Masterarbeit, 2015
123 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Fragestellung und Vorgehensweise
3 Definitionen
3.1 Spekulationsblase
3.2 Störung der Markteffizienz
3.2.1 Begrenzte Rationalität
3.2.2 Greater-Fool
3.2.3 Institutionalisierung/Herdentrieb
3.2.4 Liquidität
3.3 Experimentelle Märkte
3.4 Determinanten der Immobiliennachfrage
3.5 Determinanten des Immobilienangebots
3.6 Der Kreditmarkt
3.6.1 Rückkopplungseffekt
3.6.2 Finanzierungspolitik
3.6.3 Der Beleihungsauslauf
3.6.4 Die Zinssatzbindung
3.7 Notwendigkeit zur Absicherung des Systems
3.8 Auswirkungen
3.8.1 Konsumeffekte
3.8.2 Der Einfluss auf die Faktormobilität
3.9 Indikatoren zur Identifikation einer Immobilienpreisblase
3.10 Abgrenzung von anderen Vermögenspreisblasen
3.11 Der Einfluss der Geldpolitik
4 Historische Betrachtung von Blasen
4.1 Japan Mitte der 90er
4.1.1 Treiber der Blase
4.1.2 Geldpolitik
4.1.3 Suche nach Exit-Strategie
4.2 USA: Die Subprime-Krise
4.2.1 Wirtschaftliche Entwicklung der USA im Zeitraum von 1990 – 2013
4.2.2 Die Akteure
4.2.3 Das Platzen
4.3 Vergleich der Blasen
5 Analyse des deutschen Immobilienmarktes
5.1 Wirtschaftliches Umfeld
5.1.1 Bruttoinlandsprodukt
5.1.2 Einkommensentwicklung
5.1.3 Sparquote
5.1.4 Arbeitslosenquote
5.1.5 Einwohnerzahlen
5.2 Gesamter Immobilienmarkt
5.2.1 Nachfragedruck
5.2.2 Erschwinglichkeit
5.2.3 Zwischenfazit
5.3 Regionale Betrachtung
5.3.1 Berlin
5.3.2 Hamburg
5.3.3 München
5.3.4 Frankfurt
5.3.5 Vergleich der Städte
5.4 Einschätzung der aktuellen Lage
5.5 Prognose
5.5.1 Geldschwemme
5.5.2 Eurozone
5.5.3 Entwicklungen am Ölmarkt
5.5.4 Mietpreisbremse
5.5.5 Urbanisierung
5.5.6 Zwischenfazit
5.6 Handlungsempfehlungen
5.6.1 Privatleute
5.6.2 Politik
5.6.3 Zentralbanken
5.6.4 Banken
5.7 Diskussion der Daten
5.8 Fazit
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob deutsche Immobilien überbewertet sind oder ob die aktuellen Marktentwicklungen durch fundamentale makroökonomische Faktoren erklärbar sind. Dabei werden historische Immobilienblasen in Japan und den USA analysiert, um daraus Erkenntnisse für den deutschen Markt und dessen aktuelle Risikoeinschätzung abzuleiten.
3.1 Spekulationsblase
Man spricht allgemein von einer Spekulationsblase, wenn sich Vermögensgegenstände in exorbitant positiver Richtung entwickeln. Spekulationsblasen sind bereits im frühen 17. Jahrhundert, beispielsweise in Form der sogenannten Tulpenmanie in Holland, aufgetreten. Somit sind sie entgegen landläufiger Meinung keine Produkte der Globalisierung oder von technischen Neuerungen auf den Finanzmärkten.
Wie kommt es aber immer wieder zu diesen Blasenbildungen in Volkswirtschaften, welche massive negative Folgen nicht nur für das jeweilige Land, sondern durch die mittlerweile globale Vernetzung auch für nicht direkt betroffene Nationen haben?
