Bachelorarbeit, 2014
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Medien
2.1 Was sind Medien und welche Arten von Medien gibt es?
2.2 Die Mediennutzung bei Kindern
2.2.1 Fernsehen
2.2.2 Computer und Internet
2.3 Mediennutzung - Gründe und Funktionen
2.4 Die Rolle der Eltern
2.5 Mögliche Folgen und Auswirkungen des Medienkonsums
3. Soziale Schichten und Milieus in Deutschland
3.1 Soziale Schichten
3.2 Soziale Milieus
3.2.1 Die Entstehung sozialer Milieus
3.2.2 Der Aufbau der Milieus
3.3 Die Sinus-Milieus
3.3.1 Was sind die Sinus-Milieus?
3.3.2 Der Aufbau des Sinus-Milieumodells
3.3.3 Die zehn Sinus-Milieus
3.3.4 Der Medienumgang innerhalb der Sinus-Milieus
4. Das Elternmilieu und der Mediengebrauch der Kinder
4.1 Zusammenhang und Fakten
4.2 Unterschiede im Medienumgang
5. Fazit
6. Ausblick
Die Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss des elterlichen Milieus und der sozialen Schicht auf das Medienverhalten von Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren, mit dem Ziel, passgenaue pädagogische Unterstützungsangebote zu entwickeln.
2.2.1 Fernsehen
Das Fernsehen erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und ist das wichtigste Medium. Nahezu in jedem Haushalt stehen Familien ein oder sogar mehrere Geräte zur Verfügung. Auch viele Kinderzimmer sind bereits mit einem Fernsehgerät ausgestattet.
Nach Angaben der KIM-Studie 2012 verfügen 36 Prozent der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren über eigenes Fernsehgerät im Zimmer. Der Eigenbesitz steigt mit dem Alter der Kinder deutlich an, besonders bei Fernsehgeräten, Computern und Internetzugängen (vgl. mpfs 2013, S. 8f). In den Haushalten, in denen 2 bis 5-Jährige leben, besitzen nur 3 Prozent der Kinder ein eigenes Fernsehgerät (vgl. mpfs 2013, S. 66f).
Helga Theunert bezeichnete bereits 1997 in einem Beitrag das Fernsehen als Kindermedium Nummer eins, an das kein anderes Medium heranreicht, allenfalls Computerspiele seien konkurrenzfähig. „Das allerdings könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft ändern, wenn Fernsehen, Film und Computerspiel mehr und mehr ineinander übergehen und all das – und etliches mehr – über den heimischen Bildschirm zugänglich ist, der dann zur universal nutzbaren Multimedia-Station mutiert“ (Theunert 1997, S. 183).
Heute lässt sich feststellen, dass sich ihre Vermutung bewahrheitet hat, 15 Jahre später steht das Fernsehen noch immer an der ersten Stelle der Medien. Neben dem Fernsehen haben der Computer und besonders das Internet, wie von Theunert vorhergesagt, enorm an Bedeutung gewonnen. Neuß bestätigt 2012 die bedeutsame Rolle des Fernsehens als das „Leitmedium in Familien. Auch wenn Computer, Internet und mobile Spielmedien hinzugekommen sind wird das Fernsehen in Familien – und somit auch von vielen Kindern – täglich genutzt“ (Neuß 2012, S. 16).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart von Medien in der modernen Gesellschaft und formuliert die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen elterlichem Milieu und dem Medienumgang von Kindern.
2. Medien: Dieses Kapitel definiert den Medienbegriff, beschreibt das kindliche Nutzungsverhalten bei Fernsehen und Computer sowie die wesentliche Rolle der Eltern bei der Medienerziehung.
3. Soziale Schichten und Milieus in Deutschland: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Schichtungs- und Milieumodellen, wobei insbesondere das Sinus-Milieumodell detailliert vorgestellt wird.
4. Das Elternmilieu und der Mediengebrauch der Kinder: Hier werden die Zusammenhänge zwischen den sozialen Bedingungen der Familie, dem Bildungsstand der Eltern und der tatsächlichen Mediennutzung der Kinder empirisch analysiert.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt den Einfluss des Elternmilieus auf das Medienverhalten und betont die Notwendigkeit milieusensibler pädagogischer Arbeit.
6. Ausblick: Der Ausblick erörtert zukünftige Herausforderungen der Medienbildung und die Verantwortung von Bildungseinrichtungen in einer mediatisierten Gesellschaft.
Mediennutzung, Kinder, Elternmilieu, Soziale Schichten, Sinus-Milieus, Medienerziehung, Medienkompetenz, Bildungsstand, Sozialisation, Mediensozialisation, Fernsehen, Computer, Internet, Medienpädagogik, Medienkonsum
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des sozialen Elternmilieus auf das Mediennutzungsverhalten von Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren.
Zentrale Themen sind die Mediensozialisation, der Einfluss des elterlichen Bildungsgrades sowie die Bedeutung der sozialen Schichtung und milieuspezifischer Lebenswelten für den Mediengebrauch.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der sozialen Schicht der Familie und der kindlichen Mediennutzung zu prüfen, um daraus passgenaue pädagogische Angebote für Kinder und Eltern abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien zur Mediennutzung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Mediennutzung, die soziologische Erläuterung von Schicht- und Milieumodellen (insb. Sinus-Milieus) und deren konkrete Verknüpfung im Bereich des Mediengebrauchs.
Mediensozialisation, Elternmilieu, Medienkompetenz, soziale Ungleichheit, kindlicher Mediengebrauch.
Fernsehen wird als dominierendes, passives "Alltagsmedium" beschrieben, während die Computernutzung zwar zunimmt, aber höhere Anforderungen an die kognitive Eigenleistung stellt.
Da Mediensozialisation primär im Elternhaus stattfindet, ist eine milieusensible Kooperation zwischen Eltern und Einrichtungen essenziell, um Kinder zu einer kompetenten und selbstbestimmten Mediennutzung zu führen.
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