Masterarbeit, 2014
86 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Die Fankultur in Deutschland
1.1. Die Geschichte der Fankultur in Deutschland
1.2. Die Anfänge
1.3. Die Fankultur in Deutschland – Kutten
1.4. Die Fankultur in Deutschland – Hooligans
1.5. Von den Hooligans zu den Ultras
2. Die Ultras
2.1. Die Ultras – Italien
2.2. Die Ultras- Deutschland
2.3. Sozialarbeit durch Ultras
2.4. Politik in der Ultraszene
2.5. Gewalt in der Ultraszene
2.5.1. Steigende Gewalt im Fußball – Realität oder Fiktion?
2.5.2. Der ZIS – Jahresbericht, eine kritische Betrachtung
3. Protestformen
3.1. ProFans
3.2. Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren
4. Subkultur
4.1. Subkultur vs. Jugendkultur
4.2. Die Ultras – eine Subkultur
5. Befragung
5.1. Stichprobe und Durchführung
5.2. Hypothesen und Ergebnisse
5.2.1. Deutsche Ultragruppierungen unterscheiden sich sowohl in der Entstehung als auch in der Gegenwart von den italienischen Ultras (Hypothese1)
5.2.2. Eine Ultragruppierung ist ein Zusammenschluss aus einer Vielzahl heterogener Individuen, welche ihre individuellen Ansichten der Gruppenmeinung unterordnen (Hypothese 2)
5.2.3. Ultragruppierungen leisten indirekte, kostenlose Jugendarbeit (Hypothese 3)
5.2.4. Zwischen den neuen und den alten Bundesländern gibt es relevante Unterschiede bei der Affinität von Gewalt im Rahmen der Ultragruppierungen (Hypothese 4)
5.2.5. Die Ultrabewegung kann als eigene Subkultur angesehen werden (Hypothese 5)
5.2.6. Ultras fühlen sich durch Repressionen, welche eigentlich als Präventivmaßnahmen vorgesehen sind, bestraft. Diese Vorkehrung verschlechtern die Beziehungen zwischen Ultras und Sicherheitsorganen (Hypothese 6)
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Ultrabewegung als eigenständige Subkultur betrachtet werden kann oder lediglich eine Jugendkultur darstellt. Anhand einer historischen Analyse der Fankultur sowie einer qualitativen Befragung von Führungspersonen verschiedener Ultragruppierungen wird die Identität, Organisation und das Werteverständnis dieser Bewegung erforscht.
2.3 Sozialarbeit durch Ultras
Ultragruppierungen sind speziell für Jugendliche sehr attraktiv. Durch die offenen Mitgliederstrukturen der großen Gruppen ist es nahezu jedem Möglich einer solchen Clique beizutreten. Das Gemeinschaftsgefühl, das Verwirklichen von Choreografien und die gemeinsame, lautstarke Unterstützung der eigenen Mannschaft verbindet die Jugendlichen und lässt sie zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. So zählen in meiner Befragung eine Vielzahl der Ultras „Freundschaft“, „Zusammenhalt“ und „Loyalität“ zu den wichtigsten Werten ihrer Gruppen. Die Ultragruppierungen prägen insofern die meist jugendlichen Mitglieder enorm.
Aus soziologischer Sicht gibt es zwei Arten von Identitäten, die individuelle und die soziale Identität. Speziell in Untersuchungen von Gruppierungen wie die der Ultraszene ist diese soziale Identität sehr interessant. Man spricht immer dann von der sozialen Identität, wenn man mehrere Personen als Mitglieder einer Gruppe und nicht als Individuen betrachtet (Sommerey, 2010, S. 20 f.). Diese soziale Identität lässt sich durch Respekt von anderen Gruppen aufwerten. Dies schaffen die Ultragruppierungen durch Choreografien, lautstarke Unterstützung und auch in gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Aufwertung der sozialen Identität ist also nach Sommerey ein wichtiger Faktor im Rahmen des „Wettbewerbs der Kurven“.
Einleitung: Einführung in das Forschungsinteresse zur Subkulturentwicklung der Ultrabewegung in Deutschland.
1. Die Fankultur in Deutschland: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von der frühen Fußballbegeisterung bis zur Entstehung der ersten Ultragruppen.
2. Die Ultras: Detaillierte Analyse des Selbstverständnisses, der Werte und der Organisationsformen deutscher Ultragruppierungen im Vergleich zu ihren italienischen Wurzeln.
3. Protestformen: Untersuchung der verschiedenen Bündnisse und Ausdrucksformen des Protests gegen den modernen Fußball, insbesondere ProFans und die Pyrotechnik-Kampagnen.
4. Subkultur: Theoretische Einordnung der Ultrabewegung in das soziologische Konzept der Subkultur unter Berücksichtigung von Werten und Abgrenzungsmerkmalen.
5. Befragung: Präsentation und Auswertung der qualitativen Expertenbefragung zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen über die Struktur und das Wesen der Ultras.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der Ultrabewegung als eigenständige Subkultur in der heutigen Gesellschaft.
Ultras, Fankultur, Subkultur, Jugendkultur, Stadion, Fußball, Protestkultur, Gewalt, Identität, Sozialarbeit, ProFans, Pyrotechnik, Gruppenstruktur, Repression, Vereinsbindung.
Die Arbeit untersucht, ob die Ultrabewegung in Deutschland als eigenständige Subkultur definiert werden kann oder nur als vorübergehende Jugendkultur zu betrachten ist.
Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung der Fankultur, die interne Organisation von Ultragruppen, deren Werte wie Loyalität und Zusammenhalt sowie ihr Protest gegen Kommerzialisierung.
Das primäre Ziel ist es, das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Rolle der Ultras durch eine wissenschaftliche Untersuchung zu ergründen und die Frage nach ihrem subkulturellen Charakter zu klären.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse der aktuellen Fanforschung und einer qualitativen Expertenbefragung von Führungspersonen aus 14 verschiedenen Ultragruppierungen.
Der Hauptteil beleuchtet die Geschichte von Kutten und Hooligans, die Entstehung der Ultras, deren sozialpädagogisches und politisches Engagement sowie ihre spezifischen Protestformen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ultras, Subkultur, Identität, Protestkultur, Vereinsbindung und soziale Identität geprägt.
Laut der Studie leisten Ultras eine unbewusste Sozialarbeit, indem sie Jugendlichen Werte wie Demokratie und Verantwortungsbewusstsein vermitteln, die weit über das Stadionerlebnis hinausgehen.
Gewalt wird in der Studie als ein Teil der Ultraszene identifiziert, jedoch nicht als Hauptzweck; sie wird meist in defensiven Situationen oder zur Verteidigung der Gruppenehre legitimiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass repressive Maßnahmen wie Stadionverbote oft als Schikane empfunden werden und das Vertrauensverhältnis zwischen der Fanszene und Sicherheitsorganen weiter verschlechtern.
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