Masterarbeit, 2015
159 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 Einleitung
1.1 Initiierung und Aufbau der Arbeit
1.2 Personalentwicklungssystem für ein KMU
2 Demografische und Arbeitskräftemarkt-Ausgangssituation
2.1 Kurz- und mittelfristige Arbeitskräftemarktbedingungen
2.2 Langfristige demografische Auswirkungen
2.3 Zusammenfassung zu Kapitel 2
3 Personalentwicklung
3.1 Personalentwicklungsbegriff
3.2 Klassifikation nach W. Conradi
3.3 Klassifikationen nach M. Krämer
3.4 Klassifikation nach M. Müller-Vorbrüggen
3.5 Personalentwicklungsinstrumente
3.5.1 Personalbildungsinstrumente
3.5.1.1 Mitarbeitereinarbeitung
3.5.1.2 Berufsausbildung / Erstausbildung
3.5.1.3 Duale Bachelor-Studiengänge
3.5.1.4 Weiterbildungsseminare / Workshops
3.5.1.5 Nachqualifizierung und Wiedereingliederung
3.5.1.6 Qualifizierung zur Personalfreisetzung und beruflichen Neuorientierung
3.5.1.7 E-Learning
3.5.1.8 Berufsbegleitende Master-Studiengänge
3.5.2 Personalförderungsinstrumente
3.5.2.1 Trainee-Programme
3.5.2.2 Mitarbeiterbefragungen und Mitarbeitergespräche
3.5.2.3 Moderation
3.5.2.4 Coaching und Mentoring
3.5.2.5 Outdoor Trainings
3.5.2.6 Junior-Firma
3.5.3 Arbeitsstrukturierungsinstrumente
3.5.3.1 Job Rotation
3.5.3.2 Job Enlargement / Aufgabenerweiterung
3.5.3.3 Job Enrichment / Aufgabenbereicherung
3.5.3.4 Gruppenarbeit
3.5.3.5 Stellvertretung
3.5.3.6 Versetzung und Beförderung
3.6 Zusammenfassung zu Kapitel 3
4 Zeugnisse in der betrieblichen Praxis
4.1 Bedeutung für die betriebliche Praxis
4.2 Gesetzliche Grundlagen
4.3 Zeugnisarten
4.3.1 Einfaches und qualifiziertes Zeugnis
4.3.1.1 Grundlegender Aufbau
4.3.1.2 Leistungs- und Führungsbewertung im qualifizierten Zeugnis
4.3.1.3 Besonderheiten des Schlussabschnittes
4.3.2 Zwischenzeugnis, vorläufiges Zeugnis, endgültiges Zeugnis
4.4 Zeugnisprinzipien
4.5 Aktuelle Entwicklungen zur Darlegungs- und Beweislastverteilung
4.5.1 Ausgangssituation
4.5.2 Arbeitszeugnisstudie der FAU Erlangen-Nürnberg (2011)
4.5.3 Rezeption in der Fachliteratur und Auswirkungen auf die Rechtsprechung und personalwirtschaftliche Praxis
4.6 Zusammenfassung zu Kapitel 4
5 PE-System-Konzept für das ITZ
5.1 Das Unternehmen ITZ
5.1.1 Unternehmensentstehung und Unternehmenszweck
5.1.2 Personalstruktur
5.1.3 Betriebsverfassungsrechtliche Interessenvertretung
5.1.4 Tarifbindung
5.2 Grundsatzfragen zum PE-System-Aufbau
5.2.1 Ziel und Struktur
5.2.2 Effektivitäts- und Risikenabwägungen
5.2.3 Betriebsverfassungsrechtliche Rahmenbedingungen
5.2.4 Datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen
5.2.5 Verhältnis zw. Betriebsverfassungs- und Datenschutzrecht
5.2.6 Das PE-System als Teil der Personalakte
5.3 Module des PE-Systems
5.3.1 Allg. personen- und vertragsbezogene Angaben (Modul 1)
5.3.2 Elektronische Personalentwicklungsakte (Modul 2)
5.3.3 Elektronische PE-Angebote-Terminverwaltung (Modul 3)
5.3.4 Arbeitszeugnisassistent (Modul 4)
5.3.5 Elektronischer Dokumententresor (Modul 5)
5.3.6 Elektronischer Formularschrank (Modul 6)
5.4 Zusammenfassung zu Kapitel 5
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Diese Master-Thesis befasst sich mit der Konzeption eines IT-gestützten Personalentwicklungssystems (PE-System) für ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) aus der IT-Branche. Unter Einbeziehung des Referenzunternehmens ITZ wird untersucht, wie personalwirtschaftliche Prozesse optimiert und durch eine strukturierte Datenerfassung die Erstellung rechtssicherer Arbeitszeugnisse erleichtert werden können, um den demografischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt proaktiv zu begegnen.
1.1 Initiierung und Aufbau der Arbeit
„Office Lösungen mit System“ ist die Devise des Unternehmens ITZ Informationstechnologie Zentrum Rhein/Maas GmbH in Mönchengladbach (kurz: das ITZ). Die Idee für eine innovative Office-Lösung steht auch bei dieser Arbeit im Blickfeld, die auf Anregung und in Kooperation mit dem ITZ entstand. Insgesamt wird das ITZ als Referenzunternehmen für vergleichbare mittelständische Betriebe der IT-Branche den Hintergrund bilden. Dazu wird die konkrete Situation im ITZ durch vielfältige Bezugnahmen aufgegriffen (das Unternehmen ITZ wird im Kapitel 5.1 näher vorgestellt). Damit sollen zugleich praktische Bezüge hergestellt und die Verbindungen zwischen wissenschaftsbasierter Theorie und deren Umsetzung in der Praxis berücksichtigt werden.
