Masterarbeit, 2015
88 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
I. Zielsetzung
II. Aufbau
B. Grundlagen
C. Indizes
I. Geschichte und Einführung
II. Aufteilung nach Länder, Regionen und Sektoren
III. Strategieindizes
IV. Berechnungsmethodik von Indizes
1. Gewichtung nach Marktkapitalisierung
2. Gewichtung nach Preis
3. Gleiche Gewichtung
4. Zusammenfassendes Beispiel
V. Kurs- und Performanceindizes
1. Kursindex
2. Performanceindex
3. Zusammenfassendes Beispiel
VI. Indexanbieter
VII. Zusammenfassung
D. Exchange Traded Funds
I. Geschichte der ETFs
II. Entstehung und Handel von ETFs
III. Nettoinventarwert (NAV) und indikativer Nettoinventarwert (iNAV)
IV. Replikationsmethoden
1. Physische Replikation
2. Synthetische Replikation
3. Vergleich der Replikationsmethoden
V. Risiken
1. Marktrisiko
2. Kontrahentenrisiko
3. Auflösung des ETFs
4. Währungsrisiko
5. Wertpapierleihe
VI. Kosten
1. Total Expense Ratio (TER) – Gesamtkostenquote
2. Handelskosten an der Börse
3. Erträge aus Wertpapierleihe und Swap-Spreads
VII. Tracking Error und Tracking Differenz
1. Tracking Error
2. Tracking Differenz
3. Zusammenfassendes Beispiel
E. Exkurs - OGAW-Richtlinie
I. Liquidität
II. Aufbewahrung der Wertpapiere
III. Diversifikation
IV. Sicherheiten
V. Offenlegungspflichten
VI. Index
F. Abgrenzung von ETFs zu anderen ETPs
I. Exchange Traded Fund (ETF)
II. Exchange Traded Commodity (ETC)
III. Exchange Traded Note (ETN)
G. Markt und Volumen von ETFs
IV. Global
V. Europa
VI. ETFs auf der Handelsplattform Xetra
VII. Anbieter von ETFs
H. Investitionsmöglichkeiten mit ETFs
I. Aktien-ETFs
II. Anleihen-ETFs
III. Geldmarkt-ETFs
IV. Rohstoff-ETFs und ETCs
V. Strategie-ETFs
1. Dividenden-Strategie
2. Minimum Volatilität
3. Fundamental
4. Gehebelte und inverse ETFs
a) Berechnung von gehebelten und inversen Indizes
b) Tägliches Rebalancing
VI. Aktive ETFs
I. Steuerliche Betrachtung von ETFs
I. Abgeltungsteuer
II. Ziel der Abgeltungsteuer
III. Berechnung der Steuerlast
IV. Besonderheiten der Besteuerung bei Investitionen in ETFs
1. Ausschüttende ETFs
2. Thesaurierende ETFs
a) Steuerprivileg bei thesaurierenden Fonds
J. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Indexfonds und ETFs
I. Handel von Indexfonds
II. Investitionsprozess und Kosten bei Indexfonds
III. Wertentwicklung
IV. Zusammenfassung
K. Passives und Aktives Investieren
L. Core-Satellite-Strategie
M. Sparpläne mit ETFs
N. Fazit
Das Ziel der vorliegenden Masterthesis ist es, ein umfassendes Verständnis für Exchange Traded Funds (ETFs) zu vermitteln, um Anlegern die Kompetenz zu geben, diese Produkte gezielt als Bausteine innerhalb eines Portfolios einzusetzen. Dabei wird insbesondere die Bedeutung der zugrunde liegenden Indizes und deren Eigenschaften für das Verständnis des Gesamtprodukts ETF hervorgehoben.
1. Physische Replikation
Bei der physischen Replikation wird das Fondsvermögen des ETFs in Wertpapiere investiert, die dem Index zugrunde liegen. Entspricht die Zusammensetzung der Wertpapiere im ETF exakt der Indexzusammensetzung, handelt es sich um eine volle Replikation. Die volle Replikation hat den Vorteil, dass der Index sehr genau abgebildet wird. Zudem entsteht ein hoher Grad an Transparenz bei den Investoren, da die Zusammensetzung der Wertpapiere in dem Vermögen des ETFs stets dem Index entnommen werden kann. Erschwert wird diese Abbildungsmethode, wenn der zu replizierende Index eine Vielzahl an verschiedenen Wertpapieren enthält oder dem Index gar Wertpapiere zugrunde liegen, die nur schwer zugänglich sind. In diesen Fällen erhöhen sich die Transaktionskosten für die Beschaffung und Veräußerung der Wertpapiere. Um derartige Indizes kostengünstiger abzubilden, wird teilweise auf eine repräsentative Stichprobe zurückgegriffen. Hierbei wird das zu investierende Kapital des ETFs in ausgewählte Basiswerte des Index investiert. Titel mit geringer Gewichtung im Index oder erschwerter Handelbarkeit fallen weg.
