Bachelorarbeit, 2014
112 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Wer ist der erwachsene Schüler?
2.1. Zahlen und Fakten
2.2. Die Gitarre an den Musikschulen
3. Die Motivation zum Instrumentalunterricht
3.1. Allgemeine Motive
3.2. Die Lerntypen
4. Die Besonderheiten im Musiklernen Erwachsener
4.1. Ist es sinnvoll noch im Erwachsenenalter ein Instrument zu erlernen?
4.2. Grundlagen der Neurologie bei Erwachsenen
4.3. Der Einfluss der Lebensbiographie
5. Die Gestaltung des Unterrichts mit Erwachsenen
5.1. Der Lehrer und die erforderlichen Kompetenzen
5.2. Wie zeigt sich das konkret im Unterricht?
6. Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg
6.1. Die drei Ebenen der Kommunikation
6.1.1 Die verbale Ebene
6.1.2 Die nonverbale Ebene
6.1.3 Der musikalische Dialog
7. Methoden und Verfahren
7.1. Der personenzentrierte Ansatz
7.2. Unterrichtsmethoden nach dem personenzentrierten Ansatz
8. Das Üben üben
9. Körperliche Komponente des Instrumentallernens Erwachsener
9.1. Das Finden einer gesunden Haltung
9.2. Warm-Ups und Bewegungsübungen
9.3. Praktische Tips
10. Liste geeigneter Lehrwerke und Spielliteratur
10.1. Lehrwerke
10.2. Spielstücke/Zusammenstellungen
11. Verwandte Disziplinen und ihre Bedeutung für die Musikpädagogik
11.1. Musikgeragogik und die Gitarre
11.2. Musiktherapie und die Gitarre
12. Welche Schlüsse lassen sich daraus für das Unterrichtsangebot ziehen?
13. Zusammenfassung und Schlusswort
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der musikalischen Erwachsenenbildung mit dem Fokus auf den Gitarrenunterricht. Ziel ist es, spezifische methodische Ansätze und didaktische Strategien aufzuzeigen, die den Bedürfnissen erwachsener Lernender gerecht werden und Musikschulen Impulse für eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung geben.
4.2. Grundlagen der Neurologie bei Erwachsenen
Neurologisch betrachtet ist das Gehirn grob in zwei Hälften unterteilt: Die linke Hirnhälfte ist im Allgemeinen für sachliche, analytische und sprachliche Verarbeitung verantwortlich. Sprache und Schrift, das Bewusste sind hier gespeichert. Dazu gehören auch Notenschrift und Rhythmik.
Die rechte Hemisphäre wird dagegen oft die nonverbale Hemisphäre genannt, da hier Kreativität und Fantasie, das Gefühl verankert ist. Deshalb bezeichnet man sie als musische bzw. musikalische Hirnhälfte. Sie ist beim Musiklernen besonders wichtig.
So werden hier Melodien gespeichert und die Koordination der unterschiedlichen Gehirnareale veranlasst. Gemeint ist damit z.B. die Ohr-Hand-Koordination (Greifkorrektur nach Intonationskontrolle) oder auch Motorikkontrolle von linker und rechter Hand beim Spielen einer Gitarre.
Die Verbindung der Hirnhälften in Bezug zur Musik kann nach einem Unfall, bei dem die linke Hirnhälfte geschädigt wurde, sehr deutlich werden: Beim Hören von bekannten Melodien können Betroffene oft spontan anfangen zu singen, ohne dass sie den Inhalt des Liedes verstehen. Ein Impuls, das Anspielen einer bestimmten Melodie, reicht also aus, Sprache in Gang zu bringen, die bewusst von der linken Gehirnhälfte nicht mehr verarbeitet werden kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin und definiert das Ziel, die musikalische Erwachsenenbildung als Chance für die moderne Musikpädagogik zu etablieren.
2. Wer ist der erwachsene Schüler?: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten und die demografische Entwicklung, um die Relevanz der Zielgruppe "Erwachsene" für Musikschulen zu unterstreichen.
