Bachelorarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Gang der Untersuchung
2. Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.1 Grundlagen des europäischen Rechts
2.1.1 Legitimation durch das europäische Recht
2.1.2 Struktur des europäischen Rechts
2.2 Klima- und Energiepolitik der Europäischen Union
2.2.1 Ansätze der Klimapolitik im Gebäudebereich
2.2.2 Kritische Analyse der Zielsetzungen im Gebäudebereich
2.2.3 Hemmnisse energetischer Modernisierungsmaßnahmen
2.3 Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.3.1 Grundlagen der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.3.2 Artikel 5 der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.3.2.1 Grundlagen der „cost-optimal-level“-Berechnung
2.3.2.2 Darstellung Artikel 5 Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.3.2.3 Darstellung Anhang III Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD)
2.3.2.4 Darstellung Delegierte Verordnung (EU) Nr. 244 2012
2.3.2.5 Darstellung Leitlinien 2012/C 115/01
2.3.2.6 Einordnung der Berechnungsmethode als Controlling-Instrument
2.4 Kritische Untersuchung Artikel 5 Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD)
3. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
3.1 Einführung Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
3.2 Darstellung KfW-Fördermodelle (Gebäudemodernisierung)
3.2.1.1 KfW-Programmnummer 151
3.2.1.2 KfW-Programmnummer 152
4. Modellberechnung „cost-optimal-level“
4.1 Datengrundlage
4.1.1 Kurzportrait Deutsche Annington Immobilien Gruppe
4.1.2 Annahmen der „cost-optimal-level“-Berechnung
4.2 Durchführung Modellberechnung
4.2.1 Festlegung Referenzgebäude
4.2.2 Maßnahmendarstellung
4.2.3 Berechnung Primärenergiebedarf in kWh/(m²a)
4.2.4 Darstellung Gesamtkosten in €/m²
4.2.4.1 Exkurs: Berechnung statische Kosten-Energiefaktoren
4.2.4.2 Ermittlung des kostenoptimalen Niveaus („cost-optimal-level“)
4.3 Auswertung der Modellberechnung
5. Schlussbetrachtung
5.1 Forschungsfrage
5.2 Ausblick
Das Hauptziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Analyse der „cost-optimal-level“-Berechnungsmethode gemäß Artikel 5 der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) unter besonderer Berücksichtigung der Modernisierungsförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die übergeordnete Forschungsfrage untersucht, ob sich durch diese Berechnung sinnvolle Schlüsse ableiten lassen, die positive Implikationen zur Erreichung der Klimaziele ermöglichen, wobei als praxisbezogene Teilfrage geprüft wird, inwieweit die förderfähigen Modernisierungsvarianten der KfW dem kostenoptimalen Niveau angenähert sind.
4.2.2 Maßnahmendarstellung
Für die drei genannten Modernisierungsprojekte (Px) wurden jeweils drei verschiedene Modernisierungsalternativen (Vx) kalkuliert.
• Modernisierung DAIG ohne KfW-Förderung (PxV1)
• Modernisierung unter Berücksichtigung der Anforderung des KfW-Programms 152 (Einzelmaßnahmen) (PxV2)
• Modernisierung unter Berücksichtigung der Anforderung des KfW-Programms 151 (KfW-Effizienzhaus 115) (PxV3)
Die Modernisierungsvariante V1 wurde im Modernisierungsprogramm 2012 der DAIG für die Projekte P1 bis P3 durchgeführt. Die Vorgehensweise entspricht daher den Anforderungen der Leitlinien 2012/C 115/01, wonach reale und virtuelle Gebäude und Projekte kalkuliert werden können.
Für die vorliegende Arbeit sind die nachfolgenden Maßnahmen der energetischen Modernisierung von Relevanz:
• Dämmung Außenwände (120 mm Polystyrol 035)121
• Dämmung Kellerdecke (90 mm Mineralwolle 035)
• Dämmung der obersten Geschossdecke (140 mm Polystyrol 035)
• Austausch Treppenhausfenster (neue Fenster: UW = 1,3 W/(m²K))
• Austausch Haustür (neue Haustür: UW = 1,3 W/(m²K)).
