Examensarbeit, 2015
185 Seiten, Note: 1.0
1 Diskussion des Begriffs der Rechenstörung
1.1 Rechenstörungen laut dem Klassifikationskatalog der WHO
1.2 Die Diskrepanzdefinition der WHO in der Kritik
1.2.1 Kritische Autoren
1.2.1.1 Michael Gaidoschik
1.2.1.2 Hans-Dieter Gerster
1.2.1.3 Hans Grissemann
1.2.1.4 Karin Landerl und Liane Kaufmann
1.2.1.5 Jens Holger Lorenz und Hendrik Radatz
1.2.1.6 Wilhelm Schipper
1.2.2 Zusammenfassung der Hauptkritikpunkte und Stellungnahme
1.3 Illustration von Rechenschwierigkeiten anhand dreier Fallberichte
1.3.1 Der siebenjährige Kai
1.3.1.1 Vorstellung des Kindes
1.3.1.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten
1.3.1.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten
1.3.1.4 Langfristige Auswirkungen
1.3.1.5 Ursachenvermutungen
1.3.2 Die achtjährige Melanie
1.3.2.1 Vorstellung des Kindes
1.3.2.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten
1.3.2.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten
1.3.2.4 Langfristige Auswirkungen
1.3.2.5 Ursachenvermutungen
1.3.3 Der zehnjährige Adam
1.3.3.1 Vorstellung des Kindes
1.3.3.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten
1.3.3.3 Reaktionen auf die Rechenschwierigkeiten
1.3.3.4 Langfristige Auswirkungen
1.3.3.5 Ursachenvermutungen
2 Medien und Bildung
2.1 Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
2.1.1 KIM-Studie und JIM-Studie im Vergleich
2.1.1.1 Gerätebesitz
2.1.1.2 Freizeitaktivitäten
2.1.1.3 Medienbindung
2.1.1.4 Konsumverhalten
2.1.1.5 Lieblingssendungen
2.1.1.6 Langfristige Veränderungen im Medienverhalten
2.1.1.7 Zusammenfassung der Studienergebnisse
2.1.2 Weitere Studienprojekte: mini-KIM-Studie und FIM-Studie
2.1.2.1 Forschungsergebnisse der mini-KIM-Studie
2.1.2.2 Forschungsergebnisse der FIM-Studie
2.1.3 Ergebniszusammenfassung der vier Studienprojekte
2.2 Populäre Meinungen zu Fernsehkonsum und Bildung
2.2.1 Öffentliche Haltungen zu Fernsehen und Bildung
2.2.2 Fernsehkritiker versus Fernsehbefürworter
2.2.2.1 Kritiker des Fernsehapparates: Manfred Spitzer
2.2.2.2 Kritik an Spitzers Thesen
2.2.2.3 Befürworter des Fernsehens: Steven Johnson
2.2.2.4 Kritik an Johnsons Thesen
2.3 Untersuchungen zu Fernsehkonsum und Bildung
2.3.1 KFN-Studie
2.3.1.1 Zum Gerätebesitz der Viertklässler
2.3.1.2 Gerätebesitz und Konsumverhalten
2.3.1.3 Schulleistung
2.3.2 Winterstein-Experiment
2.3.3 Sisimpur-Studie
2.3.4 Fazit
3 Empirische Untersuchung
3.1 Erhebung durch Schülerfragebögen und Lehrerbewertungsbogen
3.1.1 Datenerhebungstabelle
3.1.2 Datenaufbereitung
3.1.2.1 Aufbereitung nach der Dauer des Fernsehkonsums
3.1.2.2 Aufbereitung nach der Art des Fernsehkonsums
3.1.2.3 Aufbereitung nach der Art der sonstigen Freizeitgestaltung
3.2 Explorative Datenanalyse
3.2.1 Divisive hierarchische Analyse
3.2.1.1 Aufbau der Grafiken
3.2.1.2 Auswertung der hierarchischen Analyse
3.2.1.3 Interpretationen
3.2.2 Tabellarische Analyse
3.2.2.1 Gesamtpopulation
3.2.2.2 Feminine Teilpopulation
3.2.2.3 Maskuline Teilpopulation
3.2.2.4 Auswertung der tabellarischen Analyse
Die Arbeit untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen dem Fernsehkonsum und der Mathematikleistung von Kindern in der neunten Klasse einer Realschule. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob eine hohe Nutzungsdauer von Fernsehmedien negative Auswirkungen auf die schulischen Leistungen in Mathematik hat.
