Studienarbeit, 2011
22 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
2 Grundlagen
2.1 Definition Finanzberatung
2.2 Die verschiedenen Vergütungssysteme
2.2.1 Vergütung auf Provisionsbasis
2.2.2 Vergütung auf Honorarbasis
2.2.3 Vergütung auf Provisions- und Honorarbasis (Mischform)
2.3 Principal-Agent-Theorie
2.3.1 Probleme der Principal-Agent-Theorie
3 Provisionsvermittlung vs. Honorarberatung
3.1 Kostentransparenz
3.2 Unabhängige Beratung
3.3 Qualifikation eines Beraters
3.4 Motivation eines Beraters
4 Vergleich Deutschland mit dem Rest Europas und der USA
5 Die erste Honorarberaterbank Deutschlands
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel in der Finanzberatungsbranche, indem sie die klassische, provisionsbasierte Beratung der Honorarberatung gegenüberstellt. Dabei wird analysiert, wie sich unterschiedliche Vergütungssysteme auf die Beratungsqualität, Kostentransparenz und das Anlegervertrauen auswirken und inwieweit die Honorarberatung als kundenfreundlichere Alternative fungieren kann.
3.1 Kostentransparenz
Die Kostentransparenz spielt in der Finanzberatung eine sehr entscheidende Rolle, denn jeder Kunde möchte bereits vorher wissen, welche Höhe die Kosten vereinnahmen. Hierbei werden erhebliche Unterschiede zwischen der Provisionsvermittlung und der Honorarberatung erkenntlich.
Bei der Honorarberatung kann das Honorar entweder pauschal, vom betreuten Vermögensvolumen oder vom Zeitaufwand ausgehend berechnet werden. Das Honorar wird direkt an den Finanzberater gezahlt. Folglich weiß der Kunde wie viel er seinem Berater als Honorar zu entrichten hat.
Bei der Provisionsvermittlung muss der Kunde für die reine Beratung nichts zahlen. Deswegen erscheint ihm diese Beratungsart in erster Sicht günstiger, da er diese vermeintlich kostenlos erhält. Beim genaueren Hinsehen fällt jedoch auf, dass der Finanzberater hier vom Anleger bezahlt wird. Zu Beginn ist hier nicht offensichtlich, dass der Anleger den Berater, verdeckt über Umwege, bezahlt. Ein Finanzberater erhält seine Provision vom Produktanbieter. Kommt es letztendlich zu einem Vertragsabschluss zwischen dem Produktanbieter und dem Anleger, so muss der Anleger zum Beispiel einen Ausgabeaufschlag oder eine Verwaltungsgebühr an den Produktanbieter bezahlen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Vertrauensverlust der Kunden gegenüber Finanzberatern nach der Finanzkrise und stellt die Honorarberatung als alternative, transparente Lösung vor.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden Begriffe definiert, verschiedene Vergütungsmodelle wie Provisions-, Honorar- und Mischmodelle erläutert und die Principal-Agent-Theorie zur Erklärung von Interessenkonflikten herangezogen.
3 Provisionsvermittlung vs. Honorarberatung: Hier erfolgt ein detaillierter Vergleich der beiden Systeme hinsichtlich Transparenz, Unabhängigkeit, Qualifikationsproblematiken und der Motivation der Berater.
4 Vergleich Deutschland mit dem Rest Europas und der USA: Dieses Kapitel analysiert den internationalen Markt und zeigt auf, dass Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder den USA bei der Etablierung der Honorarberatung noch Nachholbedarf hat.
5 Die erste Honorarberaterbank Deutschlands: Die Quirin Bank AG wird als erstes deutsches Institut vorgestellt, das konsequent auf das Honorarmodell setzt, und ihre Entwicklung sowie Geschäftsfelder werden beleuchtet.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Honorarberatung kundenfreundlicher ist, jedoch in Deutschland eine gesetzliche Verankerung und Standardisierung benötigt, um sich flächendeckend als Alternative zur Provisionsberatung durchzusetzen.
Finanzberatung, Honorarberatung, Provisionsberatung, Kostentransparenz, Principal-Agent-Theorie, Finanzmarktkrise, Quirin Bank AG, Nettoprämiensystem, Beratervergütung, Adverse Selection, Moral Hazard, Anlageberatung, Verbraucherschutz, Finanzdienstleister, Honorarmodell.
Die Arbeit analysiert den Markt für Finanzberatung in Deutschland und vergleicht das traditionelle Provisionsmodell mit der aufkommenden Honorarberatung.
Die Schwerpunkte liegen auf Vergütungssystemen, der ökonomischen Principal-Agent-Theorie, der Qualität der Beratung und einem internationalen Vergleich der Marktstrukturen.
Ziel ist es aufzuzeigen, warum die Honorarberatung eine transparente und kundenorientierte Alternative zur provisionsbasierten Beratung darstellt und welche Hürden einer breiteren Etablierung in Deutschland noch entgegenstehen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung theoretischer Modelle, ergänzt durch Fallbeispiele und Marktvergleiche zwischen Deutschland, Europa und den USA.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Finanzberatung, die differenzierte Gegenüberstellung der Vergütungsmodelle, die Analyse der Marktunterschiede und die Vorstellung der Quirin Bank AG als Pionier im deutschen Markt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Finanzberatung, Honorarberatung, Kostentransparenz, Principal-Agent-Theorie und Provisionsvermittlung.
Ein zentrales Problem ist der Interessenskonflikt, da der Berater für Abschlüsse provisioniert wird, was dazu führen kann, dass nicht das optimale Produkt für den Kunden, sondern das Produkt mit der höchsten Provision empfohlen wird.
Die Bank dient als praktisches Beispiel für ein funktionierendes, profitables Geschäftsmodell der Honorarberatung in Deutschland und untermauert die These, dass ein Umdenken in der Branche möglich ist.
Dies liegt unter anderem an der fehlenden gesetzlichen Verankerung des Berufsbildes, der historischen Dominanz von Provisionsmodellen und dem Umstand, dass Kunden die Kosten der Honorarberatung im Voraus zahlen müssen, was oft als teurer wahrgenommen wird.
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