Diplomarbeit, 2010
231 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Teil I Theorie tiergestützter Arbeit
1. Entwicklung, Formen und Grundlagen tiergestützter Arbeit
1.1 Historische Entwicklung
1.2 Begriffsklärung
1.2.1 Animal – Assisted Activities (AAA)
1.2.2 Animal – Assisted Therapy (AAT)
1.2.3 Animal – Assisted Education (AAE)
1.2.4 Unterscheidungen zwischen AAA, AAT und AAE
1.2.5 Tiergestützte Sozialpädagogik
1.3 Weiteres Begriffsverständnis
1.3.1 Die Mensch – Tier – Beziehung
1.3.2 Die Kind – Tier – Beziehung
1.3.3 Die Mensch – Hund – Beziehung
1.4 Zusammenfassung
2. Die Theorie der Mensch – Tier – Beziehung
2.1 Theoretische Erklärungsansätze für die Entstehung und Wirkung der Mensch – Tier – Beziehung in der Sozialpädagogik
2.1.1 Biophilie – Hypothese
2.1.2 Konzept der Du – Evidenz
2.1.3 Bindungstheoretischer Ansatz
2.1.4 Kommunikationstheorie
2.2 Zusammenfassung
3. Das bio-psycho-soziale Wirkspektrum der Mensch – Tier – Beziehung
3.1 Wirkungspanorama der tiergestützten Arbeit
3.1.1 Physische und physiologische Wirkungen
3.1.2 Psychische und psychologische Wirkungen
3.1.3 Soziale Wirkungen
3.2 Gegenüberstellung von pädagogischen Zielen mit dem Wirkspektrum tiergestützter Arbeit
3.3 Schlussfolgerungen für die tiergestützte Sozialpädagogik
3.4 Zusammenfassung
Teil II Praxis tiergestützter Arbeit
1. Tiergestützte Sozialpädagogik mit Hunden – praktische Umsetzung
1.1 Didaktische Überlegungen
1.2 Qualitäten des Hundes für den Einsatz in der Sozialpädagogik
1.3 Voraussetzungen und Bedingungen für die tiergestützte Sozialpädagogik mit Hunden
1.3.1 Kriterien für die Auswahl von Hunden
1.3.2 Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung von Hunden
1.3.3 Eigenschaften von Sozialpädagoge und Klienten
1.3.4 Hygienische Aspekte
1.4 Zusammenfassung
2. Der Einsatz von Hunden in zwei Praxisfeldern der Sozialpädagogik
2.1. Untersuchung des Projekts „Aktiv und fit – wir machen mit“
2.1.1 Methodik der Untersuchung
2.1.2 Auswertung und Ergebnisse
2.1.3 Diskussion und Ausblick
2.2 Untersuchung des Husky – Projekts
2.2.1 Methodik der Untersuchung
2.2.2 Auswertung und Ergebnisse
2.2.3 Diskussion und Ausblick
2.3 Zusammenfassung
3. Konzepte zur Integration des tiergestützten Ansatzes in die Sozialpädagogik
3.1 Konzeptionelle Überlegungen zu einer tiergestützten Sozialpädagogik mit Kindern und Jugendlichen
3.1.1 Hunde AG – Präventionsarbeit im Bereich der Gesundheitsförderung
3.2 Konzeptionelle Überlegungen zu einer tiergestützten Sozialpädagogik mit Familien
3.2.1 Familien – Hundetraining – tiergestützte Arbeit in der Sozialpädagogischen Familienhilfe
3.3 Zusammenfassung
Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein erstes fachliches Profil für die tiergestützte Sozialpädagogik zu erarbeiten, indem theoretische Grundlagen disziplinübergreifend analysiert und durch eine qualitative empirische Untersuchung sowie konzeptionelle Entwürfe in der Praxis verortet werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit und methodische Integrierbarkeit des Tiereinsatzes in den sozialpädagogischen Prozess, insbesondere unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen Mensch und Hund.
Die Mensch – Tier – Beziehung
Die Tatsache, dass Menschen eine Beziehung zu Tieren aufbauen können, ermöglicht den Einsatz von Tieren zu therapeutischen und pädagogischen Zwecken. Die Betrachtung der Mensch-Tier-Beziehung − im Englischen wird diese Beziehung im Übrigen als „bond“ (dt.: Bindung) bezeichnet − soll eine erste theoretische Grundlage tiergestützter Sozialpädagogik bilden.