3. Die Motivation zum Instrumentalunterricht: Es werden die verschiedenen Beweggründe erwachsener Schüler, von der Lebenshilfe bis zur Selbstverwirklichung, sowie unterschiedliche Lerntypen kategorisiert.
4. Die Besonderheiten im Musiklernen Erwachsener: Dieses Kapitel behandelt die neurologischen und biografischen Voraussetzungen, die den Lernprozess bei Erwachsenen maßgeblich beeinflussen.
5. Die Gestaltung des Unterrichts mit Erwachsenen: Hier werden die notwendigen Kompetenzen des Lehrers sowie die praktische Umsetzung des Unterrichts unter Berücksichtigung von Partnerschaftlichkeit beleuchtet.
6. Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg: Die Bedeutung der verbalen und nonverbalen Kommunikation sowie der musikalische Dialog zwischen Lehrer und Schüler werden als zentraler Erfolgsfaktor dargestellt.
7. Methoden und Verfahren: Der Fokus liegt auf dem personenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers und der Abgrenzung von direkten und indirekten Unterrichtsmethoden.
8. Das Üben üben: Dieses Kapitel gibt praktische Anleitungen, wie man Erwachsenen effektive Übestrategien vermittelt und die Dualität der Verantwortung betont.
9. Körperliche Komponente des Instrumentallernens Erwachsener: Die Bedeutung der Körperhaltung, Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung und gesundheitsfördernde Methoden werden erläutert.
10. Liste geeigneter Lehrwerke und Spielliteratur: Eine praxisorientierte Zusammenstellung von Lehrwerken und Literatur, die speziell auf die Bedürfnisse von erwachsenen Schülern zugeschnitten ist.
11. Verwandte Disziplinen und ihre Bedeutung für die Musikpädagogik: Ein Überblick über die Schnittstellen zu Musikgeragogik und Musiktherapie und wie diese das pädagogische Angebot bereichern können.
12. Welche Schlüsse lassen sich daraus für das Unterrichtsangebot ziehen?: Die Arbeit mündet in konkrete Empfehlungen für eine flexible Unterrichtsgestaltung und gezielte Kursangebote für Erwachsene.
13. Zusammenfassung und Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Rolle des Musikpädagogen als Wegbegleiter und Berater.
Musikalische Erwachsenenbildung, Gitarrenunterricht, Musikpädagogik, Musikgeragogik, Musiktherapie, personenzentrierter Ansatz, Neurologie, Lerntypen, Instrumentallernen, Kommunikation, Körperwahrnehmung, Unterrichtsmethodik, Motivation, Lebenslanges Lernen, Lehrwerke
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der musikalischen Ausbildung von Erwachsenen auseinander und untersucht, wie Musikschulen ihr Angebot anpassen müssen, um dieser stetig wachsenden Zielgruppe gerecht zu werden.
Die Themen umfassen die psychologischen und neurologischen Besonderheiten des Lernens im Erwachsenenalter, die Bedeutung der Kommunikation, methodische Ansätze und physiologische Aspekte wie Körperhaltung und Entspannung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musikpädagogen durch einen personenzentrierten Ansatz und spezifische didaktische Strategien den Instrumentalunterricht für Erwachsene erfolgreicher und attraktiver gestalten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Umfragedaten und pädagogischen Fallbeispielen, um eine fundierte Grundlage für didaktische Empfehlungen zu schaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Motivation und Lerntypen, neurologische Grundlagen, kommunikative Modelle, praktische Unterrichtsgestaltung sowie körperorientierte Methoden wie die Franklin-Methode.
Zu den Kernbegriffen zählen: Musikalische Erwachsenenbildung, Musikpädagogik, personenzentrierter Ansatz, lebenslanges Lernen und Musikgeragogik.
Erwachsene wählen den Instrumentalunterricht meist aus intrinsischer Motivation, oft als Mittel zur Selbstverwirklichung oder Lebenshilfe, während Kinder häufiger extrinsisch motiviert sind.
Da Erwachsene eine gefestigte Persönlichkeit und eigene Lebensbiografie mitbringen, ist eine Kommunikation auf Augenhöhe essenziell, um Vertrauen zu schaffen und Fehlinterpretationen zu vermeiden.
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