In der Literatur wird immer wieder auf die Problematik verwiesen, dass sich Blasen nur ex-post identifizieren lassen, sprich nach deren Platzen. Wenn das Platzen verhindert werden könnte, würde man nur von einer Boom-Phase sprechen. Somit ist bereits die Abgrenzung zwischen einer Spekulationsblase und einem lediglich schnellen Preisanstieg in Märkten problematisch. Im Allgemeinen wird von einer Spekulationsblase gesprochen, wenn der Buchwert der Vermögensgegenstände signifikant vom langfristigen Trend abweicht. Dieser Trend wird durch den Fundamentalwert ermittelt. Der Fundamentalwert ergibt sich aus den abdiskontierten zukünftigen erwarteten Gewinnen und Dividenden eines Assets. Hier liegt eine Abnormität der Blase; obwohl sich der Kurswert eines Assets negativ auf seine Rendite auswirkt, kommt es beim Vorliegen einer Blase nicht zum Verkauf, sondern im Gegenteil zum Kauf des Assets. Letztlich steigen Preis und Nachfrage stark an. Die erwarteten Wertsteigerungen halten somit die Gesamtrendite konstant, teilweise erhöht sich die Rendite sogar noch. Dies ist allerdings nicht mit der Analyse der Fundamentalwerte vereinbar, da hier die Wertentwicklung die Erwartungsbildung nicht entsprechend mit einbezieht.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Diskussion um mögliche Überbewertungen auf dem deutschen Immobilienmarkt ein und stellt das Ziel der Untersuchung vor.
2 Fragestellung und Vorgehensweise: Es wird die Forschungsfrage definiert sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit erläutert.
3 Definitionen: Das Kapitel liefert die notwendigen theoretischen Grundlagen zu Spekulationsblasen, deren Ursachen und den Faktoren, die den Immobilienmarkt maßgeblich beeinflussen.
4 Historische Betrachtung von Blasen: Anhand der Immobilienkrisen in Japan und den USA werden Entstehungsmechanismen, geldpolitische Einflüsse und die Auswirkungen des Platzens von Blasen aufgezeigt.
5 Analyse des deutschen Immobilienmarktes: Das Kapitel untersucht das wirtschaftliche Umfeld, den Gesamtmarkt sowie ausgewählte Städte und gibt eine Einschätzung der aktuellen Lage sowie eine Prognose ab.
6 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden zusammenfassend dargestellt und die Risiken für den deutschen Immobilienmarkt diskutiert.
Immobilienmarkt, Spekulationsblase, Subprime-Krise, Geldpolitik, Leitzinsen, Markteffizienz, Immobiliennachfrage, Kreditmarkt, Immobilienpreise, Finanzkrise, Blasenbildung, Eigenkapital, Hypothekenkredite, Risikomanagement, Immobilienblase
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Immobilien in Deutschland aktuell überbewertet sind oder ob sich die Preisentwicklungen durch fundamentale wirtschaftliche Faktoren begründen lassen.
Die Arbeit behandelt die Entstehung von Spekulationsblasen, historische Krisenbeispiele (Japan und USA), die Analyse des deutschen Immobilienmarktes sowie aktuelle Faktoren wie Geldpolitik und Mietpreisregulierung.
Das primäre Ziel ist es, die aktuelle Marktlage in Deutschland einzuordnen und zu bewerten, ob ein erhöhtes Risiko für eine Immobilienblase besteht.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung von Begrifflichkeiten, gefolgt von einer historischen Vergleichsanalyse der Immobilienkrisen in Japan und den USA, um diese Erkenntnisse auf den deutschen Markt zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine historische Analyse ausländischer Immobilienblasen sowie eine detaillierte Untersuchung des deutschen Immobilienmarktes, inklusive regionaler Unterschiede und Zukunftsprognosen.
Wichtige Schlagworte sind Immobilienmarkt, Spekulationsblase, Subprime-Krise, Geldpolitik, Leitzinsen, Markteffizienz sowie Immobilienpreisentwicklung und Finanzstabilität.
Die Arbeit diskutiert kritisch, wie die Niedrigzinspolitik der EZB zur Attraktivität von Immobilieninvestitionen beiträgt und ob dies das Risiko einer Überhitzung fördert.
Der Autor empfiehlt, bei Immobilienkäufen Vorsicht walten zu lassen, Marktkenntnisse zu erwerben und besonders bei der Altersvorsorge langfristige Zinsbindungen sowie die aktuelle Preisentwicklung zu berücksichtigen.
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