Masterarbeit, 2015
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Stand der Forschung
2 Überblick über die Rechnungslegung spendensammelnder Organisationen
2.1 Erläuterung und Abgrenzung der zentralen Begriffe
2.1.1 Spendensammelnde Organisation
2.1.2 Rechnungslegung
2.2 Gesetzliche Grundlagen der Rechnungslegung
2.2.1 Gesetzliche Grundlagen für erwerbswirtschaftliche Unternehmen
2.2.2 Gesetzliche Grundlagen für Nonprofit Organisationen
2.2.2.1 Rechnungslegungsanforderungen an spendensammelnde Organisationen
2.2.2.2 Rechnungslegung nach BGB
2.2.2.3 Rechnungslegung nach HGB
2.2.2.4 Rechnungslegung nach Steuerrecht und Abgabenordnung
2.3 Zweck und Adressaten der Rechnungslegung
2.3.1 Rechnungslegungszweck erwerbswirtschaftlicher Unternehmen
2.3.2 Rechnungslegungszweck spendensammelnder Organisationen
2.3.3 Rechnungslegungsadressaten spendensammelnder Organisationen und bestehende Informationsbedürfnisse
3 Rechnungslegung über finanzwirtschaftliche Informationen auf Basis handelsrechtlicher Vorschriften
3.1 Übertragbarkeit handelsrechtlicher Ansatzgrundsätze auf spendensammelnde Organisationen
3.1.1 Grundlagen der Ansatzgrundsätze
3.1.2 Aktiva nach HGB
3.1.2.1 Aktivierungswahlrechte nach HGB
3.1.2.2 Aktivierungsverbote nach HGB
3.1.3 Passiva nach HGB
3.1.3.1 Passivierungswahlrechte nach HGB
3.1.3.2 Passivierungsverbote nach HGB
3.2 Übertragbarkeit handelsrechtlicher Bewertungsgrundsätze auf spendensammelnde Organisationen
3.2.1 Zugangsbewertung
3.2.1.1 Anschaffungskosten
3.2.1.2 Herstellungskosten
3.2.2 Folgebewertung
3.2.2.1 Planmäßige Abschreibungen
3.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen
3.2.2.3 Zuschreibung
3.2.3 Bewertungsvereinfachungsverfahren
3.2.3.1 Gruppenbewertung
3.2.3.2 Festbewertung
3.2.3.3 Verbrauchsfolgeverfahren
3.3 Übertragbarkeit handelsrechtlicher Ausweisgrundsätze auf spendensammelnde Organisationen
3.3.1 Bilanzgliederung
3.3.2 Ausweis besonderer Bilanzposten
3.3.2.1 Eigenkapital
3.3.2.2 Rücklagen
3.3.2.3 Rückstellungen
3.3.3 Gewinn- und Verlustrechnung
3.3.3.1 Grundsätze der Erfolgsrechnung
3.3.3.2 Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren
3.3.4 Verbuchung und Ausweis von Spenden
3.3.4.1 Verbuchung freier Spenden
3.3.4.2 Verbuchung von Auflagenspenden
3.3.4.3 Verbuchung von Sachspenden
3.3.4.4 Verbuchung von Dienstleistungsspenden
3.3.4.5 Verbuchung von Zinsen aus der Anlage von Spenden
4 Rechnungslegung über sachzielbezogene Informationen
4.1 Anhang
4.1.1. Aufstellungspflicht
4.1.2 Zweck
4.1.3 Gliederung und Inhalt
4.2 Lagebericht
4.2.1 Funktionen
4.2.2 Gliederung und Inhalt
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, inwieweit die bestehenden handelsrechtlichen Normierungen in Deutschland geeignet sind, die Anforderungen an eine zeitgemäße, transparente Rechnungslegung für spendensammelnde Organisationen zu erfüllen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit handelsrechtlicher Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze sowie die Berichterstattung im Anhang und Lagebericht.
