Bachelorarbeit, 2015
141 Seiten, Note: 1,3
1. Die jüngsten Diskussionen um Olympische Spiele und Fußball-Weltmeisterschaften
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2 Methodische Vorgehensweise
2. Sportgroßveranstaltungen und deren mächtige Organisationen FIFA und IOC
2.1 Der Begriff Sportgroßveranstaltung
2.2 Die Wirkungen von Sportgroßveranstaltungen
2.2.1 Nutzen von Sportgroßveranstaltungen
2.2.2 Kosten von Sportgroßveranstaltungen
2.3 Fédération Internationale de Football Association (FIFA)
2.3.1 Die Entwicklung der FIFA von der Gründung 1904 über die Ära Joao Havelange bis zu Joseph Blatter
2.3.2 Der Vergabemodus der FIFA-Fußball Weltmeisterschaft
2.3.3 Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022
2.4 International Olympic Committee (IOC)
2.4.1 Pierre de Coubertin als Wegbereiter der olympischen Bewegung
2.4.2 Der Vergabemodus der olympischen Spiele
2.4.3 Der Gigantismus und die Machtspiele rund um Olympia
3. Schwellenländer
3.1 Der Begriff Schwellenland
3.2 Ländercharakteristiken und die Probleme ausgewählter Schwellenländer
3.2.1 Südafrika
3.2.2 Russland
3.2.3 Brasilien
3.2.4 Katar
4. Ethik
4.1 Der Begriff Ethik
4.2 Ziele und Grenzen der Ethik
4.2.1 Ziele der Ethik
4.2.2 Grenzen der Ethik
4.3 Der Gegenstand ethischer Bewertung
5. Die ethische Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern
5.1 Vorgehensweise bei der ethischen Bewertung
5.2 Ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika
5.2.1 Die Rolle des Fußballs in Südafrika
5.2.2 Investitionen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft
5.2.3 Wirtschaftliche Entwicklungen in Südafrika nach der WM 2010
5.2.4 Welche Chancen hatte eine WM in Südafrika?
5.2.5 Die Einflussnahme der FIFA in Südafrika
5.2.6 Zusammenfassung und abschließende ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika
5.3 Ethische Bewertung der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi
5.3.1 Die Rolle des Sports in Russland
5.3.2 Investitionen im Rahmen der Olympischen Spiele
5.3.3 Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Russland
5.3.4 Welche Chancen hatten Olympische Spiele in Sotschi?
5.3.5 Sotschi 2014 – Ein Großereignis auf Kosten der Natur
5.3.6 Tiefgreifende Korruption im russischen Bausektor
5.3.7 Zusammenfassung und abschließende ethische Bewertung der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi
5.4 Ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien
5.4.1 Die Rolle des Fußballs in Brasilien
5.4.2 Investitionen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft
5.4.3 Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Brasilien
5.4.4 Welche Chancen hatte eine WM in Brasilien?
5.4.5 Zusammenfassung und abschließende ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien
5.5 Ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar
5.5.1 Die Rolle des Fußballs in Katar
5.5.2 Investitionen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft
5.5.3 Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Katar
5.5.4 Welche Chancen hat eine WM in Katar?
5.5.5 Die Rolle der FIFA im Zuge der Weltmeisterschaft 2022
5.5.6 Die systematische Ausbeutung von Arbeitskräften
5.5.7 Zusammenfassung und abschließende ethische Bewertung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar
5.6 Differenzierte ethische Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern
6. Pilotstudie zur ethischen Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern
6.1 Methodik
6.1.1 Methodenauswahl
6.1.2 Hypothesen
6.1.3 Operationalisierung der Hypothesen
6.1.4 Forschungsdesign
6.1.5 Aufbau und Inhalt der Pilotstudie
6.1.6 Umsetzung der Pilotstudie
6.2 Auswertung der Pilotstudie
6.2.1 Statistische Auswertung der erhobenen Daten
6.2.2 Analyse der Hypothesen
6.2.3 Auswertung des offenen Meinungsbildes der Befragten
6.3 Schlussfolgerungen aus der Pilotstudie für die ethische Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern
7. Fazit und Ausblick
8. Persönliches Schlussstatement
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern einer ethischen Bewertung zu unterziehen. Es wird untersucht, ob Schwellenländer angesichts ihrer spezifischen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen in der Lage sind, Sportgroßereignisse wie Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele auszurichten, und inwieweit eine solche Vergabe ethisch vertretbar ist.
2.2.1 Nutzen von Sportgroßveranstaltungen
Das Gastgeberland kann zunächst von kurzfristigen Einkommens- und Beschäftigungseffekten profitieren. Daneben können sog. fiskalische Effekte erzielt werden, bspw. Steuereinnahmen. Als nicht messbar gilt der Effekt der Internationalität und eines „Feel good“-Effektes. Internationalität entsteht dadurch, dass sich der Gastgeber einem breiten, internationalen Publikum präsentieren kann. Dazu kann eine gewisse positive Grundstimmung unter der Bevölkerung im Gastgeberland entstehen.
