Diplomarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Lernen und Gedächtnis, Wissen und Können
2.2 Lernformen
2.2.1 Nicht-assoziatives Lernen
2.2.2 Assoziatives Lernen
2.2.3 Kognitives Lernen
2.2.4 Sozial-kognitives Lernen
2.2.5 Exkurs: Modelllernen am Beispiel „Lernen von Gewalt“
3 Die Neurowissenschaftlichen Grundlagen
3.1 Aufbau und Funktion des Gehirns
3.1.1 Das Gehirn
3.1.2 Neuronen
3.1.3 Kommunikation im Gehirn – Synapsen und Neurotransmitter
3.2 Gedächtnis und Lernen
3.2.1 Lernen
3.2.2 Lokalisation und Funktionsweise des Gedächtnisses
3.2.3 Landkarten im Kortex
3.2.4 Gedächtnismodelle
3.2.5 Lernen im Schlaf
3.2.6 Vergessen
3.2.7 Neuroplastizität
3.3 Aufmerksamkeit
3.4 Motivation
3.5 Emotionen
3.5.1 Emotionen und Lernen
3.5.2 Angst und Stress
4 Die Bedeutung für die Bildungspraxis
4.1 Gehirngerechtes Lernen
4.1.1 Transfer der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse
4.1.2 Lernschwächen
4.1.3 Lerntypen und Metakognition
4.2 Konsequenzen für die Allgemeine Didaktik
4.2.1 Rahmenbedingungen für guten Unterricht
4.2.2 Unterrichtsformen
4.2.3 „Ein guter Lehrer…“
4.2.4 Gibt es eine Neurodidaktik?
5 Fortbildungskonzept für pädagogische Fachkräfte
5.1 Konzeptentwicklung
5.1.1 Zielsetzung
5.1.2 Zielgruppe
5.1.3 Zeit- und Ressourcenplanung
5.1.4 Schwierigkeiten
5.2 Das Konzept
5.2.1 Ablaufplan
5.2.2 Seminargestaltung
5.2.3 Handout
5.3 Durchführung
5.3.1 Teilnehmende Schulen
5.3.2 Seminare
5.3.3 Schwierigkeiten
5.4 Evaluation
5.4.1 Evaluationsbogen
5.4.2 Statistische Auswertung
5.4.3 Interpretation der Ergebnisse
5.5 Fazit
6 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die neurowissenschaftlichen Grundlagen des Lernens, um Erkenntnisse für eine gehirngerechte Bildungspraxis zu gewinnen. Das Hauptziel ist die Entwicklung und Evaluation eines Fortbildungskonzepts, das pädagogische Fachkräfte dazu befähigen soll, ihre Unterrichtsgestaltung unter Berücksichtigung hirnbiologischer Erfordernisse zu optimieren und einen konstruktiven Dialog zwischen Neurowissenschaft und Didaktik zu fördern.
3.1.1 Das Gehirn
Das Zentrale Nervensystem (kurz: ZNS) des Menschen besteht aus dem Rückenmark (lat. medulla spinalis) und dem Gehirn (encephalon). Es besteht aus geschätzten 100 Milliarden Nervenzellen und steuert damit alle organischen Funktionen und unser Verhalten. Das Rückenmark ist für die Reizleitung und einfache Reflexe zuständig (vgl. Winkel et al., 2006, S. 45f.). Da es für den Lernprozess keine große Rolle spielt wird es hier nicht genauer betrachtet.
Das menschliche Gehirn wiegt etwa 1400 Gramm, das sind durchschnittlich 2 Prozent des Gewichts eines Erwachsenen. Der Energieverbrauch des Gehirns ist vergleichsweise hoch, er beträgt etwa ein Fünftel der dem Körper zur Verfügung stehenden Energie (vgl. Spitzer, 2007, S. 13f.). Physiologisch lässt es sich in folgende Strukturen gliedern:
Direkt über dem Rückenmark befindet sich das verlängerte Rückenmark oder auch medulla oblongata genannt (vgl. Abb. 1, 1). Hier findet die erste Verarbeitung von Sinnesinformationen, zum Beispiel Hören und Gleichgewicht, statt. Zudem werden hier Verdauung, Atmung, Kreislauf und Wärmehaushalt kontrolliert (vgl. Reich, 2005, S. 32).
