Magisterarbeit, 2015
122 Seiten, Note: sehr gut
1. Was ist Kunst und wer ist Künstler?
1.1. Kunst und ihre Aufgaben (ein Einstieg in die Thematik der Kunstwissenschaft)
1.2. Grundsätze der modernen und antimodernen Kunst im Umriss
1.3. Hitler - ein gescheiterter Künstler und ,,Gesetzgeber‘‘ der antimodernen Kunst
2. Die Kunst der Macht
2.1. Die ,,neue deutsche Kunst“
2.2. Leitmotive der faschistischen Kunst in Deutschland
2.3. Nationalsozialistische Aktivitäten zur Steuerung der Kunstentwicklung
2.4. Künstler im Dienste des Nationalsozialismus
2.4.1. Adolf Ziegler
2.4.2. Werner Peiner
2.4.3. Arno Breker
3. Die Macht der Kunst
3.1. Die freie deutsche Kunst und ihre Vertreter
3.1.1. Künstler der inneren Emigration
3.1.1.1. Otto Dix
3.1.1.2. Käthe Kollwitz
3.1.1.3. Ernst Barlach
3.1.2. Künstler im Exil
3.1.2.1. Oskar Kokoschka
3.1.2.2. Georg Grosz
3.1.2.3. Paul Klee
3.3. Ende und Anfang – zur Situation der Künstler in der Nachkriegszeit
Die Arbeit untersucht das Schicksal der bildenden Künste und ihrer Akteure im Dritten Reich, wobei der Fokus auf der Wechselwirkung zwischen ideologischer Machtausübung und künstlerischer Freiheit liegt, um zu klären, wie der Nationalsozialismus Kunst sowohl instrumentalisierte als auch vernichtete.
3.1.1. Künstler der inneren Emigration
In den Jahren der NSDAP Herrschaft konnte man als Künstler nur dann tätig sein, wenn man der Kulturkammer angehörte. Um ein Mitglied zu werden musste man mehrere Voraussetzungen erfüllen u.a. dem nationalsozialistischen Kunstgeschmack entsprechen, ein Deutscher Volksgenosse aus reinem Blut sein und ein Anhänger der politischen Macht sein. Alle anderen Kunstschaffende wurden als entartet diffamiert und bekamen Berufsverbot. In solch einer Situation konnten die nicht-faschistischen Künstler entweder auswandern oder in Deutschland bleiben und in die sog. Innere Emigration rücken.
Der Begriff innere Emigration bezeichnete die Haltung der Künstler, Schriftsteller und Gelehrten, die in der nationalsozialistischen Jahren in Opposition zum Hitler-Regime standen, jedoch aus Deutschland nicht ausgewandert sind. Diese Gruppe wurde zu einer zunehmenden Isolierung gezwungen, denn jede öffentliche Wirksamkeit unmöglich wurde. Viele erlebten eine künstlerische Stagnation und wurden von den internationalen Kunstprozessen abgeschnitten. Andere flüchteten in die Landschaftsmalerei. Doch eine richtige Opposition der Künstler gegen die Hitlerdiktatur gab es nicht. Es wurde eher eine Form des passiven Widerstandes angenommen.
1. Was ist Kunst und wer ist Künstler?: Das Kapitel führt in kunsttheoretische Grundlagen ein und beleuchtet die Person Adolf Hitlers unter dem Aspekt seines gescheiterten Traums, Künstler zu werden.
2. Die Kunst der Macht: Hier wird die nationalsozialistische Kulturpolitik beschrieben, von der Definition faschistischer Kunst bis hin zu den Aktivitäten zur Steuerung des Kunstwesens und der Förderung linientreuer Künstler.
3. Die Macht der Kunst: Dieses Kapitel widmet sich dem schwierigen Schicksal derjenigen Künstler, die nicht mit der nationalsozialistischen Ideologie übereinstimmten, unterteilt in innere Emigration und Exil, sowie der Nachkriegssituation.
Dritter Reich, Nationalsozialismus, Kunst, entartete Kunst, Hitler, Propaganda, innere Emigration, Exil, Bildende Kunst, Kulturpolitik, Faschismus, Künstler, Ideologie, Moderne, Realismus.
Die Arbeit analysiert das Schicksal der bildenden Kunst und der Künstler in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) sowie deren Situation in der frühen Nachkriegszeit.
Zentrale Themen sind die staatliche Steuerung des Kunstwesens, die Diffamierung moderner Kunst als „entartet“, die Rolle von NS-Hofkünstlern sowie das Leben und Werk von Künstlern im Widerstand, Exil oder in der inneren Emigration.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime versuchte, Kunst als mächtiges Propagandainstrument zu instrumentalisieren und gleichzeitig jede Form freier künstlerischer Äußerung zu unterdrücken.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven kunstgeschichtlichen Analyse sowie der Auswertung von Sekundärliteratur und Quellen zur Kulturpolitik im Dritten Reich.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung faschistischer Kunst (einschließlich ihrer Motive und Vertreter) und der sogenannten freien deutschen Kunst, wobei hier die unterschiedlichen Lebenswege von Künstlern in der inneren Emigration und im Exil detailliert dargestellt werden.
Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, entartete Kunst, Kulturpolitik, innere Emigration, Exil und die Instrumentalisierung der Kunst durch den Propagandaapparat.
Hitler nahm massiven Einfluss auf die Kunstkonzeption des Reiches. Seine eigene Biografie als gescheiterter Künstler und sein Unverständnis für moderne Kunstformen führten dazu, dass er diese als entartet diffamierte und stattdessen eine idealisierte, naturalistische „deutsche Kunst“ forcierte.
Künstler im Exil mussten sich mit Problemen wie Armut, Sprachbarrieren und fremden Lebensumständen auseinandersetzen, während Künstler der inneren Emigration in Deutschland unter der ständigen Bedrohung durch das Regime und künstlerischer Isolation litten, aber in ihrer vertrauten Umgebung blieben.
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