1.1 Problemstellung
In der Vergangenheit hatten spendensammelnde Organisationen einen „Glaubwürdigkeitsvorschuss“. Diese Glaubwürdigkeit muss jedoch heute durch eine effektive, effiziente und transparente Rechenschaftslegung erarbeitet werden.8 Als Gründe hierfür sind unter anderem die zunehmende Bürokratisierung und Professionalisierung von spendensammelnden Organisationen, ihrer Verankerung in der Gesellschaft sowie das Spendenverhalten der Bevölkerung zu nennen. Zudem entstand in den neunziger Jahren durch die Globalisierung und der schnellen und universalen Kommunikationsmöglichkeit ein erhöhter Druck auf die spendensammelnden Organisationen, Rechenschaft über die Wirkung und Verfahrensweisen ihre Arbeit abzulegen. Zunächst riefen vor allem öffentliche Geldgeber nach genauen Abrechnungen und nachvollziehbaren Ausschreibungsverfahren, da auch sie sich in einer finanziellen Krise befanden und der Wettbewerb um knappe Ressourcen immer anspruchsvoller wurde.9 Aktuell sind es neben der öffentlichen Hand zudem häufig die Spender selbst, die ein genaues Bild über die Verwendung ihrer Spende haben möchten.10 Gegenüber ihren Stakeholdern müssen die spendensammelnden Organisationen klar und umfangreich artikulieren wo ihr jeweiliges spezifisches Betätigungsfeld liegt, wie sie sich von den Mitanbietern unterschieden und warum sich der Spender gerade für sie entscheiden soll.11 Dieser Umbruch stellte sich nicht zuletzt durch den Veruntreuungsskandal nach dem Tsunami 2005 oder dem UNICEF-Skandal um die Jahreswende 2007/2008 ein.12 Erst hierdurch wurde den Spendern bewusst, dass es oftmals nicht nachvollziehbar war „wie viel von der Spende überhaupt ankommt“.13 Daher gründeten sich im Laufe der Zeit Initiativen wie etwa Transparency International oder das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen, um die Mittelverwendung extern zu überwachen. Zudem evaluieren Konsortien wie „Aktion Deutschland Hilft“ oder der „Desaster Emergency Appeal“ in Großbritannien alle durch sie durchgeführten Projekte nach Effizienz und Effektivität und versuchen dadurch die qualitativen Vorgaben sicher zu stellen.14 Genau hier setzt eine zeitgemäße Rechnungslegung an, da den Organisationen eine Darstellungsmöglichkeit ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit gegeben wird und auch den Interessierten als Informationslieferant dienen kann.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung von spendensammelnden Organisationen und leitet aus der gestiegenen Erwartung an Transparenz die Forschungsfrage ab.
2 Überblick über die Rechnungslegung spendensammelnder Organisationen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Informationsbedürfnisse der verschiedenen Adressaten.
3 Rechnungslegung über finanzwirtschaftliche Informationen auf Basis handelsrechtlicher Vorschriften: Der Hauptteil untersucht die Anwendung von Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen des HGB auf die spezifischen Verhältnisse von Non-Profit-Organisationen.
4 Rechnungslegung über sachzielbezogene Informationen: Dieser Abschnitt behandelt die Anforderungen an Anhang und Lagebericht zur ergänzenden Information über die sachzielbezogene Tätigkeit der Organisationen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit für weiterentwickelte Standards, die über die bestehenden Handelsgesetze hinausgehen.
Rechnungslegung, Spendensammelnde Organisationen, HGB, Jahresabschluss, Bilanzierung, Rechenschaftspflicht, Transparenz, Stakeholder, Spenden, Anhang, Lagebericht, Gemeinnützigkeit, Nonprofit-Organisationen, Bilanzierungsgrundsätze, Mittelverwendung
Die Arbeit untersucht, wie spendensammelnde Organisationen in Deutschland ihre finanzwirtschaftliche Rechnungslegung gestalten können und ob die geltenden handelsrechtlichen Vorschriften für ihre spezifischen Bedürfnisse ausreichen.
Zu den zentralen Themen gehören die gesetzlichen Grundlagen der Rechnungslegung, die spezifischen Anforderungen an Ansatz, Bewertung und Ausweis nach HGB sowie die Notwendigkeit von Anhang und Lagebericht für eine transparente Kommunikation.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob die vorhandenen Normierungen für die Rechnungslegung von spendensammelnden Organisationen in Deutschland umfassend genug ausgestaltet sind, um eine zeitgemäße Rechenschaftslegung abzubilden.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur Untersuchung des geltenden Handels- und Steuerrechts und prüft die Übertragbarkeit dieser Regeln auf die Besonderheiten von Non-Profit-Organisationen unter Einbeziehung von Fachstellungnahmen wie denen des IDW.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Anwendbarkeit von Ansatzgrundsätzen, Bewertungsmethoden (wie Anschaffungs- und Herstellungskosten) sowie Ausweisvorschriften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.
Wichtige Schlagworte umfassen unter anderem Rechnungslegung, Spendensammelnde Organisationen, Transparenz, Rechenschaftspflicht, HGB und Stakeholder.
Das HGB ist primär für gewinnorientierte Unternehmen mit dem Ziel der Ausschüttungsbemessung konzipiert, während spendensammelnde Organisationen einer Sachzieldominanz folgen und keine Gewinne ausschütten.
Die Verbuchung unterscheidet zwischen freien Spenden, Auflagenspenden sowie Sach- und Dienstleistungsspenden, um dem Realisationsprinzip gerecht zu werden und die zweckgebundene Mittelverwendung transparent zu machen.
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