Masterarbeit, 2014
70 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Zielsetzung
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Die Besonderheiten des Sportmarketings
2.1.1 Marketing von Sport
2.1.2 Marketing mit Sport
2.2 Die Verortung des Begriffs Neuromarketing
2.2.1 Begriffsdefinition Neurowissenschaft
2.2.2 Begriffsdefinition Neuroökonomie
2.2.3 Begriffsdefinition und Entstehungsgeschichte des Neuromarketings
3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES KONSUMVERHALTENS AUS NEUROPSYCHOLOGISCHER SICHT
3.1 Emotionale Informationsverarbeitung im Gehirn
3.2 Die wesentlichen Emotionssysteme des Menschen
3.2.1 Balance, Dominanz und Stimulanz
3.2.2 Die Limbic® Map
3.2.3 Die Limbic® Types
4 EMOTIONALE MARKENFÜHRUNG DURCH MULTISENSUALE INFORMATIONSVERARBEITUNG
4.1 Markenidentität, Markenpositionierung und Markenimage
4.2 Die Relevanz von Emotionen in der Markenführung
4.3 Emotionalisierung von Marken durch multisensuale Ansprache
5 MARKENKOMMUNIKATION MIT SPORT
5.1 Sporterlebniswelten als effiziente Kommunikationsplattform für Werbebotschaften
5.2 Der aktuelle wissenschaftliche Stand des Neuromarketings im Sport
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNG
6.1 Rückschlüsse auf die Problemstellung
6.2 Implikationen für das Sportmarketing
6.3 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, wie durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse Werbebotschaften in sportaffinen Umfeldern emotional gestaltet werden können, um das Konsumverhalten gezielt zu beeinflussen. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Sport als Kommunikationsplattform.
3.2.1 Balance, Dominanz und Stimulanz
Die drei wichtigsten Emotionssysteme können nach Wünsche und Befehle eingeordnet werden. Tabelle 1 vergleicht die Systeme miteinander und stellt die Differenzen zusammenfassend dar.
Den größten Einfluss auf Kaufentscheidungen hat mit Abstand das Balance-System. Der Mensch strebt nach Sicherheit, körperlicher Nähe und Geborgenheit, um ein gewisses Wohlbefinden zu verspüren. Empfindet ein Konsument Ängste bzw. fühlt sich Unsicher bei der Beratung eines Produktes, so wird er den Kauf höchstwahrscheinlich allein durch die negativ wahrgenommenen Emotionen nicht tätigen und eine Ort aufsuchen, der Gegenteiliges bewirkt.
Das Dominanz-System beschreibt die vermeintlich selbst ernannten „Siegertypen“ der Gesellschaft. Diese Zielgruppe strebt nach Macht, Kontrolle, Überlegenheit und handelt vorzugsweise autonom.
Die Gier nach neuen und innovativen Produkten lässt sich aus der sich stetig abnehmenden „Halbwertszeiten“ von Waren ableiten. Galt ein „Full HD“ Fernsehgerät bis vor kurzem noch als ein „Highendprodukt“, so muss es gegenwärtig schon ein „4K Gerät“ inkl. „Wireless LAN“, „Internetbrowser“ und „Social TV“ sein. Der Drang zu neuen Kauferlebnissen ist im sogenannten Stimulanz-System begründet. Die Abwechslung und die stetige suche nach Abenteuern belohnt diese Zielgruppe mit Glück und Zufriedenheit.
Es ist zu konstatieren, dass die Erfüllung und Nichterfüllung der jeweiligen Befehle der Emotionssysteme positive (Wünsche) sowie negative (Vermeidung) Gefühle auslöst, die den komplexen Verlauf von Kaufentscheidungen stark beeinflussen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die ökonomische Relevanz des Sportsponsorings und Problemstellung hinsichtlich der Wirkungsweise von Werbeinvestitionen.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Definition der Sportmarketing-Perspektiven sowie grundlegende Erläuterung der Neurowissenschaft, Neuroökonomie und des Neuromarketings.
3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES KONSUMVERHALTENS AUS NEUROPSYCHOLOGISCHER SICHT: Analyse der emotionalen Informationsverarbeitung im Gehirn und Vorstellung des Limbic®-Modells zur Erklärung menschlicher Motivsysteme.
4 EMOTIONALE MARKENFÜHRUNG DURCH MULTISENSUALE INFORMATIONSVERARBEITUNG: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Markenidentität, Emotionen und der multisensualen Ansprache zur Steigerung der Markenwirksamkeit.
5 MARKENKOMMUNIKATION MIT SPORT: Darstellung von Sporterlebniswelten als Plattform zur emotionalen Markenaufladung und Überblick über den Stand der Forschung.
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNG: Ableitung konkreter Strategien für das Sportmarketing basierend auf den Erkenntnissen zum limbischen System und der Markenpositionierung.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Komprimierte Wiederholung der zentralen Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Emotionen und neurowissenschaftlich fundiertem Sponsoring.
Neuromarketing, Sportmarketing, Sportsponsoring, Limbic® Map, Konsumverhalten, Markenführung, Emotionen, Multisensualität, Markenidentität, Zielgruppensegmentierung, Limbic® Types, Neuroökonomie, Werbewirkung, Sporterlebniswelten, Imagetransfer
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen neurowissenschaftliche Erkenntnisse nutzen können, um effektivere Marketingstrategien, insbesondere im Bereich Sportsponsoring, zu entwickeln.
Zentral sind die Themen Neuromarketing, das limbische System, emotionale Markenführung, multisensuale Werbemaßnahmen und die Anwendung dieser Konzepte im Sportbusiness.
Das Ziel ist es, auf Basis neuropsychologischer Erklärungsansätze aufzuzeigen, wie Werbebotschaften so konzipiert werden können, dass sie wunschgemäß das Konsumverhalten beeinflussen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die bestehende Literatur und Studien zum Neuromarketing und Sportmanagement synthetisiert, um Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil widmet sich der neuropsychologischen Basis des Konsumverhaltens, der Markenführung durch Emotionen und der spezifischen Rolle von Sporterlebniswelten für die Markenkommunikation.
Besonders prägend sind Neuromarketing, Limbic®-System, Emotionen, Sporterlebniswelten und Markenidentität.
Sie dienen als Werkzeug zur neurowissenschaftlichen Zielgruppensegmentierung, um Kunden basierend auf ihrem Motiv- und Emotionsmix gezielter anzusprechen.
Opel dient als Beispiel für einen Imagewechsel mittels einer emotional orientierten Strategie ("Umparken im Kopf") und einer gezielten Rückkehr zum Sportsponsoring.
Es beschreibt die Ansprache von Kunden über mindestens drei verschiedene Sinne, um die im Gedächtnis verankerte positive Markenassoziation zu verstärken.
Es wird als das "Machtzentrum" des Gehirns definiert, in dem emotionale Signale verarbeitet werden und das somit der wahre Taktgeber für Kaufentscheidungen ist.
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