Darüber (vgl. Abb. 1, 2) liegt die Brücke (pons). Sie übermittelt Informationen zwischen Klein- und Großhirn und koordiniert die Bewegungssteuerung des Körpers.
Hinter der Brücke ist das Kleinhirn (cerebellum) (vgl. Abb. 1, 5), welches für die Muskelkoordination des Körpers zuständig und beim Erlernen motorischer Fähigkeiten wichtig ist. Zurzeit wird seine Rolle bei kognitiven Lernleistungen im Bereich der Sprache erforscht. Die im Kleinhirn gesteuerten Vorgänge sind sämtlich unbewusst.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die Bildungspraxis ein und skizziert das Ziel der Entwicklung eines praxisorientierten Fortbildungskonzepts.
2 Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Lernpsychologie, wie Lernen, Gedächtnis, Wissen und Können, und gibt einen Überblick über verschiedene Lernformen.
3 Die Neurowissenschaftlichen Grundlagen: Der theoretische Hauptteil erläutert den Aufbau des Gehirns, Gedächtnisstrukturen, Aufmerksamkeit sowie die maßgebliche Rolle von Motivation und Emotionen für erfolgreiches Lernen.
4 Die Bedeutung für die Bildungspraxis: Hier wird der Transfer der neurobiologischen Erkenntnisse in den Unterrichtsalltag vorgenommen und Konsequenzen für die Allgemeine Didaktik, wie gehirngerechte Unterrichtsformen, abgeleitet.
5 Fortbildungskonzept für pädagogische Fachkräfte: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines spezifischen Seminars für Lehrer und pädagogische Fachkräfte.
6 Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Integration von Forschungsergebnissen in die pädagogische Praxis und identifiziert offene Fragestellungen der aktuellen Lehr-Lern-Forschung.
Neurowissenschaften, Lernen, Gehirn, Bildungspraxis, Didaktik, Gedächtnis, Neuroplastizität, Motivation, Emotionen, Lehrerfortbildung, Projektunterricht, Aufmerksamkeit, Synapsen, Neurodidaktik, Transfer.
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zum Lernen und deren Anwendung in der schulischen Bildungspraxis.
Die zentralen Felder umfassen die neurobiologischen Grundlagen des Gehirns, die Bedeutung von Gedächtnis, Motivation und Emotionen sowie deren praktische Konsequenzen für den Unterricht.
Das primäre Ziel ist es, Forschern und Pädagogen einen interdisziplinären Dialog zu ermöglichen und ein Fortbildungskonzept zu erstellen, das gehirngerechtes Lernen im Schulalltag fördert.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Literatur zu Neurowissenschaften und Didaktik sowie eine praxisorientierte Interventionsstudie durch die Durchführung und Evaluation von Lehrerfortbildungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung biologischer Prozesse beim Lernen (Kapitel 3) und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen für didaktisches Handeln und Unterrichtsformen (Kapitel 4).
Schlüsselbegriffe sind Gehirngerechtes Lernen, Neurodidaktik, Transfer in die Bildungspraxis, Motivation, Emotionen, Gedächtnis und Lehrerfortbildung.
Die Arbeit differenziert zwischen lehrerzentriertem (frontalem) Unterricht und schülerzentrierten Methoden (wie Projektunterricht) und bewertet deren Vor- und Nachteile auf Basis der Lernwirksamkeit.
Die Autorin sieht die Neurodidaktik als eine umstrittene, aber notwendige interdisziplinäre Aufgabe, bei der Hirnforschung und Pädagogik gemeinsam Ansätze für ein effektiveres Lehren und Lernen entwickeln müssen.
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