Prinzipiell haben alle Menschen Beziehungen zu Tieren, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind, da es keine persönlichen Beziehungen zu einzelnen Tieren oder zu Tieren in ihrer erkennbaren Form sind. Diese Beziehungen sind existentieller oder kollektiver Art. Die Mensch – Tier – Beziehung kann in verschiedenen Formen vorhanden und unterschiedlich motiviert sein. Die Menschen betrachten Tiere, getrieben durch ihren Wissens- und Forschungsdrang, unter wissenschaftlichen und ästhetischen Gesichtspunkten. Des Weiteren dienen Tiere als Identifikations- oder Projektionsfläche für Vorstellungen, Gedanken, Eigenschaften und Emotionen von Menschen. Wirtschaftlich sind Tiere für den Menschen wahrscheinlich am bedeutendsten. Fast alle Tierarten sind in der Menschheitsgeschichte zur Beute geworden und dienten als Nahrung, während sich mit der Domestikation von Wildtieren auch symbiotische Formen der Mensch − Tier − Beziehung entwickelten, wie im Falle von Mensch und Hund. Neben der Macht, Tiere zu töten und deren Erzeugnisse (z. B. Wolle, Honig) zu nutzen, besitzen Menschen noch andere Möglichkeiten, ihre Überlegenheit einzusetzen. Zum einen werden Tiere durch zielgerichtete Züchtung verändert oder deren Fortpflanzung durch Kastration bzw. Sterilisation kontrolliert, zum anderen werden sie dressiert oder erzogen.
Der Mensch hat insofern die Fähigkeit, in Tieren Eigenschaften oder Sinnes- und Lernleistungen zu entfalten, die sich unter natürlichen Bedingungen nicht entwickelt hätten. Der Mensch zähmt, dressiert und domestiziert Tiere und erhebt sie so aus ihrer biologisch festgelegten Stellung.
1. Entwicklung, Formen und Grundlagen tiergestützter Arbeit: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung der tiergestützten Arbeit und definiert die grundlegende Terminologie (AAA, AAT, AAE) im Kontext der Sozialpädagogik.
2. Die Theorie der Mensch – Tier – Beziehung: Hier werden wissenschaftliche Erklärungsansätze wie die Biophilie-Hypothese, das Konzept der Du-Evidenz und bindungstheoretische sowie kommunikationstheoretische Modelle zur Begründung der Interaktion zwischen Mensch und Tier dargelegt.
3. Das bio-psycho-soziale Wirkspektrum der Mensch – Tier – Beziehung: Es wird ein Wirkungspanorama entworfen, das die physischen, psychischen und sozialen Effekte des Tiereinsatzes systematisiert und pädagogischen Zielen gegenüberstellt.
1. Tiergestützte Sozialpädagogik mit Hunden – praktische Umsetzung: Dieses Kapitel erläutert die didaktischen Voraussetzungen, Qualitäten des Hundes sowie Bedingungen an Haltung und Hygiene für eine professionelle tiergestützte Arbeit.
2. Der Einsatz von Hunden in zwei Praxisfeldern der Sozialpädagogik: Die Autorin präsentiert eine qualitative empirische Untersuchung zweier Projekte in der stationären Jugendhilfe und Gesundheitsförderung inklusive Auswertung und Reflexion.
3. Konzepte zur Integration des tiergestützten Ansatzes in die Sozialpädagogik: Abschließend werden theoretische Entwürfe für ein präventives Projekt („Hunde AG“) und die Arbeit mit Familien („Familien-Hundetraining“) vorgestellt.
Tiergestützte Sozialpädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Hund, Bindungstheorie, Biophilie, Sozialpädagogik, Gesundheitsförderung, Kommunikation, Pädagogische Arbeit, Praxis, Intervention, Kind-Tier-Beziehung, Qualitätssicherung, Sozialer Katalysator, Methoden
Die Arbeit untersucht theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten der tiergestützten Sozialpädagogik, mit einem spezifischen Fokus auf den Einsatz von Hunden im pädagogischen Setting.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den theoretischen Erklärungsmodellen der Mensch-Tier-Bindung, dem bio-psycho-sozialen Wirkspektrum sowie der praktischen Konzeption und empirischen Evaluation von Projekten.
Das Ziel ist die Ausarbeitung eines ersten fachlichen Profils der tiergestützten Sozialpädagogik und die methodische Fundierung ihres Einsatzes innerhalb der Disziplin.
Die Autorin nutzt eine qualitative Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine qualitative empirische Erhebung durch Hospitationen, Interviews und Videoanalysen in zwei spezifischen Praxisfeldern.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen und einen Praxisteil, in dem Voraussetzungen, Anforderungen an die beteiligten Akteure (Hund, Pädagoge, Klient) und konkrete Projektentwürfe detailliert beschrieben werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Tiergestützte Sozialpädagogik, Hund, Bindungstheorie, Kommunikation, sowie die praktische Arbeit in der stationären Jugendhilfe und Gesundheitsförderung.
Der Hund wird aufgrund seiner langen gemeinsamen Evolution mit dem Menschen, seiner Fähigkeit zur menschlichen Kommunikation und seiner hohen Eignung als sozialer Katalysator in pädagogischen Settings als Modell gewählt.
Die Fachkraft nimmt eine entscheidende Rolle als Impulsgeberin und Reflexionsinstanz ein, welche die Interaktion zwischen Mensch und Tier methodisch strukturiert und den Prozess professionell begleitet.
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