Diplomarbeit, 2004
137 Seiten, Note: 1,0
1. Relevanz des Themas, Ziele und Gang der Arbeit
1.1. Relevanz des Themas Customer Switching Behavior
1.2. Ziele der Diplomarbeit und Gang der Arbeit
2. Untersuchungsgegenstand Customer Switching Behavior und dessen begriffliche Abgrenzungen
3. Konzeptualisierung und Operationalisierung eines Modells zur Erklärung des Customer Switching Behaviors von Vertragskunden
3.1. Wissenschaftstheoretische Vorgehensweise
3.2. Ausgewählte Theorien und Konzepte zur Erklärung des Customer Switching Behaviors von Vertragskunden
3.2.1. Kaufprozessmodell von Howard / Sheth
3.2.2. Konzept der Kundenbindung und Transaktionskostentheorie
3.3. Operationalisierung eines Modells zur Erklärung des Customer Switching Behaviors von Vertragskunden
3.4. Modellstruktur und Hypothesen-System im Überblick
4. Empirische Untersuchung zur Erklärung des Customer Switching Behaviors am Beispiel von Mobilfunk-Kunden mit Vertrag
4.1. Untersuchungsdesign
4.2. Operationalisierung der Modellkonstrukte am Beispiel von Mobilfunk-Kunden mit anschließender Reliabilitäts- und Validitätsprüfung
4.3. Untersuchung des Customer Switching Behaviors von Mobilfunk-Kunden mit der Kausalanalyse
4.3.1. Grundlagen der Kausalanalyse
4.3.2. Reliabilitäts- und Validitätsprüfung nach Kriterien der Zweiten Generation
4.3.3. Überprüfung des Kausalmodells zur Erklärung des Customer Swtching Behaviors von Mobilfunk-Kunden
4.4. Binär logistische Regression
5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen für Mobilfunk-Anbieter
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Ursachen des Wechselverhaltens von Mobilfunk-Kunden (Customer Switching Behavior) theoretisch zu fundieren und empirisch zu analysieren. Dabei steht die Entwicklung eines Kausalmodells im Mittelpunkt, das die psychologischen und kognitiven Prozesse von Vertragskunden bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieterwechsel erklärt und auf Basis einer empirischen Erhebung überprüft wird.
3.1. Wissenschaftstheoretische Vorgehensweise
Die Vorgehensweise dieser Arbeit orientiert sich entsprechend der heutigen Wissenschaftspraxis an der „Erkenntnislehre“ des Kritischen Rationalismus nach Popper. „Der Kern eines Strebens nach theoretischer Erkenntnis im Kritischen Rationalismus kann in der Suche nach möglichst bewährtem und systematischem nomologischen Wissen gesehen werden, d.h. in einer Suche nach Hypothesen über tieferliegende nomische (gesetzmäßige) strukturelle Beziehungen und einer Konstruktion von Systemen derartiger Hypothesen (eben: Theorien).“ Demnach besteht also die Tätigkeit des wissenschaftlichen Forschers im Aufstellen und Überprüfen von Theorien. „Unter Theorie wird im allgemeinen ein System logisch widerspruchsfreier Aussagen über soziale Phänomene verstanden.“ Liegt ein solches Systems widerspruchsfreier Aussagen vor, lassen sich die logischen Möglichkeiten realen Geschehens auf einen kleineren Spielraum reduzieren. Die Verwendung von Theorien, u.a. zur Erklärung, zur Bildung von Erklärungsmodellen oder zur Prognose von Ereignissen, ergeben sich aus dieser Reduktion möglicher Fälle und dem damit verbundenen Ausschluß bestimmter alternativer Möglichkeiten.
1. Relevanz des Themas, Ziele und Gang der Arbeit: Einführung in die Problematik des Kundenwechsels im Mobilfunkmarkt sowie Zielsetzung der wissenschaftlichen Analyse.
2. Untersuchungsgegenstand Customer Switching Behavior und dessen begriffliche Abgrenzungen: Definition des Kernbegriffs Customer Switching Behavior und Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Kundenabwanderung.
3. Konzeptualisierung und Operationalisierung eines Modells zur Erklärung des Customer Switching Behaviors von Vertragskunden: Theoretische Herleitung eines Kausalmodells auf Basis des Howard/Sheth-Kaufprozessmodells und der Transaktionskostentheorie.
4. Empirische Untersuchung zur Erklärung des Customer Switching Behaviors am Beispiel von Mobilfunk-Kunden mit Vertrag: Methodische Beschreibung der Datenerhebung, Reliabilitäts- und Validitätsprüfung sowie Anwendung der Kausalanalyse und logistischen Regression.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen für Mobilfunk-Anbieter: Synthese der empirischen Resultate und Ableitung konkreter Strategien zur Reduktion von Wechselabsichten.
Customer Switching Behavior, Mobilfunk-Kunden, Kundenbindung, Kausalanalyse, Howard-Sheth-Modell, Transaktionskostentheorie, Wechselabsicht, Kundenzufriedenheit, Vertrauen, Gebundenheit, Verbundenheit, Logistische Regression, Rufnummern-Portabilität, Vertragsbindung, Dienstleistungsmarketing.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Wirkungszusammenhängen, die Kunden dazu bewegen, ihren Mobilfunk-Vertragsanbieter zu wechseln.
Die Themenfelder umfassen das Konsumentenverhalten im Mobilfunkmarkt, Konzepte der Kundenbindung, transaktionskostentheoretische Überlegungen und statistische Kausalmodelle.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und empirische Überprüfung eines Modells, das das Wechselverhalten von Vertragskunden erklärt und quantifiziert.
Es werden eine deduktive Herleitung von Hypothesen, eine empirische Befragung von Mobilfunk-Kunden sowie multivariate Analyseverfahren wie die Kausalanalyse (LISREL) und die binär logistische Regression angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Modellbildung auf Basis bekannter Konsumentenmodelle und die anschließende empirische Überprüfung dieser Strukturmodelle anhand von Daten aus einer Quotenbefragung.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Customer Switching Behavior, Kausalanalyse, Kundenbindung, Verbundenheit und Gebundenheit sowie die Spezifika des deutschen Mobilfunkmarktes charakterisiert.
Die Arbeit analysiert die Rufnummern-Portabilität als eine der zentralen, regulatorisch beseitigten Wechselbarrieren, die den Wettbewerb zwischen den Anbietern verschärft hat.
Die Kausalanalyse ermöglicht die simultane Prüfung komplexer Wirkungsbeziehungen zwischen latenten Konstrukten (z. B. Zufriedenheit, Vertrauen) und berücksichtigt dabei auftretende Messfehler.
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