Im Projekt T.-str. in S. wurden zudem die Wohnungsfenster modernisiert (UW nach Modernisierung: 1,3 W/(m²K)).
In den Projekten wurden außerdem begleitende Instandhaltungen durchgeführt (beispielsweise Grün- und Grauflächenpflege, Instandhaltungen im Wohnumfeld, Balkonsanierungen). Diese Maßnahmen werden zunächst in den Gesamtkosten der Modernisierungsmaßnahme ausgewiesen, später aber in der Darstellung der förderfähigen Kosten subtrahiert.
1. Einleitung: Motivation und Herleitung der Forschungsfrage zur Bedeutung der „cost-optimal-level“-Berechnungsmethode für die Klimaziele im Gebäudesektor.
2. Europäische Gebäuderichtlinie (EPBD): Detaillierte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen der EU, der EU-Klimapolitik und der spezifischen Anforderungen des Artikels 5 EPBD inklusive Delegierter Verordnung und Leitlinien.
3. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Einführung in die Rolle der KfW bei der energetischen Förderung und detaillierte Vorstellung der relevanten KfW-Programmnummern 151 und 152.
4. Modellberechnung „cost-optimal-level“: Durchführung einer praktischen Modellberechnung auf Basis von Modernisierungsprojekten der Deutschen Annington Immobilien Gruppe zur Ermittlung des kostenoptimalen Niveaus.
5. Schlussbetrachtung: Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der energetischen Gebäudemodernisierung.
Europäische Gebäuderichtlinie, EPBD, cost-optimal-level, Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, energetische Modernisierung, Energieeffizienz, Primärenergiebedarf, Investitionskosten, Klimaziele, Wohnungsunternehmen, Gebäudebestand, Kosten-Nutzen-Analyse, Fördermittel, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die „cost-optimal-level“-Berechnungsmethode der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) und prüft, inwieweit diese als Instrument zur Erreichung europäischer Klimaziele dient und wie sie mit den Modernisierungsförderungen der KfW korreliert.
Zentral sind die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD), die KfW-Förderprogramme (KfW 151/152), die Methoden zur Ermittlung des kostenoptimalen Niveaus bei energetischen Sanierungen sowie die wirtschaftliche Perspektive von Wohnungsunternehmen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob sich durch die Berechnung des kostenoptimalen Niveaus sinnvolle steuernde Schlüsse für die Praxis ableiten lassen und ob bestehende KfW-Förderwege diesen energetischen Optimums-Standards entsprechen.
Die Untersuchung nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und einer praxisnahen Modellberechnung basierend auf Projektdaten der Deutschen Annington Immobilien Gruppe.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (EU-Recht und Richtlinien), die Darstellung der KfW-Förderstruktur und die praktische Modellberechnung, bei der Maßnahmenpakete verschiedener Projekte hinsichtlich Kosten und Energieeinsparung verglichen werden.
Die zentralen Begriffe sind EPBD, cost-optimal-level, KfW, Energieeffizienz, energetische Modernisierung und Immobilienwirtschaft.
Der Autor stellt fest, dass die Anforderungen des KfW-Programms 152 für die betrachteten Projekte teilweise überdimensioniert sind, da das kostenoptimale Niveau laut Modellberechnung niedriger liegt.
Die Arbeit thematisiert das „Vermieter-Mieter-Dilemma“, bei dem der Eigentümer die Modernisierungskosten trägt, die Einsparungen jedoch primär dem Mieter zugutekommen, was die wirtschaftliche Umsetzbarkeit erschwert.
Die Referenzgebäude müssen den „typischen durchschnittlichen Gebäudebestand“ abbilden, um repräsentative Ergebnisse für die Berechnung des kostenoptimalen Niveaus zu gewährleisten.
Der Autor kritisiert die Nutzung statischer Verfahren, begründet jedoch die Wahl für diese Arbeit mit der besseren Vergleichbarkeit und Handhabbarkeit der Daten in diesem spezifischen Kontext.
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