Bachelorarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung und Motivation
2 Eigenschaften von CO2
2.1 Physikalische Eigenschaften
2.2 Chemische Eigenschaften
2.3 Industrielle Verwendung
3 Entwicklung und Folgen des CO2-Anstiegs seit der Industrialisierung
4 Natürlicher Kohlenstoffkreislauf und CO2-Senken
4.1 Wissenschaftliche Unklarheiten
4.2 Kurzfristiger Kreislauf
4.2.1 Biosphäre
4.2.2 Hydrosphäre
4.2.3 Atmosphäre
4.3 Langfristiger Kreislauf
4.3.1 Lithosphäre
5 Künstliche Verfahren zur Reduzierung von CO2 aus der Luft
5.1 „Düngung“ der Kohlenstoffsenken
5.2 Technische Methoden
6 Dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen
6.1 Politische Maßnahmen
6.1.1 Lastenteilung (Burden Sharing)
6.1.2 Emissionsrechtehandel
6.1.3 Clean Development Mechanism
6.2 CO2-Abscheidung in Kraftwerken
6.2.1 Pre-Combustion
6.2.2 Post-Combustion
6.2.3 Oxyfuel-Verfahren
6.3 Stahl- und Betonindustrie
6.4 CO2-Transport
6.5 Ökonomische Effizienz
7 Möglichkeiten zur dauerhaften Speicherung von CO2
7.1 Saline Aquifere
7.2 Entleerte Ölfelder
7.3 Entleerte Gasfelder
7.4 Nicht abbaubare Kohleflöze
7.5 Künstliche Mineralisierung
7.6 Ozeanspeicherung
7.7 Speicherpotentiale
7.8 Projekte
7.8.1 Das Weyburn-Midale CO2-EOR Projekt
7.8.2 Sleipner-Projekt
7.8.3 In Salah-Projekt
7.8.4 CO2SINK
7.8.5 CLEAN
8 Risiken
9 Fazit
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzbarkeit von Carbon Capture and Storage (CCS) Technologien als Instrument im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel. Dabei wird der natürliche Kohlenstoffkreislauf analysiert, um die Effektivität künstlicher Abscheidungs- und Speicherverfahren kritisch zu bewerten und deren ökonomische sowie politische Rahmenbedingungen zu beleuchten.
1 Einleitung und Motivation
Eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts stellt der Klimawandel dar. Es wird angenommen, jedoch nicht eindeutig bestätigt, dass durch den massiven, menschenverursachten Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und den weiterhin ungehinderten Anstieg von Treibhausgasen in der Atmosphäre, die Klimaerwärmung verstärkt wird und die Welt dadurch vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung steht.
Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, erfordert es neue politische, technische und wissenschaftliche Strategien sowie ein Umdenken des persönlichen Lebensstils aus Verbrauchersicht. Für das Erreichen des sogenannten „2-Grad-Ziels“ rechnen Wissenschaftler mit Kosten von ca. einem Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Diese aktuelle Problematik hat mich dazu motiviert, das Thema meiner Bachelorarbeit den allgemeingewertigen, natürlichen Prozessen und technische Methoden zur Abscheidung und Speicherung von CO2, die bereits heute angewendet werden, zu widmen.
Die Ziele durch diese Verfahren und Methoden sind, die Emission von Treibhausgasen nachhaltig zu verringern, den atmosphärischen Kohlenstoffdioxidanstieg zu reduzieren und in Kraftwerken abgeschiedenes CO2 in möglichen Reservoiren dauerhaft zu speichern. Das Ziel der Arbeit ist neben der Hinterfragung, ob der anthropogene CO2-Anstieg wirklich den Grund für den globalen Temperaturanstieg darstellt, das grundlegende Prinzip des natürlichen Kohlenstoffkreislaufes und darauf aufbauende, künstliche Verfahren zu erörtern sowie bereits praktizierte und in der Forschung stehende Techniken zur Abscheidung von CO2-Emissionen „fossiler Kraftwerke“ zu erläutern.
1 Einleitung und Motivation: Einführung in die Problematik des Klimawandels und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Analyse von CCS-Technologien.
2 Eigenschaften von CO2: Detaillierte Betrachtung der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Kohlendioxid sowie dessen industrieller Nutzung.
3 Entwicklung und Folgen des CO2-Anstiegs seit der Industrialisierung: Untersuchung des Anstiegs der CO2-Konzentration und der daraus resultierenden klimatischen Folgen seit Mitte des 18. Jahrhunderts.
4 Natürlicher Kohlenstoffkreislauf und CO2-Senken: Analyse der natürlichen Austauschprozesse zwischen Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre und Lithosphäre.
5 Künstliche Verfahren zur Reduzierung von CO2 aus der Luft: Kritische Bewertung von Maßnahmen zur künstlichen Kohlenstoffspeicherung, wie der „Düngung“ und technischen Ansätzen.
6 Dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen: Ausführliche Diskussion politischer Instrumente, wie dem Emissionsrechtehandel, und technischer Verfahren der CO2-Abscheidung in Kraftwerken.
7 Möglichkeiten zur dauerhaften Speicherung von CO2: Vorstellung geologischer Speicheroptionen und Darstellung laufender Pilotprojekte.
8 Risiken: Diskussion der Sicherheitsaspekte und Risikotypisierungen bei der dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid im Untergrund.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der CCS-Technologie als notwendige, aber nicht alleinige Übergangslösung zur Erreichung der Klimaziele.
Klimawandel, Kohlenstoffdioxid, CO2, CCS, Carbon Capture and Storage, Treibhausgas, Kohlenstoffkreislauf, Emissionsrechtehandel, Geologische Speicherung, Klimaschutz, Kraftwerksemissionen, Anthropogener Klimawandel, Speicherpotentiale, Klimapolitik, Energiewende.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik des menschengemachten CO2-Ausstoßes und untersucht, ob und wie CCS-Technologien (Carbon Capture and Storage) zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen können.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab, von den chemisch-physikalischen Grundlagen von CO2 über den natürlichen Kohlenstoffkreislauf bis hin zu politischen Klimaschutzmaßnahmen und technischen Details der CO2-Abscheidung.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Effektivität von CCS als Klimaschutzinstrument, wobei sowohl die technische Machbarkeit als auch die ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen kritisch hinterfragt werden.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Daten internationaler Organisationen wie des IPCC basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der natürlichen Kohlenstoffflüsse, die Darstellung technischer Abscheidungsverfahren (z.B. Pre- und Post-Combustion) sowie die Untersuchung verschiedener geologischer Speicheroptionen.
Klimawandel, CO2, Carbon Capture and Storage (CCS), Kohlenstoffkreislauf und Klimapolitik sind die zentralen Begriffe, die den Kern der Arbeit definieren.
Der Autor sieht fossile Kraftwerke trotz des notwendigen Ausbaus erneuerbarer Energien in naher Zukunft weiterhin als Bestandteil des Energiemixes, weshalb CCS als temporäre Übergangstechnologie eine wichtige Rolle spielt.
Es werden vor allem das Risiko von Leckagen in den Speicherformationen, potenzielle Auswirkungen auf das Grundwasser sowie die Korrosionsgefahr bei der Verwendung alter Bohrstellen thematisiert.
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