Masterarbeit, 2013
134 Seiten, Note: 2,0
EINLEITUNG
1 THEORETISCHER RAHMEN
1.1 Zum Behinderungsbegriff
1.2 Inklusion
1.3 Selbstbestimmung und Empowerment
1.4 Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft
2 BESCHREIBUNG DES FORSCHUNGSFELDES
2.1 Die Systeme Eingliederungshilfe und berufliche Rehabilitation als rechtlicher und inhaltlich-programmatischer Rahmen der WfbM
2.1.1 Grundsätzliches Spannungsverhältnis im Dienstleistungsdreieck
2.1.2 Beschreibung der WfbM als Leistungserbringer
2.1.3 Leistungsberechtigte und Zugang zur WfbM
2.1.4 Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
2.1.5 Sozialpolitische und rechtliche Entwicklungen
3 THEORIEGELEITETER MAßSTAB
3.1 Entwicklung der Kategorien des theoriegeleiteten Maßstabes
3.2 Exemplarische Anwendung des Maßstabes als Textanalyseinstrument
4 ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG
AUSBLICK
Die vorliegende Masterthesis zielt darauf ab, einen theoriegeleiteten Maßstab zu entwickeln, der als Analyse- und Entwicklungsinstrument für Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) fungiert, um die Inklusionsbemühungen in diesen Einrichtungen zu bewerten und Potenziale für eine weiterführende Öffnung hin zu inklusiven Strukturen aufzuzeigen.
1.2 Inklusion
Der Begriff Inklusion (lat. = inclusio) bedeutet so viel wie "Einschluss" oder auch "Enthalten sein". Inklusion beschreibt also die Zugehörigkeit aller Menschen zur Gesellschaft, verbunden mit der Möglichkeit zur uneingeschränkten Teilhabe in allen Bereichen dieser Gesellschaft.
„„Inklusion“ heißt, Menschen willkommen zu heißen. Niemand wird ausgeschlossen, alle gehören dazu: zu unserer Gesellschaft. Alle werden anerkannt und alle können was beitragen. Unsere Gesellschaft wird reicher durch die Vielfalt aller Menschen, die in ihr leben. Das Wort Inklusion bedeutet auch, nachzudenken und zu beobachten: Wo und warum werden Menschen noch ausgeschlossen? Wie können wir das ändern?“
Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 wendet sich mit der Forderung nach Inklusion gegen eine gesellschaftliche Marginalisierung, da sie nicht nur für Menschen mit Behinderungen gilt, sondern auch andere Menschen, die beispielsweise wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer sozialen Stellung benachteiligt werden, mit einschließt.
Inklusion ist jedoch keine Einstellung, bei der ich „einen inneren Schalter umlegen“ kann, sondern eine verfestigte innere Haltung, die das Denken und Handeln bestimmt und die sich damit wiederum reziprok auf die Gesellschaft auswirken kann. Brokamp verweist hier vor allem auf den Prozesscharakter von Inklusion.
EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz der Forschungsfrage nach der Inklusionsfähigkeit von Werkstätten vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit als Fachberaterin.
1 THEORETISCHER RAHMEN: Es werden grundlegende Begriffe wie Behinderung, Inklusion, Selbstbestimmung und Empowerment theoretisch definiert und in den Kontext sozialer Teilhabe gesetzt.
2 BESCHREIBUNG DES FORSCHUNGSFELDES: Dieses Kapitel beleuchtet das System der Eingliederungshilfe und die Rahmenbedingungen der WfbM unter kritischer Betrachtung aktueller Inklusionsdebatten.
3 THEORIEGELEITETER MAßSTAB: Hier wird ein Instrument zur Messung und Entwicklung von Inklusion in Werkstätten erarbeitet und exemplarisch auf drei Werkstattkonzepte angewendet.
4 ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG: Die Autorin bilanziert, dass Werkstätten trotz Bemühungen oft noch exklusive Sonderwelten darstellen und einen hohen Reformbedarf zur Umsetzung inklusiver Prozesse haben.
AUSBLICK: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung von Netzwerkarbeit und der Haltung als Inhaber von Rechten, um Inklusion als fortlaufenden Prozess zu gestalten.
Inklusion, Werkstätten für behinderte Menschen, WfbM, Selbstbestimmung, Empowerment, Teilhabe am Arbeitsleben, Eingliederungshilfe, UN-Behindertenrechtskonvention, Inklusive Strukturen, Inklusive Kulturen, Übergangsförderung, Soziale Teilhabe, Arbeitsmarkt, Sozialrecht, Inhaltsanalyse.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) Inklusion umsetzen können und ob sie Orte der Inklusion darstellen oder eher als exklusive Sonderwelten fungieren.
Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit den Begriffen Inklusion, Selbstbestimmung, Empowerment sowie der beruflichen Teilhabe und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Eingliederungshilfe.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines theoriegeleiteten Maßstabes, der als Analyse- und Entwicklungsinstrument dient, um Werkstätten bei der Umsetzung inklusiver Prozesse zu unterstützen.
Die Autorin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um verschiedene Textquellen, Konzepte und Diskussionen aus den letzten 10 Jahren auszuwerten.
Der Hauptteil beschreibt das Forschungsfeld WfbM, die theoretischen Hintergründe und diskutiert Herausforderungen wie den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und das Spannungsverhältnis im Dienstleistungsdreieck.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Inklusion, Empowerment, WfbM, soziale Teilhabe und den Prozesscharakter von Inklusionsbemühungen beschreiben.
Während Integration oft innerhalb bestehender Sondereinrichtungen erfolgt, fordert Inklusion eine gesellschaftliche Struktur, die Vielfalt als Normalität begreift und niemanden ausschließt.
Die Arbeit zeigt auf, dass das Persönliche Budget zwar ein wichtiges Instrument zur Förderung der Selbstbestimmung ist, in der Praxis jedoch noch zu selten genutzt wird und eine zu geringe Bekanntheit aufweist.
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