Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
Die Bachelorarbeit analysiert die Rezeption von Christopher Clarks Monographie „Die Schlafwandler“ in der deutschen Geschichtsschreibung. Sie untersucht die Entstehung und die Entwicklung der historiographischen Debatte, die durch Clarks Werk ausgelöst wurde. Die Arbeit betrachtet insbesondere die unterschiedlichen Interpretationen von Clarks Thesen und die Kontroversen, die sich aus diesen Interpretationen ergeben.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt Christopher Clark sowie dessen Werk „Die Schlafwandler“ vor. Sie beleuchtet die Bedeutung des Ersten Weltkriegs und die aktuelle Debatte um seine Ursachen. Kapitel 2 widmet sich der Kriegsursachenforschung und den verschiedenen Theorien, die sich mit der Frage nach Verantwortung und Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs beschäftigen. Kapitel 3 stellt Clarks Hauptthesen in „Die Schlafwandler“ vor und diskutiert die zentralen Argumente des Buches. Kapitel 4 analysiert die Rezeption von Clarks Werk in der deutschen Geschichtswissenschaft. Hier werden die unterschiedlichen Positionen und Kontroversen, die durch Clarks Buch ausgelöst wurden, beleuchtet.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe der Arbeit sind Christopher Clark, „Die Schlafwandler“, Erster Weltkrieg, Kriegsursachenforschung, historiographische Kontroverse, Nationalismus, Machtpolitik, Verantwortung, Schuld, „schlafwandlerisches Verhalten“, deutsche Geschichte.
Das Buch untersucht die Ursachen des Ersten Weltkriegs aus internationaler Perspektive und stellt die These auf, dass die europäischen Mächte eher in den Krieg "hineingeschlittert" sind, als ihn bewusst zu planen.
Clarks Thesen relativieren die in der deutschen Geschichtswissenschaft lange vorherrschende "Fischer-Kontroverse", die Deutschland die Hauptschuld am Kriegsausbruch zuschrieb.
Er beschreibt die Akteure von 1914 als Menschen, die zwar wach waren, aber die Konsequenzen ihres Handelns und die heraufziehende Katastrophe nicht in vollem Umfang erkannten.
Vor allem Historiker der älteren Generation, wie der verstorbene Hans-Ulrich Wehler, sahen in Clarks Werk einen "Hauch von Entlastung" für die deutsche Verantwortung.
Die Julikrise wird als zentraler Moment analysiert, in dem die Mechanismen der Machtpolitik und des Nationalismus zum Ausbruch des globalen Konflikts führten.
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