Beispielsweise enthält der MSCI World Index zum 31. März 2015 insgesamt 1.633 verschiedene Titel aus 23 Ländern. Einige Titel in diesem Index haben eine geringere Gewichtung als 0,001% und haben deswegen kaum einen Einfluss auf die Wertentwicklung des Index. Um dennoch eine möglichst kleinbleibende Differenz zwischen der Wertentwicklung des ETFs in Bezug auf die Wertentwicklung des Index zu erzielen, werden bestimmte Charakteristika beibehalten wie z.B. die Gewichtung aller Wertpapiere innerhalb des Index, die einzelnen Ländern oder Sektoren zugeordnet werden können. Die optimierte Stichprobe hingegen basiert auf mathematischen Modellen. Titel mit geringer Gewichtung im Index und erschwerter Handelbarkeit werden ebenfalls vernachlässigt. Stattdessen wird das dafür nicht investierte Vermögen beispielsweise auf Wertpapiere verteilt, die eine starke Korrelation im Zusammenhang mit den aussortierten Titeln haben.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von ETFs im modernen Assetmanagement ein und definiert das Ziel der Arbeit, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für diese Finanzinstrumente zu vermitteln.
B. Grundlagen: Hier wird der ETF als Investmentfonds definiert, der einen Index nachbildet und als Sondervermögen einen hohen Anlegerschutz bietet.
C. Indizes: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle von Indizes, deren Entstehungsgeschichte, verschiedene Berechnungsmethoden sowie die Unterscheidung zwischen Kurs- und Performanceindizes.
D. Exchange Traded Funds: Der Kernteil behandelt die Entstehungsgeschichte von ETFs, den Creation/Redemption-Prozess, Replikationsmethoden sowie spezifische Risiken und Kostenstrukturen.
E. Exkurs - OGAW-Richtlinie: Dieser Abschnitt beschreibt die rechtliche Struktur von ETFs im Rahmen der europäischen OGAW-Richtlinie und die damit verbundenen Anforderungen an Sicherheit und Transparenz.
F. Abgrenzung von ETFs zu anderen ETPs: Hier werden Unterschiede zwischen ETFs, ETCs und ETNs hervorgehoben, insbesondere hinsichtlich ihrer rechtlichen Einordnung als Sondervermögen oder Schuldverschreibung.
G. Markt und Volumen von ETFs: Analyse des globalen ETF-Marktes mit Fokus auf die Region Europa und die Bedeutung der Handelsplattform Xetra.
H. Investitionsmöglichkeiten mit ETFs: Detaillierte Betrachtung verschiedener ETF-Kategorien wie Aktien-, Anleihen-, Geldmarkt- und Strategie-ETFs.
I. Steuerliche Betrachtung von ETFs: Darstellung der Besteuerung von Kapitalerträgen in Deutschland, inklusive der Unterschiede zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds.
J. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Indexfonds und ETFs: Vergleich der beiden Anlageformen hinsichtlich Handel, Prozess und Wertentwicklung.
K. Passives und Aktives Investieren: Kritische Gegenüberstellung von passivem und aktivem Management unter Einbeziehung wissenschaftlicher Performance-Studien.
L. Core-Satellite-Strategie: Erläuterung der Portfoliostrukturierung durch die Kombination von Kerninvestments (ETFs) und Satelliten zur Renditeoptimierung.
M. Sparpläne mit ETFs: Untersuchung der Funktionsweise und Vorteile von ETF-Sparplänen für Privatanleger.
N. Fazit: Abschließende Zusammenfassung der Arbeit, die ETFs als transparentes, kosteneffizientes und flexibles Anlageinstrument bewertet.
Exchange Traded Funds, ETF, Indexnachbildung, Assetmanagement, Sondervermögen, Tracking Error, Replikationsmethoden, Total Expense Ratio, OGAW-Richtlinie, Abgeltungsteuer, Core-Satellite-Strategie, Portfoliomanagement, Passive Anlage, Finanzmarkt, Wertpapierleihe
Die Arbeit analysiert die Rolle von Exchange Traded Funds (ETFs) als innovatives Finanzprodukt und prüft, inwiefern sie ein unverzichtbares Element im klassischen Assetmanagement darstellen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Indizes, der technischen Umsetzung der Replikation, der Kostenstruktur, steuerlichen Aspekten sowie dem praktischen Einsatz von ETFs innerhalb der Core-Satellite-Strategie.
Das Ziel ist es, dem Leser ein solides Verständnis von ETFs zu vermitteln, um dem stetig wachsenden Marktangebot kompetent begegnen zu können und diese Produkte als effiziente Bausteine in einem Portfolio zu nutzen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Marktanalyse. Dabei werden regulatorische Rahmenbedingungen (wie die OGAW-Richtlinie) mit empirischen Daten zu Kosten, Performance-Studien und Marktvolumina kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Konstruktion von Indizes, der Entstehung und dem Handel von ETFs, den verschiedenen Replikationsmethoden (physisch vs. synthetisch) sowie der Risiko- und Kostenanalyse inklusive steuerlicher Implikationen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie ETF, Sondervermögen, Tracking Error, Replikation, Total Expense Ratio (TER) und Anlegerschutz geprägt.
Thesaurierende ETFs führen zwar zu einer Steuerpflicht auf ausschüttungsgleiche Erträge, bieten jedoch bei ausländischen Domizilen Besonderheiten, da die Steuer hier oft nicht automatisch abgeführt wird und der Anleger die Erträge in seiner Steuererklärung angeben muss.
Das tägliche Rebalancing stellt sicher, dass der Hebel konstant bleibt. Da sich die Gewichtung durch Marktschwankungen täglich ändert, muss der ETF am Ende jedes Handelstages den Kredit anpassen, um den angestrebten Faktor für den nächsten Tag beizubehalten.
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