Fachbuch, 2015
565 Seiten
Das Buch „Empirische Sozialforschung“ von Rudolf Kutz analysiert die wissenschaftstheoretischen Grundlagen und methodischen Ansätze der empirischen Sozialforschung. Es zeichnet die historischen Entwicklungen der beiden Hauptströmungen der Sozialforschung - der quantitativen und der qualitativen Forschung - nach und beleuchtet die jeweilige Wissenschaftsphilosophie, die zugrundeliegenden Methoden sowie deren Stärken und Schwächen.
Kapitel 1 beleuchtet die verschiedenen Auffassungen von Wissenschaft und Erkenntnis in der Geschichte, vom naiven Empirismus über den kritischen Rationalismus bis hin zum Konstruktivismus. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Geschichte der hermeneutischen Tradition, beginnend mit der Dialektik und endend bei den verstehenden Sozialwissenschaften. Kapitel 3 stellt die Theoriebildung in der quantitativen Forschung am Beispiel der Anomietheorie von Merton dar und erläutert die Bedeutung von Hypothesenbildung, Variablen und Operationalisierung. Kapitel 4 behandelt die Datenerhebungs- und Auswertungsmethodik der quantitativen und qualitativen Forschung, um Grundlagen für den sinnvollen Einsatz von Erhebungs- und Auswertungsmethoden zu liefern. Kapitel 5 widmet sich den Handlungslogiken von Forschungsansätzen und differenziert zwischen anwendungsorientierter und theoretischer Forschung. Es werden außerdem die spezifischen Aspekte der Evaluationsforschung, des Projektmanagements, des Case-Managements und der Marketingforschung behandelt.
Empirische Sozialforschung, Wissenschaftstheorie, Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Hermeneutik, Methoden, Datenerhebung, Auswertung, Theoriebildung, Anwendungsorientierte Forschung, Theorieorientierte Forschung, Evaluationsforschung, Projektmanagement, Case-Management, Marketingforschung, Qualität der Forschung, Kritische Reflexion.
Quantitative Forschung nutzt standardisierte Daten und Hypothesenprüfung, während qualitative Forschung auf das Verstehen von Zusammenhängen und hermeneutische Traditionen setzt.
Sie ist eine Metatheorie, die sich mit den Regeln und Grundannahmen beschäftigt, nach denen wissenschaftliche Erkenntnisse als allgemeingültig anerkannt werden.
Ein wissenschaftstheoretischer Ansatz, der davon ausgeht, dass Theorien nie endgültig bewiesen, sondern nur widerlegt (falsifiziert) werden können.
Sie dient im Buch als Beispiel für die Theoriebildung in der quantitativen Forschung, insbesondere zur Erläuterung von Variablen und Operationalisierung.
Die Anwendungsfelder reichen von der Evaluationsforschung und dem Projektmanagement bis hin zur Marketingforschung und dem Case-Management.
Hermeneutik bezeichnet die Kunst der Interpretation und des Verstehens von Texten oder sozialen Handlungen, oft im Gegensatz zum rein erklärenden Ansatz.
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