Diplomarbeit, 2003
165 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
1.1. Statistische Softwarelösungen
1.1.1. SPSS
1.1.2. Excel
1.1.3. R
1.2. Überblick über die behandelte Statistiksoftware
1.3. Die Synthese: Die Verbindung von R und Excel
2. Beschreibung des Interfaces
2.1. Installation
2.2. Grundsätze der Funktionalität SEMIRs
2.3. Funktionalität der einzelnen Menüpunkte
2.3.1. Menüstruktur
2.3.2. Manager
2.3.3. Data
2.3.4. Statistics (Excel Dataset)
2.3.5. Statistics (R Dataset)
2.3.6. Random
2.3.7. Diagrams
2.3.8. Das Kontextmenü
2.4. Deinstallation des Interfaces
3. Programmierung
3.1. Programmierung in Visual Basic
3.2. Programmierung in R
4. Ansätze zur Weiterentwicklung
4.1. Bedienungsfreundlichkeit
4.2. Funktionalität
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung von SEMIR, eines als Excel-Add-In konzipierten Werkzeugs, das statistische Analysefunktionen für Studienanfänger der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in einer vertrauten Office-Umgebung zugänglich macht. Durch die Verbindung der intuitiven Excel-Benutzeroberfläche mit der leistungsstarken statistischen Programmiersprache R wird eine Lücke geschlossen, die herkömmliche Statistiksoftware für Einsteiger oft unzugänglich macht.
Die Synthese: Die Verbindung von R und Excel
In den bisherigen Abschnitten wurden die Stärken und Schwächen der Programme ausführlich beschrieben.
Es wurde gezeigt, dass MS Excel weit verbreitet ist und durch seine Benutzerfreundlichkeit besticht. Es wurde weiters unterstrichen, dass die wesentlichen Vorteile die Referenzierung von Bereichen, deren Adressierung mittels Namen ist. Dadurch ist es möglich, Daten automatisch neu berechnen und Grafiken aktualisieren zu lassen.
R kennt diesen Automatisierungsgrad nicht, verfügt jedoch über wesentliche andere Vorteile: Diese sind das Listenkonzept, die Arrays welche auch über zwei Dimensionen umfassen können, sowie die Datenframes. Letztere entsprechen in etwa Datenmatrizen in Excel. Wesentlich ist auch das Objektkonzept, welches nicht nur Daten, sondern auch Befehle als Objekte betrachtet und so das Verschachteln von Befehlen ineinander erlaubt.
Optimal wäre die Verbindung dieser zwei Programme, wobei von jedem lediglich die Vorteile übernommen werden. Dies wird mit der SEMIR versucht.
SEMIR realisiert folgende Grundidee: Ein Datensatz ist in Excel vorhanden; dieser ist leicht aus den verschiedenen Quellen einzulesen bzw. zu editieren. Dieser Datensatz kann mit Hilfe des Menüs REngine analysiert werden. Die Berechnungen werden sehr schnell in R durchgeführt. Die Ergebnisse werden wieder an Excel zurückgegeben und können dort auf vielfältige Weise weiterverarbeitet werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bestehende Statistik-Software wie SPSS, Excel und R, analysiert deren Stärken und Schwächen und motiviert die Entwicklung von SEMIR.
2. Beschreibung des Interfaces: Hier werden die Installation sowie die gesamte Menüstruktur und Funktionalität des SEMIR-Add-Ins praxisnah für den Anwender beschrieben.
3. Programmierung: Dieser Teil erläutert detailliert den Visual Basic Code der Benutzeroberfläche sowie die R-Programmbibliothek, die als Rechenkern von SEMIR dient.
4. Ansätze zur Weiterentwicklung: Das abschließende Kapitel diskutiert zukünftige Optimierungsmöglichkeiten sowohl im Bereich der Benutzerfreundlichkeit als auch der funktionalen Erweiterung von SEMIR.
SEMIR, Excel, R, statistische Datenanalyse, Statistiksoftware, Add-In, Visual Basic, DCOM-Server, GUI-Design, Benutzerfreundlichkeit, Regressionsanalyse, Clusteranalyse, deskriptive Statistik, Datenmanagement, Programmierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von SEMIR ("Statistical Excel Menu, Interacting with R"), einem Add-In für Microsoft Excel, das statistische Analysen in einer vertrauten Office-Umgebung ermöglicht.
Die zentralen Felder sind die softwaretechnische Integration von R in Excel, die Gestaltung benutzerfreundlicher grafischer Oberflächen (GUIs) für Statistik sowie die Automatisierung von Berechnungen.
Das Ziel ist es, Studienanfängern der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ein Werkzeug zu bieten, das die elementare Statistik verständlich macht, indem es die Rechenstärke von R mit der Bedienbarkeit von Excel verbindet.
Es wird ein technischer Lösungsansatz entwickelt, der auf der Interaktion zweier Programme (Excel als Frontend, R als Backend) basiert und moderne Programmierkonzepte wie Vektorisierung und Rapid Prototyping nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Interfaces, der praktischen Anwendung der verschiedenen Menüpunkte sowie eine tiefgehende Erklärung des zugrunde liegenden Programm-Quellcodes in Visual Basic und R.
Wesentliche Keywords sind SEMIR, Excel, R, statistische Datenanalyse, GUI-Design, Programmierung und Bedienungsfreundlichkeit.
Die Kommunikation erfolgt über einen DCOM-Server, der als Schnittstelle dient, um Daten und Befehle zwischen der Excel-Umgebung und dem im Hintergrund laufenden R-Prozess zu transferieren.
Obwohl es primär für Studienanfänger entwickelt wurde, bietet es durch die Skriptsprache R eine solide Basis für komplexere statistische Auswertungen, die über einfache Excel-Funktionen hinausgehen.
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