Forschungsarbeit, 2004
40 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Focus Zeitung – Redaktionsmarketing
1. Marketing als zweiseitiger Prozess
2. Basisentscheidungen, Vorgehen
3. Ergebniskontrolle, Machbarkeit
III. Focus Fernsehen – Redaktionsmarketing
1. Programmplanung im weiteren Sinne
1.1 Stand der Forschung
1.2 Programmplanung im Überblick
1.3 Strategische Unternehmensziele
1.4 Messung der Produktqualität
1.5 Programmbeschaffung
1.5.1 Produktionsarten
1.5.2 Beschaffungsarten
1.5.3 Programmbeschaffung und Intuition
1.5.4 Programmbeschaffung und Imagebildung
2. Programmplanung im engeren Sinne - Schemaplan
2.1 Zeitliche Aspekte der Programmschemaplanung
2.1.1 Das Publikum
2.1.2 Fernsehnutzung
2.1.3 Entwicklung von Zuschauerverfügbarkeit und Demographie im Tagesverlauf – Dayparts
2.1.4 Weitere Determinanten
2.2 Räumliche Aspekte der Programmschemaplanung
2.2.1 Die klassischen Basisstrategien
2.2.2 Strategien zur Habitualisierung
2.2.3 Konkurrenzorientierte Programmplanung
2.2.4 Verschiebung, Elimination, Wiederholung
IV. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen und Strategien der Programmplanung in deutschen Medien, wobei der Fokus auf dem werbefinanzierten Fernsehen liegt. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Prozesse zu entwickeln, durch die Inhalte beschafft, platziert und zielgruppenorientiert vermarktet werden, um langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.
1.5.1 Produktionsarten
Im Folgenden sollen die wichtigsten Typen von Produktionsarten genannt werden, geordnet nach abnehmender Einflussnahme. (a) die reine Eigenproduktion wird zumindest in Deutschland vor allem im Bereich von Nachrichten angewandt. Zunehmend halten auch nachmittägliche Low-Budget-Soaps in Eigenproduktion Einzug ins deutsche TV-Programm. (b) Co-Produktionen können stattfinden mit unabhängigen Produzenten oder auch mit anderen Sendeanstalten, so produzieren beispielsweise die ARD und ihr Partnersender Arte Spielfilme in Co-Produktion. Einfluss in diesem Maße kann der Sender bei einer (c) Auftragsproduktion nicht mehr ausüben, auch wenn hier klare Vorgaben an den freien Produzenten gegeben werden. Als weitere Produktionsart ist an dieser Stelle die (d) Eigenproduktion mit Fremdmaterial zu nennen. Beispiele hierfür findet man vor allem in der Musiksparte, so produzieren MTV und VIVA etc. zwar Moderationen, kleine Reportagen und teilweise Talk-Shows in Eigenregie, das eigentliche „Hauptsendematerial“, nämlich die Musikclips, stammt jedoch aus fremder Hand und ist damit unveränderbar.
I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentralen Fragen zur Entstehung von Medieninhalten und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf die Programmplanung im Fernsehen sowie das redaktionelle Marketing bei Zeitungen ein.
II. Focus Zeitung – Redaktionsmarketing: Das Kapitel erläutert, wie Zeitungen durch Marketingprozesse zielgruppenorientiert verbessert werden können und welche strategischen Entscheidungen dabei für einen Redaktionsbetrieb von Bedeutung sind.
III. Focus Fernsehen – Redaktionsmarketing: Dieser Hauptteil analysiert die komplexen Prozesse der Programmplanung im TV, von der strategischen Programmbeschaffung bis hin zur detaillierten zeitlichen und räumlichen Planung im Schemaplan.
IV. Fazit: Das Fazit resümiert die Schwierigkeiten einer wissenschaftlichen Untersuchung der Programmplanung aufgrund ihrer Vielschichtigkeit und betont die wachsende Bedeutung ökonomischer Faktoren im Medienmarkt.
Programmplanung, Redaktionsmarketing, werbefinanziertes Fernsehen, Programmbeschaffung, Programmschemaplanung, Audience-Flow, Zielgruppenorientierung, Eigenproduktion, Auftragsproduktion, Sendeplatzbelegung, Einschaltquote, Senderprofil, Wettbewerbsstrategien
Die Arbeit analysiert, wie Medieninhalte – insbesondere im Fernsehen – geplant, beschafft und für das Publikum aufbereitet werden, um in einem wettbewerbsorientierten Umfeld erfolgreich zu sein.
Die Themen umfassen redaktionelles Marketing bei Zeitungen sowie die gesamte Wertschöpfungskette der Programmplanung im Fernsehen, inklusive Beschaffungsarten und Schemaplanung.
Es soll ein Überblick über Ansätze gegeben werden, die erklären, nach welchen Kriterien und unter welchen Bedingungen Programme in deutsche Medien gelangen und wie wirtschaftlicher Erfolg mit der Programmplanung korreliert.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt medienökonomische Theorien sowie Konzepte der Programmplanung zusammen, um den Status Quo zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in das Redaktionsmarketing bei Zeitungen und die detaillierte Programmplanung im Fernsehen, wobei Letztere in "weitere Sinne" (Strategie/Beschaffung) und "engeren Sinne" (Schemaplanung) unterteilt wird.
Kernbegriffe sind Programmplanung, Redaktionsmarketing, Programmbeschaffung, Schemaplanung, Audience-Flow und Zielgruppenorientierung.
Bei der Eigenproduktion hat der Sender die volle Kontrolle über Inhalt und Gestaltung, während er bei der Übernahme fertiges Material von anderen Sendern bezieht und somit fast jegliche Einflussnahme verliert.
Durch die Schaffung von festen Programmmustern (Stripping) binden Sender ihre Zuschauer, machen Programmzeitschriften teilweise überflüssig und schaffen ein unverwechselbares Senderprofil, das für Werbekunden attraktiv ist.
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