Es besteht die Chance ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Bevölkerung zu entwickeln. Zusätzlich kann eine Art Aufbruchsstimmung aufkommen und die Menschen vor Ort beteiligen sich eventuell selbst aktiv an der Veranstaltung (freiwillige Helfer, Betreuer, o.ä.). Es ist vor allem für die oft arme Bevölkerung eine große Chance aus dem Alltag auszubrechen und mit anderen Menschen den Sport und seine positiven Begleiterscheinungen zu feiern. Vor allem in Schwellenländern kann dieser Nutzen von großer Bedeutung sein. Doch nicht nur Schwellenländer können hiervon profitieren. Ein gutes Beispiel für die Entstehung eines besonderen Zusammengehörigkeitsgefühls unter der Bevölkerung in einem Industrieland, ist die Fußball-WM 2006 in Deutschland. In den vier Wochen während des Turniers entstand in Deutschland ein zuvor lange vermisster Zusammenhalt.
Dem gegenüber stehen mögliche langfristige Nutzen wie positive Auswirkungen auf den Tourismus. Die Gastgeber könnten durch eine positive Außendarstellung eine gewisse touristische Attraktivität hinzugewinnen. Daneben kann die geschaffene Sportinfrastruktur einen Nutzen für den einheimischen Sport darstellen und bessere Trainings- und Veranstaltungsmöglichkeiten bieten. Als nicht direkt messbarer Nutzen kann eine Verbesserung des vorhandenen Images oder der Bekanntheit des Gastgeberlandes erreicht werden.
1. Die jüngsten Diskussionen um Olympische Spiele und Fußball-Weltmeisterschaften: Einführung in die Thematik der polarisierenden Vergaben von Sportgroßereignissen und Definition des Forschungsziels.
2. Sportgroßveranstaltungen und deren mächtige Organisationen FIFA und IOC: Theoretische Darstellung des Begriffs Sportgroßveranstaltung sowie Analyse der Strukturen und Vergabeprozesse von FIFA und IOC.
3. Schwellenländer: Definition von Schwellenländern und Charakterisierung der für die Untersuchung relevanten Beispielländer Südafrika, Russland, Brasilien und Katar.
4. Ethik: Theoretischer Rahmen der Ethik, ihrer Grundfragen, Ziele und Grenzen sowie Grundlagen für die ethische Bewertung.
5. Die ethische Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern: Hauptteil der Arbeit mit detaillierter ethischer Bewertung der untersuchten Turniere unter Berücksichtigung von Investitionen, Chancen und Problemen.
6. Pilotstudie zur ethischen Bewertung von Sportgroßveranstaltungen in Schwellenländern: Empirische Untersuchung des Meinungsbildes der deutschen Bevölkerung zur Thematik mittels Online-Befragung.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung bei der Vergabe von Sportgroßereignissen.
8. Persönliches Schlussstatement: Reflexion des Verfassers über seine persönliche Auseinandersetzung mit der Thematik und seine Erkenntnisse.
Sportgroßveranstaltungen, Schwellenländer, Ethik, ethische Bewertung, FIFA, IOC, Fußball-Weltmeisterschaft, Olympische Spiele, Pilotstudie, Nachhaltigkeit, Korruption, Infrastruktur, soziale Auswirkungen, Wirtschaftswachstum, Menschenrechte.
Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Vergabe von Sportgroßereignissen wie Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen an Schwellenländer.
Die Arbeit verknüpft sportwissenschaftliche, wirtschaftliche und ethische Aspekte mit einer empirischen Untersuchung zur öffentlichen Meinung.
Das Ziel ist es, ein differenziertes Urteil darüber zu bilden, ob es ethisch vertretbar ist, Ressourcen in Schwellenländern für Sportgroßereignisse zu nutzen, anstatt sie in die soziale Infrastruktur zu investieren.
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche (theoretischer Teil) und einer eigenen quantitativen Pilotstudie in Form einer Online-Umfrage (empirischer Teil) genutzt.
Im Hauptteil werden vier spezifische Großereignisse (WM 2010 Südafrika, Olympia 2014 Sotschi, WM 2014 Brasilien, WM 2022 Katar) hinsichtlich ihrer Investitionen, Chancen und Probleme detailliert analysiert und ethisch bewertet.
Die zentralen Schlagworte sind Sportgroßveranstaltungen, Schwellenländer, Ethik, ethische Bewertung, FIFA, IOC und Nachhaltigkeit.
Die Rolle der FIFA wird kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf Korruptionsvorwürfe, undurchsichtige Vergabemodalitäten und die Ausbeutung von Arbeitskräften.
Der Autor bewertet das Handeln oft als kritisch, da die Bedürfnisse der Bevölkerung den wirtschaftlichen Interessen der Sportverbände und Sponsoren untergeordnet werden.
Die Befragten lehnen eine pauschale Verurteilung ab, fordern jedoch eine differenzierte Betrachtung und kritisieren mehrheitlich das Vorgehen von Sportverbänden wie FIFA und IOC.
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