Examensarbeit, 2001
107 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
3. Begründungen für den Computereinsatz in der Grundschule
3.1 Anthropologische Begründung:
3.2 Pädagogisch- psychologische Begründung:
3.3 Soziologische Begründung
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule
5.1 Der Computer offline
5.1.1 Der Computer als Informationsquelle
5.1.2 Der Computer als Werkzeug
5.1.3 Der Einsatz von Lernsoftware
5.1.3.1 Kriterien für Lern- und Edutainmentprogramme
5.1.3.2 Lernsoftware im Mathematikunterricht
5.1.3.3 Ein Beispiel für Lernsoftware im Deutschunterricht
5.2 Das Internet
5.1.1 Jugendgefährdung durch das Internet
5.2.2 Selbstdarstellung und Kommunikation im Internet
5.2.3 Informationsgewinnung durch das Internet
5.3 Ziele des Computereinsatzes im Unterricht
6. Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule
7.1 Der Computer als Werkzeug am Beispiel der Textverarbeitung
7.2 Die Arbeit mit Lernsoftware
7.3 Kommunikation über e-mail
7.4 Der Computer als Lerngegenstand
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Computer, insbesondere mit dem Internet
8.1 Vorstellung des Fragebogens und Erklärungen zu Bedingungen und zur Vorgehensweise
8.2 Auswertung
9. Fazit
10. Literatur:
Anhang A: Antworten auf Anfragen zur Computernutzung in der Grundschule
Anhang B Antworten der Kultusministerien auf die Anfrage, ob der Einsatz des Computers in der Grundschule im jeweiligen Bundesland erlaubt ist
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert sowie die Einsatzmöglichkeiten von Computern im Grundschulunterricht, analysiert die pädagogischen Begründungen und setzt sich kritisch mit den bestehenden Vorbehalten auseinander, um aufzuzeigen, wie Medienkompetenz in der Primarstufe gezielt gefördert werden kann.
Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht
Die Lehrerrolle verändert sich sowohl durch die inhaltlichen Anforderungen an den Lehrer als auch hinsichtlich seiner Funktion während des Unterrichts. Wie auch in einem Unterricht, der Freiarbeit einbindet, wandelt sich in einem computerunterstützten Unterricht die Rolle des Lehrers vom Informationsvermittler zum Berater, Lernbegleiter, Coach, Wegweiser, Zweifler, Moderator etc. Durch die verstärkte Möglichkeit des Schülers, selbständig recht problemlos Informationen einholen zu können, verliert das Wissens- und Informationsmonopol des Lehrers an Bedeutung.
Dabei wird der Lehrer durch das eigenaktive Arbeiten des Kindes selbstverständlich nicht überflüssig - er ist und bleibt in den genannten Funktionen „der Schlüssel zur erfolgreichen Nutzung des Computers“. Allerdings müssen sich die theoretischen Kompetenzen des Lehrers und damit auch die Ausbildung, insofern verändern, als dass der Lehrer selber mit dem Computer umgehen können und über medienpädagogische und- didaktische Kompetenzen verfügen muss. Lernprozesse können im Umgang mit den Medien auf vielfältige Weise angebahnt werden und dazu müssen diese Medien organisiert, präsentiert und integriert werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Verbreitung von Computern im Alltag und deren verzögerte Einbindung in den Grundschulalltag sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie Neue Medien, Medienpädagogik und Medienkompetenz zur wissenschaftlichen Einordnung.
3. Begründungen für den Computereinsatz in der Grundschule: Es werden anthropologische, pädagogisch-psychologische und soziologische Argumente für die Integration digitaler Medien in die Grundschule dargelegt.
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule: Eine Auseinandersetzung mit technikskeptischen Stimmen und der notwendigen pädagogischen Abwägung beim Medieneinsatz.
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule: Detaillierte Betrachtung von Lernsoftware, dem Computer als Werkzeug sowie der Nutzung des Internets zur Recherche und Kommunikation.
6. Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht: Analyse des Rollenwandels der Lehrkraft hin zum Lernbegleiter und die Anforderungen an eine zeitgemäße Lehrerbildung.
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule: Vorstellung konkreter Unterrichtsbeispiele, wie der Erstellung einer Schülerzeitung oder Projekten zur Internet-Partnerklasse.
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Computer, insbesondere mit dem Internet: Präsentation der Ergebnisse einer Befragung von Lehrkräften zur praktischen Computernutzung und Internetanbindung.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Herausforderungen des Computereinsatzes in der Grundschule.
10. Literatur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Quellen.
Computer, Grundschule, Neue Medien, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Lernsoftware, Internet, Lehrerrolle, Konstruktivismus, Informatik, schülerorientierter Unterricht, Grundschuldidaktik, Computerbesitz, Didaktik, Medienforschung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Computereinsatzes in der Grundschule, unter Berücksichtigung pädagogischer, psychologischer und soziologischer Aspekte.
Zu den Schwerpunkten zählen die Begründung des Medieneinsatzes, die didaktische Einordnung von Lernsoftware, die Nutzung des Internets sowie die Veränderung der Lehrerrolle.
Ziel ist es, die didaktische Legitimation für den Einsatz digitaler Medien in der Primarstufe zu prüfen und praktische Anwendungsformen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine eigene empirische Erhebung mittels Fragebögen an 223 Schulen.
Der Hauptteil analysiert konkrete Nutzungsszenarien für offline-Medien und Internet, diskutiert Kriterien für gute Lernsoftware und reflektiert die notwendigen Qualifikationen für Lehrkräfte.
Medienkompetenz, Computereinsatz, Grundschule, schülerorientierter Unterricht und Medienpädagogik.
Die Nutzung wird als Chance zur Informationsbeschaffung und interkulturellen Kommunikation gesehen, setzt aber eine sorgfältige Begleitung und den Erwerb von kritischer Medienkompetenz voraus.
Die Autorin betont, dass die derzeitige universitäre Ausbildung den Anforderungen einer medienbasierten Didaktik oft nicht gerecht wird und plädiert für eine intensivere Qualifizierung.
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