Diplomarbeit, 2015
23 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Chancen
2.1 Vorteile für den Aktienhandel
2.2 Schuldner profitieren
2.2.1 Baugewerbe
2.2.2 Luxusgüter
2.2.3 Investitionen durch Unternehmen
2.3 Wichtig für den staatlichen Schuldenabbau
3 Gefahren
3.1 Euroschwemme
3.2 Kapitalgebundene Alterssicherung
3.2.1 Pensionskassen
3.2.2 Bausparkassen
3.2.3 Lebensversicherungen
3.3 Deflation?
3.4 Sparverluste
4 Exit
4.1 Definition und Notwendigkeit
4.2 Der Ausstieg Japans
4.3 Vorgehensweise
4.3.1 Zeitpunkt
4.3.2 Kommunikation
4.3.3 Sanfter Anstieg
4.3.4 Quantitative Lockerung
5 Schluss
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der aktuellen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Eurozone. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie die Chancen und Risiken dieses Niedrigzinsumfeldes zu bewerten sind und welche Strategien für einen zukünftigen "Exit" aus dieser Phase unter Berücksichtigung internationaler Erfahrungen, insbesondere Japans, in Betracht kommen.
2.1 Vorteile für den Aktienhandel
Die Niedrigzinsphase begünstigt durch mehrere Faktoren einen Anstieg der Aktienkurse aufgrund vermehrten Interesses an Firmenbeteiligungen:
Durch günstige Kredite wird die Beschaffung von Geldern für Spekulationen gefördert.
Eine Lagerung der Geldreserven auf Bankkonten ist, aufgrund der Inflationsrate, die über dem Guthabenszins liegt, nicht zu empfehlen.
Gemäß Bert Flossbach sollten „Sparer zu Investoren werden“, was durch den Ankauf von Aktien passiert. „Aktien sind Sachwerte. Dahinter steckt ein echter Wert, ein Unternehmen mit Fabrikhallen, Maschinen, Mitarbeiten. Kauft jemand Anteile an dieser Firma, wird er zum Miteigentümer. Wenn es gut läuft, wird er am Gewinn beteiligt.“
„Auf den ersten Blick klingt es vor diesem Hintergrund auch schon ein wenig absurd, dass die Aktienmärkte sich von der konjunkturellen Entwicklung mehr und mehr abkoppeln und eher neue Höchststände in fast allen Regionen der Welt markieren. Aber es ist genau das billige Geld, welches mit dem heutigen Tag noch etwas billiger geworden ist, was die Aktienmärkte antreibt.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Situation der Zinslosigkeit in der Eurozone ein und benennt die geldpolitischen Instrumente der EZB sowie den Kontext der Finanzkrise.
2 Chancen: In diesem Kapitel werden die positiven Aspekte des Niedrigzinsumfelds für den Aktienhandel, verschiedene Schuldnergruppen sowie den staatlichen Schuldenabbau dargestellt.
3 Gefahren: Dieses Kapitel thematisiert die negativen Auswirkungen, darunter die Euroschwemme, Probleme für die kapitalgebundene Alterssicherung, Deflationssorgen und Sparverluste.
4 Exit: Der Exit-Prozess wird definiert und anhand japanischer Erfahrungswerte analysiert, wobei Zeitpunkt, Kommunikation und Vorgehensweisen wie der sanfte Anstieg und die quantitative Lockerung beleuchtet werden.
5 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Problematik zusammen und betont die Komplexität sowie die Unsicherheit, die mit der Steuerung des Leitzinses als Werkzeug der EZB verbunden ist.
Niedrigzinspolitik, EZB, Leitzins, Aktienhandel, Euroschwemme, Pensionskassen, Lebensversicherungen, Deflation, Sparverluste, Exit-Strategie, Zinswende, Quantitative Lockerung, Geldpolitik, Finanzkrise, Schuldenabbau.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des historisch niedrigen Zinsniveaus in der Eurozone sowie die daraus resultierenden Chancen und Gefahren für verschiedene wirtschaftliche Bereiche.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen auf den Aktienmarkt, das Baugewerbe, staatliche Schulden, sowie die Risiken für Sparer und die kapitalgebundene Altersvorsorge.
Ziel ist es, das aktuelle Zinsumfeld zu bewerten und basierend auf historischen Beispielen (Japan) Strategien für einen möglichen "Exit" der EZB aus der Niedrigzinspolitik zu diskutieren.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung aktueller wirtschaftspolitischer Berichte, Daten der Deutschen Bundesbank sowie Einschätzungen von Finanzexperten und Forschungsinstituten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Chancen für Investoren und Schuldner, eine detaillierte Analyse der Gefahren (Versicherungen, Deflation, Ersparnisse) und eine Untersuchung möglicher Exit-Szenarien.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Niedrigzinspolitik, Zinswende, EZB, Deflationsgefahr und Exit-Strategie charakterisiert.
Japan wird genutzt, da das Land bereits in den 1990er Jahren eine ähnliche Krise sowie den Prozess der Nullzinspolitik durchlief und wertvolle Erkenntnisse für die EZB bezüglich der Kommunikation und des Vorgehens liefert.
Laut der Arbeit ist eine klare und zielgerichtete Kommunikation für die EZB entscheidend, um die Erwartungen der Märkte zu steuern und bei einer Zinswende unnötige Panik zu vermeiden.
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