Magisterarbeit, 2004
99 Seiten, Note: sehr gut (16/20)
In dieser Arbeit wird das Phänomen der Leidenschaft in Stefan Zweigs Novellen unter verschiedenen Aspekten untersucht. Der Fokus liegt auf zufälligen Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen, die bei einem oder beiden starke Leidenschaft entfachen. Die Arbeit analysiert, wie die Leidenschaft die „Opfer“ dazu bringt, ihre Sinne zu verlieren und sich zu extremen Handlungsweisen hinreißen zu lassen, als wären sie von einer fremden Macht oder einem „Dämon“ beherrscht.
Die Einleitung stellt das Thema der Leidenschaft in Stefan Zweigs Novellen vor und erläutert die Motivation für die Auswahl der Werke. Kapitel 1 beleuchtet Zweig und seine Epoche, wobei insbesondere die Bedeutung der Psychoanalyse für seine Arbeit hervorgehoben wird. Kapitel 2 fokussiert auf die Gattung Novelle und die Darstellung von Leidenschaft in Zweigs Novellen. Kapitel 3 analysiert vier ausgewählte Novellen im Detail: „Der Stern über dem Walde", „Leporella", „Der Amokläufer" und „Verwirrung der Gefühle". Dabei werden die spezifischen Formen der Leidenschaft in jeder Novelle sowie die Auswirkungen auf die Figuren untersucht. Kapitel 4 fasst die Gemeinsamkeiten der Novellen im Hinblick auf Thematik, Stil, Schauplätze und die Darstellung von Leidenschaft zusammen.
Stefan Zweig, Novelle, Leidenschaft, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Erotik, soziale und kulturelle Hintergründe, Ausdrucksformen von Leidenschaft, „Opfer" der Leidenschaft, „Dämon“, „meta-physische“ Sphären, pathologische Anwandlungen, unkontrollierbare Macht, gesellschaftliches Tabu, Schauplätze, Natur, Atmosphäre.
Das zentrale Thema ist das Phänomen der Leidenschaft, insbesondere wie zufällige Begegnungen extreme Handlungsweisen auslösen, bei denen die Protagonisten die Kontrolle über ihre Sinne verlieren.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Novellen "Der Stern über dem Walde", "Leporella", "Der Amokläufer" und "Verwirrung der Gefühle".
Sigmund Freuds Psychoanalyse prägte Zweigs Darstellung der menschlichen Psyche stark, insbesondere das Zusammenspiel von Trieb (das „Es“) und moralischer Instanz (das „Über-Ich“).
In "Der Amokläufer" wird Leidenschaft als eine unkontrollierbare, fast pathologische Macht beschrieben, die den Menschen wie eine Krankheit befällt und zu extremen Taten treibt.
Die Arbeit konzentriert sich spezifisch auf Novellen mit erotischen oder sexuellen Motiven der Leidenschaft, während die "Schachnovelle" eher die Leidenschaft des Spielers thematisiert.
Der "Dämon" steht für eine fremde, innere Macht, die die Charaktere beherrscht und sie dazu bringt, gegen ihre eigene Vernunft oder soziale Normen zu handeln.
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