Bachelorarbeit, 2013
35 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Begriffliche Abgrenzung
3 Funktionen von Verrechnungspreisen
3.1 Koordinationsfunktion
3.2 Erfolgsermittlungsfunktion
3.3 Preisrechtfertigungsfunktion
3.4 Steuergestaltungsfunktion
4 Zwischenfazit
5 Betriebswirtschaftliche Methoden zur Ermittlung von Verrechnungspreisen
5.1 Marktorientierte Verrechnungspreise
5.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise
5.2.1 Verrechnungspreise auf Grenzkostenbasis
5.2.2 Verrechnungspreise auf Vollkostenbasis
5.2.3 Verrechnungspreise auf Vollkostenbasis plus Gewinnaufschlag
5.3 Verhandlungsbasierte Verrechnungspreise
6 Anwendung der Methoden und Auswirkungen
6.1 Marktorientierte Verrechnungspreise
6.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise
6.2.1 Grenzkosten
6.2.2 Vollkosten
6.2.3 Vollkosten plus Gewinnaufschlag
6.3 Verhandlungsbasierte Verrechnungspreise
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung von Verrechnungspreisen als Instrument der Unternehmenssteuerung. Dabei wird untersucht, wie durch verschiedene Methoden zur Verrechnungspreisbildung die Koordination dezentraler Unternehmensbereiche optimiert und der Unternehmenserfolg gemessen werden kann, während gleichzeitig potenzielle Zielkonflikte aufgezeigt werden.
3.1 Koordinationsfunktion
Die Koordinations- bzw. Lenkungsfunktion nimmt eine zentrale Position in der Verrechnungspreisgestaltung ein. Der Einsatz von Verrechnungspreisen fördert die Koordination und Abstimmung der dezentralen Organisationsbereiche und trägt dazu bei, dass weniger Instanzen gebildet werden müssen.
Die Koordinationsfunktion besitzt folgende wesentliche Eigenschaften: • Sie lenkt die Ressourcenallokation: Knappe Produktionsfaktoren sowie Investitionsmittel werden mittels Lenkpreise zu einer optimalen Verwendung, organisatorische Teilbereiche auf das Erreichen des Gesamtunternehmensziels, nämlich der Gewinnmaximierung, gelenkt. • Sie erleichtert die Planung: Durch Verrechnungspreise kann die Entscheidung zwischen Fremdbezug oder Eigenerzeugung („make or buy“ Entscheidung) simplifiziert werden. • Sie legt die Preise fest: Verrechnungspreise kalkulieren die Preise für Produkte, die auf dem Markt neu angeboten werden. • Sie fungiert unter bilanziellen Aspekten als Bestandsbewertung.
Angesichts der dezentralen Organisationsstruktur versuchen die Bereichsmanager die Bereichsgewinne für ihren Verantwortungsbereich zu optimieren. Der kritische Punkt hierbei ist, dass Interessenskonflikte zwischen den Bereichen und der Zentrale entstehen, wenn Entscheidungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten an die Bereichsleitung übergeben werden und diese anhand ihres Bereichserfolgs bewertet wird. So kann es zu dem Fall kommen, dass die getroffenen Entscheidungen für die jeweiligen Bereiche zwar vorteilhaft erscheinen, sich aber aus Sicht des Gesamtunternehmens als unvorteilhaft für die Erreichung des Gesamtunternehmensziels erweisen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Globalisierung und Dezentralisierung in Unternehmen und führt die Verrechnungspreisproblematik als Instrument der Koordination und Steuerung ein.
2 Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert Verrechnungspreise als Wertansätze für den innerbetrieblichen Leistungsaustausch und grenzt verschiedene Fachbegriffe voneinander ab.
3 Funktionen von Verrechnungspreisen: Hier werden die internen und externen Funktionen, insbesondere die Koordinations- und Erfolgsermittlungsfunktion, detailliert erläutert.
4 Zwischenfazit: Das Kapitel analysiert Zielkonflikte, die entstehen können, wenn ein Verrechnungspreis gleichzeitig mehrere Funktionen, wie Koordination und Erfolgsermittlung, erfüllen muss.
5 Betriebswirtschaftliche Methoden zur Ermittlung von Verrechnungspreisen: Es werden die drei Hauptansätze – markt-, kostenorientierte und verhandlungsbasierte Verrechnungspreise – vorgestellt und in ihrer theoretischen Fundierung beschrieben.
6 Anwendung der Methoden und Auswirkungen: Dieses Kapitel untersucht die praktische Eignung der zuvor vorgestellten Methoden und analysiert die mit deren Anwendung verbundenen Konsequenzen und Probleme.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass es keinen universellen „richtigen“ Verrechnungspreis gibt, sondern die Wahl der Methode individuell von den Unternehmensstrukturen abhängen muss.
Verrechnungspreise, Unternehmenssteuerung, Koordination, Erfolgsermittlung, Dezentralisierung, Kostenorientierung, Marktpreise, Verhandlungsbasierte Preise, Gewinnmaximierung, Profit Center, Ressourcenallokation, Zielkonflikte, Interdependenzen, Gesamtergebnis, Preisrechtfertigung
Die Arbeit analysiert die Rolle von Verrechnungspreisen als wesentliches Instrument zur Steuerung von dezentralen Unternehmensbereichen und ihre Bedeutung für die Koordination und Erfolgsmessung im Konzern.
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Funktionen, den Ermittlungsmethoden (markt- und kostenorientiert sowie verhandlungsbasiert) und den praktischen Auswirkungen von Verrechnungspreissystemen.
Das Ziel ist es, Transparenz über die Bedeutung der Verrechnungspreise zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese zur Steuerung dezentraler Einheiten beitragen können, unter Berücksichtigung von Zielkonflikten.
Die Arbeit untersucht drei Ansätze: marktorientierte Preise, kostenorientierte Verfahren (Grenzkosten, Vollkosten, Vollkosten plus Gewinnaufschlag) sowie verhandlungsbasierte Verrechnungspreise.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Funktionen, die detaillierte Vorstellung der Ermittlungsmethoden und die anschließende kritische Analyse ihrer Anwendung und Auswirkungen in der Praxis.
Zentrale Begriffe sind Verrechnungspreise, Unternehmenssteuerung, Koordination, Erfolgsermittlung, Profit Center, Ressourcenallokation und Zielkonflikte.
Die Arbeit betont den Konflikt zwischen der Koordinationsfunktion, die ein Gesamtoptimum anstrebt, und der Erfolgsermittlungsfunktion, welche die leistungsgerechte Verteilung von Gewinnen auf die einzelnen Bereiche fokussiert.
Der Autor argumentiert, dass keine der untersuchten Methoden alle Funktionen gleichzeitig perfekt erfüllen kann; daher muss die Wahl der Methode stets unter Berücksichtigung der individuellen Organisationsstruktur und des Geschäftsfeldes getroffen werden.
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