Im Idealfall wird mit dem Abschluss dieser Master-Thesis die theoretische Basis gelegt sein, die zunächst die Rahmenbedingungen ausführlich aufzeigt. Weiterhin soll diese Arbeit die ersten Schritte und Strukturen für den Aufbau einer IT-Anwendung demonstrieren, die im personalwirtschaftlichen Bereich eingesetzt werden kann. Darauf gründend wird die technische Umsetzung voraussichtlich in den nächsten Jahren von ein bis zwei Studierenden aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Informatik erfolgen. In der Gesamtbetrachtung besteht das Vorhaben damit aus einem fachrichtungsübergreifenden Verbund von Abschlussarbeiten des berufsbegleitenden Wirtschaftsrecht-Masterstudienganges und von dualen Informatik-Bachelorstudiengängen der Hochschule Niederrhein.
Nach der Einleitung beleuchtet diese Arbeit die Arbeitskräftemarktausgangsbedingungen, welche sich aus den sich abzeichnenden demografischen Entwicklungen und den damit einhergehenden Veränderungen des Arbeitskräfteangebotes ergeben. Neben allgemeinen Betrachtungen liegt der eingegrenzte Schwerpunkt auf Berufen der IT-Branche. Verbunden wird dies mit den spezifischen Gegebenheiten der Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) i. S. d. der Definition der Empfehlung der Europäischen Kommission 2003/361/EG.
Der folgende Abschnitt widmet sich der Thematik Personalentwicklung (PE). Die Bedeutung der PE und deren Anteil am betriebswirtschaftlichen Erfolg werden nicht hinterfragt, sondern als gegeben vorausgesetzt - insoweit sei auf die zahlreiche Literatur zu diesen Themen verwiesen. Betrachtet werden der PE-Begriff und eine Auswahl von PE-Instrumenten, die für ein KMU belangreich sein könnten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit unter Verwendung des ITZ als Fallbeispiel und beschreibt den methodischen Aufbau.
2 Demografische und Arbeitskräftemarkt-Ausgangssituation: Es wird die angespannte Lage am Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte analysiert und die Notwendigkeit aktiver Personalentwicklung für KMU begründet.
3 Personalentwicklung: Dieses Kapitel definiert PE, stellt Klassifikationsmodelle vor und analysiert zahlreiche Instrumente der Personalbildung, Personalförderung und Arbeitsstrukturierung auf ihre Eignung im ITZ.
4 Zeugnisse in der betrieblichen Praxis: Hier werden die rechtliche Bedeutung von Arbeitszeugnissen, die gängige Zeugnissprache sowie die aktuelle Rechtsprechung zur Beweislastverteilung detailliert behandelt.
5 PE-System-Konzept für das ITZ: Dieses Kernkapitel entwickelt ein IT-gestütztes PE-System in sechs Modulen und beleuchtet die betriebsverfassungs- und datenschutzrechtlichen Anforderungen.
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der PE und digitaler Lösungen für die Zukunft von IT-KMU.
Personalentwicklung, PE-System, ITZ, KMU, IT-Branche, Arbeitszeugnis, Arbeitskräftemarkt, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalbildung, Personalförderung, Arbeitsstrukturierung, Datenschutzrecht, Betriebsverfassungsrecht, Zeugnissprache
Die Arbeit entwickelt ein Konzept für ein IT-gestütztes Personalentwicklungssystem (PE-System), das speziell auf die Bedürfnisse eines kleinen oder mittleren IT-Unternehmens zugeschnitten ist.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitsmarktsituation für IT-KMU, der Auswahl geeigneter Instrumente zur Personalentwicklung sowie der rechtssicheren Einbindung von Leistungsbewertungen und Arbeitszeugnissen in digitale Personalprozesse.
Ziel ist es, ein modulares EDV-System zu konzipieren, das Unternehmen dabei unterstützt, Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und durch strukturierte Datenerfassung die Erstellung qualifizierter Arbeitszeugnisse rechtssicher und effizient zu gestalten.
Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagen aus der Literatur mit einer empirischen Bestandsaufnahme, die durch ein Experteninterview mit der Geschäftsführung des Referenzunternehmens ITZ durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der PE-Instrumente, eine Untersuchung der arbeitsrechtlichen Grundlagen für Zeugnisse sowie die detaillierte Vorstellung eines sechsstufigen Konzepts für ein elektronisches PE-System.
Zentrale Begriffe sind Personalentwicklung, KMU, IT-Branche, Arbeitszeugnis, Datenschutzrecht, Fachkräftemangel und digitale Personalverwaltung.
Das ITZ fungiert als praxisnahes Referenzunternehmen, da es die typischen Herausforderungen eines mittelständischen Dienstleisters in der IT-Branche repräsentiert.
Die Arbeit berücksichtigt intensiv die aktuelle Rechtsprechung zur Beweislastverteilung bei Arbeitszeugnissen, insbesondere das Urteil des BAG vom November 2014, um die Anforderungen an die Dokumentationspflichten von Arbeitgebern präzise abzuleiten.
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