Examensarbeit, 2012
49 Seiten, Note: 8,5
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der gerichtsinternen Mediation, einem relativ neuen Instrument der Streitbeilegung im deutschen Zivilprozess. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Tätigwerdens des Richters als Mediator und des Mediators als Richter im Zivilprozess zu untersuchen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz der gerichtsinternen Mediation im heutigen Rechtswesen herausstellt. Anschließend werden die Begriffe "Richter" und "Mediation/Mediator" definiert. Im dritten Kapitel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der gerichtsinternen Mediation beleuchtet, insbesondere die Rechtsgrundlagen für das Tätigwerden des Richters als Mediator. Das vierte Kapitel befasst sich mit der Einbindung der gerichtsinternen Mediation in die Zivilgerichtsbarkeit, wobei die Verfahrensvoraussetzungen im Fokus stehen. Kapitel fünf widmet sich den Prozessmaximen und ihrer Relevanz im Kontext der gerichtsinternen Mediation.
Im sechsten Kapitel wird die Durchführung der gerichtsinternen Mediation analysiert, mit besonderem Augenmerk auf die Rechtsnatur des erzielten Ergebnisses. Das siebte Kapitel beleuchtet die weichen Faktoren der gerichtsinternen Mediation, sowohl personelle Faktoren wie die Ausbildung der Richtermediatoren als auch strukturelle Faktoren wie die Umgebung und der Zeitrahmen. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und einer Diskussion der konkreten Fragestellungen, die sich aus der gerichtsinternen Mediation ergeben.
Gerichtsinterne Mediation, Richter als Mediator, Mediator als Richter, Zivilprozess, Prozessmaximen, Vertraulichkeit, Rechtsgrundlagen, Verfahrensvoraussetzungen, Weiche Faktoren.
Ziel ist es, die Rechtsprechung zu entlasten, konsensuale Streitbeilegungsverfahren zu fördern und die Mediation als staatliches Angebot bekannter zu machen.
Ja, das Modell des Richtermediators erlaubt dies, wobei jedoch klare rechtliche Grenzen und Rollenkonflikte (z. B. Neutralität vs. Entscheidungsbefugnis) beachtet werden müssen.
Maximen wie Öffentlichkeit, Mündlichkeit und Unmittelbarkeit stehen oft im Spannungsfeld zur Vertraulichkeit der Mediation, was rechtliche Herausforderungen bei der Protokollierung mit sich bringt.
Dazu gehören die Ausbildung der Richter, ihr persönliches Auftreten, die räumliche Umgebung sowie ministerielle Zeitvorgaben, die den Erfolg der Mediation beeinflussen.
Das im Jahr 2002 in Niedersachsen gestartete Projekt war der bundesweit erste Modellversuch zur Etablierung der gerichtsinternen Mediation.
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