Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 1,3
1.Einleitung
2. Persönliche Motivation
3. Warum ist es wichtig mit Kindern über Leid in Bezug auf Gott zu sprechen?
4. Was denken Kinder über Leid und Gott?
5. Was ist die Theodizeefrage?
6. Die Allmacht Gottes
6. 1 Warum lässt Gott das Leid zu?
7. Die Bibelstelle oh 9, 1-7
7. 1 Relevanz des Themas für die Schülerinnen und Schüler
7. 2 Bezug zum Lehrplan
8. Kompetenzerwartungen und Ziele der Unterrichtseinheit
8. 1 Thema der Unterrichtsstunde (Inhalt und Intention)
8. 2 Fachwissenschaftliche Analyse zum Lerninhalt der Unterrichtsstunde
8. 3 Fachdidaktische und methodische Begründung
8. 3. 1 Schwerpunktziel
8. 3. 2 Fachbezogene Einzelziele
8. 4 Verlaufsplanung
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie die Theodizeefrage (die Frage nach der Rechtfertigung Gottes angesichts des Leids) im Religionsunterricht der Grundschule behandelt werden kann. Am Beispiel der Heilung eines Blindgeborenen (Johannes 9, 1-7) wird ein pädagogischer Ansatz entwickelt, der Kindern einen Zugang zu einem mitfühlenden Gottesbild eröffnet.
6. Die Allmacht Gottes
Zunächst stellt sich die zentrale Frage nach Gottes Allmacht. Um diese zu beantworten, werde ich die verschiedenen Meinungen aus der Literatur zusammenfügen und in Anbetracht der Fülle an Theorien, zu einem harmonischen Bild Gottes schließen.
Um herauszufinden, inwiefern der Begriff der „Allmacht“ auf Gott zutrifft, werde ich vor allem die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers untersuchen und mich auf „Wer ist Gott?“ von K. Erlemann (2008), „Wie kann Gott Leid und Katastrophe zulassen?“ von K. Berger (2005), „Dunkle Seiten Gottes“ von C. Link, W. Dietrich (2000) und „Der Allmächtige“ von W. H. Ritter, R. Feldmeier, W. Schoberth und G. Altner (1997) beziehen.
1.Einleitung: Die Arbeit führt in die Theodizeefrage im Grundschulkontext ein und stellt das methodische Vorgehen anhand der Bibelstelle Johannes 9, 1-7 vor.
2. Persönliche Motivation: Die Autorin legt ihre biografischen Hintergründe dar, die ihr Interesse an der Frage nach dem Warum des Leids und der Rolle Gottes begründen.
3. Warum ist es wichtig mit Kindern über Leid in Bezug auf Gott zu sprechen?: Es wird die psychologische und theologische Notwendigkeit erläutert, Leid im Unterricht zu thematisieren, da Kinder bereits früh mit Ängsten und Leid konfrontiert sind.
4. Was denken Kinder über Leid und Gott?: Dieses Kapitel analysiert das kindliche Gottesbild und wie Kinder versuchen, Leid und Gerechtigkeit in Beziehung zu setzen.
5. Was ist die Theodizeefrage?: Hier werden die philosophischen und theologischen Grundlagen des Begriffs der „Rechtfertigung Gottes“ gegenüber dem Übel in der Welt skizziert.
6. Die Allmacht Gottes: Die Autorin hinterfragt den Begriff der Allmacht kritisch und sucht nach einem Bild Gottes, das nicht als düstere Hoheit, sondern als Liebesmacht verstanden wird.
6. 1 Warum lässt Gott das Leid zu?: Dieses Kapitel erörtert biblische Lösungsansätze und betont das Vertrauen in Gott sowie die Bedeutung von menschlicher Freiheit.
7. Die Bibelstelle oh 9, 1-7: Der biblische Text der Wundererzählung wird präsentiert und dessen Bedeutung für Schülerinnen und Schüler sowie der Bezug zum Lehrplan hergestellt.
8. Kompetenzerwartungen und Ziele der Unterrichtseinheit: Die Lernziele der geplanten Unterrichtseinheit werden konkret definiert, insbesondere der Fokus auf Identifikation und Empathie.
8. 1 Thema der Unterrichtsstunde (Inhalt und Intention): Dieses Kapitel beschreibt die emotionale Auseinandersetzung der Kinder mit dem Leid und das Erkennen eines barmherzigen Gottes.
8. 2 Fachwissenschaftliche Analyse zum Lerninhalt der Unterrichtsstunde: Eine theologische Einordnung der Wundererzählung, insbesondere im Hinblick auf das Johannesevangelium und die Bedeutung des Lichts.
8. 3 Fachdidaktische und methodische Begründung: Es wird begründet, warum die gewählten Methoden, wie das Bodenbild und der Stuhlkreis, kindgerecht und didaktisch sinnvoll sind.
8. 3. 1 Schwerpunktziel: Zusammenfassung des primären pädagogischen Ziels, Gottes Liebe und Güte durch das biblische Beispiel erfahrbar zu machen.
8. 3. 2 Fachbezogene Einzelziele: Auflistung spezifischer Lernschritte, die die SuS im Rahmen der Unterrichtsstunde vollziehen sollen.
8. 4 Verlaufsplanung: Ein detaillierter Ablaufplan der Doppelstunde mit Zeitangaben, Methoden und Materialien.
9. Fazit: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erkenntnisse aus dem Schreibprozess und betont das neu gefestigte, vertrauensvolle Gottesverhältnis.
Theodizeefrage, Religionsunterricht, Grundschule, Leid, Gott, Allmacht, Johannesevangelium, Kinder, Gottesbild, Wundererzählung, Glaubensvertrauen, Religionspädagogik, Seelsorge, Hoffnung, Empathie.
Die Arbeit untersucht, wie die Theodizeefrage – also die Frage, warum ein guter Gott Leid zulässt – kindgerecht im Religionsunterricht der Grundschule thematisiert werden kann.
Zentrale Felder sind die Bedeutung von Leid im Leben von Kindern, das theologische Verständnis von Gottes Allmacht und die didaktische Aufarbeitung biblischer Wundergeschichten.
Das Ziel ist die Erstellung eines Unterrichtsentwurfs basierend auf Johannes 9, 1-7, um Kindern ein liebevolles und begleitendes Gottesbild statt eines strafenden Gottes zu vermitteln.
Es handelt sich um eine theologische und fachdidaktische Analyse, die Fachliteratur mit religionspädagogischen Entwicklungsmodellen verknüpft.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen zur Theodizee und Allmacht diskutiert als auch die spezifische Auslegung der Bibelstelle für den Unterricht vorbereitet.
Die zentralen Schlagworte sind Theodizee, Gottesbild, Kindheit, Leidenserfahrung, Religionsunterricht und Hoffnung.
Kinder fragen intensiv nach der Gerechtigkeit Gottes, wobei sie oft dazu neigen, Gott in Schutz zu nehmen und die Schuld nicht bei ihm suchen, sondern nach einem Sinn oder Trost in schwierigen Lagen suchen.
Der Text bietet eine ideale Identifikationsfigur durch den Blindgeborenen und ermöglicht es, das Thema "Wozu dient das Leid?" statt "Warum ist es geschehen?" pädagogisch konstruktiv zu bearbeiten.
Die Autorin plädiert dafür, Allmacht nicht als abstrakte Macht, sondern als "Liebesmacht" zu verstehen, die im Handeln Jesu konkret wird und den Menschen nicht als Marionette betrachtet.
Die Autorin berichtet, dass sie durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung ein gefestigtes, zweifelloses Vertrauensverhältnis zu Gott gewonnen hat.
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