen und bewertet, inwieweit die Gentrifizierung im Gebiet fortgeschritten ist.
6 Schlussbemerkung und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengeführt und eine Einschätzung über die zukünftige Entwicklung sowie der Stellenwert der symbolischen Aufwertung gegeben.
Gentrifizierung, Segregation, Berlin, Neukölln, Sanierungsgebiet, Aufwertung, Immobilienmarkt, Mietpreisentwicklung, Sozialstruktur, Stadtentwicklung, Urbanität, Investoren, Tourismus, Medienberichterstattung, Infrastruktur
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, ob und wie weit fortgeschritten der Gentrifizierungsprozess im Berliner Ortsteil Neukölln, insbesondere im Sanierungsgebiet Sonnenallee, ist.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Gentrifizierung, die historische Stadtentwicklung von Berlin, die Untersuchung der sozialen und funktionalen Struktur sowie die Bedeutung symbolischer Aufwertung.
Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Entwicklungsstand des Sanierungsgebiets zu dokumentieren und zu analysieren, um eine fundierte Einschätzung über eine potenzielle Gentrifizierung abzugeben.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Datenanalysen (Mietpreise, Sozioökonomie), einer detaillierten Begehung des Sanierungsgebiets (Häuserebene, Einzelhandelsstruktur) sowie einer Studie vorhandener Medien- und Internetquellen.
Im Hauptteil (Kapitel 4) erfolgt die empirische Untersuchung, die sich in die vier Kategorien soziale, bauliche, funktionale und symbolische Aufwertung gliedert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gentrifizierung, Neukölln, Aufwertung, Immobilienmarkt und Stadtentwicklung geprägt.
Das Gebiet ist durch eine historisch bedingte hohe Segregation und eine sehr starke, infrastrukturell verankerte Migranten-Community geprägt, was den Gentrifizierungsprozess im Vergleich zu anderen Berliner Bezirken beeinflusst.
Die Autorin stellt fest, dass Touristen eine entscheidende, bisher in der Theorie unterschätzte Rolle bei der symbolischen Aufwertung und der Etablierung des „Szene-Images“ spielen.
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