1.3.1.2 Beschreibung der Rechenschwierigkeiten
Kai hat Probleme beim Kopfrechnen, nutzt deshalb die Finger als Zählhilfe, was allerdings dazu führt, dass er viel Zeit benötigt, um auf das Ergebnis zu kommen. Aufgrund dessen beteiligt er sich beim Spiel Eckenrechnen nur ungern, da alle Mitschülerinnen und Mitschüler die Kopfrechenaufgaben schneller lösen können als er, weshalb er oft als letzter das Ziel erreicht. Geht es um Rechnungen in größeren Zahlenräumen, versagt Kai vollkommen, denn dann hilft ihm seine Zählstrategie überhaupt nicht mehr, da sie ihn überfordert. Kai war während des ersten Schuljahrs unauffällig. Bei der Betrachtung des Lehrerberichts über die Aussagen über die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern werden kleinere Unsicherheiten im mathematischen Fach deutlich. So heißt es beispielsweise an verschiedenen Stellen, dass „manchmal noch Hilfestellungen der Lehrkraft“ nötig seien oder „die Aufgaben nur mit Hilfe gelöst“ worden wären. Allerdings klingt das Zeugnis insgesamt positiv und gibt keinerlei Hinweise auf größere Rechenschwierigkeiten. Ab der zweiten Jahrgangsstufe ändert sich dies allerdings dramatisch. Kai kann nur bedingt subtrahieren. Folgende Beispiele zeigen einige Problemfelder des Schülers:
Diskussion des Begriffs der Rechenstörung: Dieses Kapitel kritisiert die medizinische WHO-Definition von Rechenstörungen und illustriert durch Fallberichte, wie komplexe Ursachengefüge die Mathematikleistung von Kindern beeinflussen können.
Medien und Bildung: Hier werden Studien zum Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen vorgestellt und konträre medienkritische sowie medienbefürwortende Thesen diskutiert, um deren Einfluss auf die Schulleistung zu beleuchten.
Empirische Untersuchung: Das letzte Kapitel präsentiert eine selbst durchgeführte Erhebung an einer neunten Realschulklasse, bei der Daten zum Fernsehkonsum und zur Mathematikleistung korrelativ analysiert werden.
Rechenstörung, Dyskalkulie, Fernsehkonsum, Medienverhalten, Schulleistung, Mathematik, empirische Untersuchung, Bildungsforschung, Medienbindung, Datenerhebung, Datenanalyse, Lernschwierigkeiten, Jugendliche, Medienkonsum, Mathematikleistung.
Die Arbeit untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen dem täglichen Fernsehkonsum und der Mathematikleistung von Schülerinnen und Schülern in einer neunten Realschulklasse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Rechenstörungen, dem Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen basierend auf bekannten Studien sowie einer eigenen empirischen Datenauswertung.
Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob und inwieweit ein hoher Fernsehkonsum tatsächlich zu einer Verschlechterung der Mathematikleistungen führt, wie es oft öffentlich behauptet wird.
Es werden eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur (Diskurs über Rechenstörungs-Definitionen) und eine empirische Datenerhebung mittels Schülerfragebögen und Lehrerbewertungsbögen angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion der medizinischen Definition von Rechenstörungen, eine Analyse von Studien zum Medienkonsum sowie die Durchführung und Auswertung einer eigenen explorativen Datenanalyse.
Wichtige Begriffe sind Rechenstörung, Fernsehkonsum, Medienbindung, Schulleistung, explorative Datenanalyse und Mathematikleistung.
Die Arbeit nutzt die Kategorisierung in Wenigseher, Mittelseher und Vielseher basierend auf der täglichen Nutzungsdauer, um mathematische Leistungen vergleichbar zu machen.
Die Fallberichte illustrieren praxisnah, wie individuelle Rechenschwierigkeiten im Alltag auftreten und dass sie oft in einem komplexen Geflecht aus sozialen und persönlichen Faktoren entstehen, anstatt nur eine medizinische Ursache zu haben.
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