Bachelorarbeit, 2015
164 Seiten, Note: 1,3
1 Fragestellung und Vorgehensweise
2 Nachrichtenwerttheorie
2.1 Entwicklung und Stand der Nachrichtenwerttheorie
2.1.1 Begründung der Nachrichtenfaktoren
2.1.2 Nachrichtenfaktoren als Verarbeitungsmechanismen für Journalisten
2.1.3 Inter- und intrakulturelle Nachrichtenfaktoren
2.1.4 Sechs Nachrichtenfaktoren in amerikanischer Tradition
2.1.5 Gatekeeping zwischen 1950 und 1991
2.1.6 Nachrichtenfaktoren als Hypothesen journalistischer Wahrnehmung
2.1.7 Überformte Kausalität
2.1.8 Erweiterung des Kausalprinzips um das Finalmodell
2.1.9 Nachrichtenfaktoren als Konstruktionsprinzipien von Nachrichten
2.1.10 Neuordnung der Nachrichtenfaktoren
2.1.11 Indikatoren, Ereignis- und Darstellungsfaktoren
2.1.12 Vorläufig bestätigte Nachrichtenfaktoren
2.2 Semantische Analyse ausgewählter Begriffe
2.2.1 Nachrichtenfaktor
2.2.2 Nachricht
2.2.3 Nachrichtenwert
2.2.4 Ereignis
2.3 Zusammenfassung und Definition objektspezifischer Faktoren
3 Analyseobjekt webbasiertes Mitarbeitermagazin
3.1 Das webbasierte Mitarbeitermagazin - Aufgaben und Kontextuelle Einordnung
3.1.1 Interne Öffentlichkeitsarbeit
3.1.2 Wirkung der internen Unternehmenskommunikation
3.1.3 Mitarbeiterzeitschrift
3.1.4 Internet und Intranet
3.1.5 Die Mitarbeiterzeitschrift im Intranet
3.2 Beschreibung des Untersuchungsgegenstands
3.3 Faktorenanalyse
3.3.1 Inhaltsanalyse Methodik
3.3.2 Ergebnisse
3.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Inhaltsanalyse
3.4 Rezeptionsanalyse
3.4.1 Rezeptionsanalyse Methodik
3.4.2 Ergebnisse
3.4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Rezeptionsanalyse
4 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Nachrichtenfaktoren bei der Erstellung eines webbasierten Mitarbeitermagazins für journalistische Selektionsentscheidungen relevant sind und wie diese durch betriebliche sowie technische Faktoren relativiert werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Interaktion zwischen Nachrichtenfaktoren, der Einbettung in die Unternehmenskommunikation und der Rezeption durch die Belegschaft.
1 Fragestellung und Vorgehensweise
Ein Machthaber steht an der Spitze eines absolutistischen Systems, einer kleinen etwa sechshundert Personen umfassenden Gesellschaft, geprägt von strikten Hierarchien und gesellschaftlichen Zwängen. Arbeitsleistung, Bekanntschaft und persönliche Reputation entscheiden über individuelles Vorankommen oder Stagnation. Medienschaffende schulden der Obrigkeit Rechenschaft und werden in ihrer Themenwahl sowie dem Tonus der Berichterstattung beschränkt.
Kann innerhalb dieser strukturellen und gesellschaftlichen Zwänge überhaupt journalistische Arbeit geleistet werden? Kann in einem Unternehmen, das von einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe geleitet wird, in dem sich jeder Beschäftigte vor seinen Kolleginnen und Kollegen profilieren muss und vom Vorgesetzten abhängig ist, freie Meinungsbildung über die Medien erfolgen? Und wenn ja, folgt sie den gleichen Maßstäben, selektieren unternehmensinterne Journalisten für die innerbetriebliche Berichterstattung nach den gleichen Faktoren wie ihre in einer freien Gesellschaft arbeitenden Kollegen? Oder prädestiniert die aus dem beruflichen Umfeld bestehende Themenwelt eine einseitige Berichterstattung? Erweisen sich organisatorische Strukturen als stark genug, um eine kontroverse, objektive Berichterstattung zu verhindern? Sind die multiplen Einflüsse, denen Journalisten eines Mitarbeitermagazins unterliegen, groß genug, dass deren Entscheidung ein Ereignis medial aufzubereiten oder nicht zu behandeln, weniger von bewusst oder unbewusst wahrgenommenen, ereignisinhärenten Nachrichtenfaktoren abhängt, als vielmehr durch ihr persönliches und organisatorisches Arbeitsumfeld getroffen wird?
1 Fragestellung und Vorgehensweise: Dieses Kapitel führt in die Problematik der journalistischen Selektion innerhalb von Unternehmen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Nachrichtenwerttheorie: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Strömungen der Nachrichtenwertforschung, von klassischen Ansätzen bis hin zu modernen Modellen der Realitätskonstruktion.
3 Analyseobjekt webbasiertes Mitarbeitermagazin: Dieser Teil betrachtet das Mitarbeitermagazin im Kontext der internen Unternehmenskommunikation und stellt das Analyseobjekt "EINBLICK" vor, inklusive Inhalts- und Rezeptionsanalyse.
4 Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse der empirischen Analysen zusammengeführt und die Gültigkeit der Nachrichtenwerttheorie für das spezielle Medium des webbasierten Mitarbeitermagazins bewertet.
Nachrichtenwerttheorie, Nachrichtenfaktoren, Mitarbeitermagazin, interne Unternehmenskommunikation, Gatekeeping, Inhaltsanalyse, Rezeptionsanalyse, Online-Journalismus, Medienselektion, Unternehmensimage, Mitarbeiterbindung, Web-Publishing, Instrumentelle Aktualisierung, Mediale Realitätskonstruktion.
Die Arbeit untersucht, wie Journalisten in Unternehmen Nachrichten für ein Mitarbeitermagazin selektieren und inwieweit klassische Nachrichtenwerttheorien auf diesen spezifischen Kontext anwendbar sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der Nachrichtenwerttheorie, den organisatorischen und technischen Produktionsbedingungen in Unternehmen sowie dem Nutzerverhalten bei digitalen Publikationen.
Das Ziel ist es zu ermitteln, welche Nachrichtenfaktoren für die Selektionsentscheidungen bei einem webbasierten Mitarbeitermagazin maßgeblich sind und wie diese durch betriebliche und technische Bedingungen relativiert werden.
Es wird eine Kombination aus Inhaltsanalyse der Artikel des Magazins "EINBLICK" und eine technische Reichweitenmessung (Rezeptionsanalyse) eingesetzt.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen der Nachrichtenwertforschung, ordnet das Mitarbeitermagazin organisatorisch ein und präsentiert anschließend die empirischen Ergebnisse der Inhalts- und Nutzungsdaten.
Die wichtigsten Begriffe sind Nachrichtenfaktoren, Mitarbeiterkommunikation, Web-Publishing, Gatekeeping und Rezeptionsanalyse.
Das Intranet dient als technisches Medium, das neue Möglichkeiten der Interaktion und Individualisierung bietet, aber auch organisatorischen Zwängen unterliegt, die das publizistische Bild beeinflussen.
Die Autorin stellt fest, dass in dem untersuchten Unternehmen keine vollständig hierarchieunabhängige, objektive Berichterstattung existiert, da der "Betriebsfrieden" eine klare redaktionelle Linie vorgibt.
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