Masterarbeit, 2015
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische und konzeptionelle Betrachtung der Fachlaufbahn
2.1 Einordnung der Fachlaufbahn als Karriere- bzw. Laufbahnmodell
2.2 Konzeption der Fachlaufbahn
2.3 Zielsetzung
2.4 Definition Fachexperte
3 Kompetenzen – wichtige Aspekte und theoretische Grundlagen
3.1 Perspektiven des Kompetenzkonstrukts
3.1.1 Psychologische Perspektive
3.1.2 Pädagogische Perspektive
3.1.3 Betriebswirtschaftliche Perspektive
3.2 Konkretisierung des Kompetenzbegriffs
4 Entwicklung des kompetenzbasierten Anforderungsprofils für Fachexperten
4.1 Methodische Grundlagen und Vorgehen
4.2 Literaturgrundlage für das zu entwickelnde Anforderungsprofil
4.3 Zusammenstellung der Kompetenzen
4.4 Kompetenzbasiertes Anforderungsprofil
5 Validierung des kompetenzbasierten Anforderungsprofils
5.1 Unternehmensvorstellung
5.2 Untersuchungsdesign
5.3 Das Untersuchungsinstrument
5.4 Ergebnisdarstellung und Grenzen der Erhebung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Würdigung des Anforderungsprofils
6.3 Ausblick
Ziel der Masterthesis ist die Entwicklung eines kompetenzbasierten Anforderungsprofils für Fachlaufbahnen, das Fachexperten unabhängig von ihrer spezifischen fachlichen Expertise als relevant für den Karriereerfolg identifiziert. Die Arbeit untersucht hierbei, inwiefern wissenschaftlich abgeleitete Kompetenzanforderungen mit den betrieblichen Anforderungen an Experten in einem mittelständischen Unternehmen übereinstimmen.
Definition Fachexperte
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Kompetenzen besonders relevant für Fachexperten im Rahmen einer Fachlaufbahn sind, unabhängig von ihrer speziellen fachlichen Expertise. Der Blick richtet sich ausgehend von dieser Fragestellung also auf den betrieblichen Experten. Der Begriff Experte wird jedoch in der Literatur oft synonym mit Spezialist, Fachkraft oder Facharbeiter verwendet, sodass nicht ganz klar wird, wer bzw. welche Gruppe von Personen an einer Fachlaufbahn teilnimmt oder teilnehmen soll.
Als theoretische Grundlage wird im folgenden Abschnitt eine Annäherung an den Begriff Fachexperte vorgenommen, um einerseits die grundlegende Zielgruppe einer Fachlaufbahn abstecken zu können und andererseits, ein theoretisches Fundament für die weitere Bearbeitung der Fragestellung zu schaffen. Letzteres stellt eine notwendige Bedingung sowohl für die qualitative Inhaltsanalyse als auch für die empirische Untersuchung innerhalb dieser Arbeit dar. Ohne eine begriffliche Eingrenzung wäre sowohl die Auswahl geeigneter Literatur (siehe Abschnitt 4) als auch das Identifizieren von Praxisexperten für die Befragung im Unternehmen (siehe Abschnitt 5) kaum strukturiert durchführbar und aussagekräftig.
Die Bezeichnung Fachkraft wird mit dem Ausdruck Spezialist nahezu synonym im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Beide gelten als die Bezeichnung für eine Person, die innerhalb des Berufs oder des Fachgebiets über die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt (vgl. Duden 2015). Außerdem besteht eine sehr enge Begriffsbeziehung zum Ausdruck Facharbeiter, der Personen bezeichnet, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf und die damit einhergehenden Qualifikationsbündel verfügen.
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch den demografischen Wandel sowie den steigenden Bedarf an Fachlaufbahnen als alternative Karrierewege und leitet daraus die Forschungsfrage ab.
2 Theoretische und konzeptionelle Betrachtung der Fachlaufbahn: Dieses Kapitel definiert Karriere- und Laufbahnmodelle, grenzt die Fachlaufbahn von Führungslaufbahnen ab und erläutert Ziele sowie Anforderungen an die Konzeption.
3 Kompetenzen – wichtige Aspekte und theoretische Grundlagen: Hier wird der Kompetenzbegriff aus psychologischer, pädagogischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive beleuchtet und ein einheitliches Verständnis für die Arbeit erarbeitet.
4 Entwicklung des kompetenzbasierten Anforderungsprofils für Fachexperten: Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse relevanter Literatur wird ein Anforderungsprofil erstellt, das die Kompetenzen systematisch kategorisiert.
5 Validierung des kompetenzbasierten Anforderungsprofils: Die Arbeit validiert das entwickelte Profil anhand einer empirischen Fragebogenuntersuchung in einem mittelständischen Unternehmen.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, kritische Reflexion des Anforderungsprofils sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Fachlaufbahn, Karriereplanung, Fachexperte, Kompetenzmodell, Personale Kompetenz, Sozial-kommunikative Kompetenz, Fach- und Methodenkompetenz, Aktivitäts- und Handlungskompetenz, Kompetenzmanagement, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Qualifikationsbündel, Anforderungsprofil, berufliche Entwicklung, Expertenlaufbahn.
Die Arbeit untersucht alternative Karrierewege für hoch qualifizierte Mitarbeiter, speziell das Modell der Fachlaufbahn, und entwickelt ein passendes, kompetenzbasiertes Anforderungsprofil für Fachexperten.
Die Arbeit verknüpft Karriereplanung und Laufbahnmodelle mit modernen Ansätzen des Kompetenzmanagements und der betrieblichen Personalentwicklung.
Die zentrale Frage ist, welche Kompetenzen – losgelöst von der fachspezifischen Expertise – für den Erfolg in einer Fachlaufbahn ausschlaggebend sind.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Literaturrecherche sowie eine ergänzende quantitative Fragebogenuntersuchung in der Praxis zur Validierung.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Fachlaufbahn und des Kompetenzbegriffs erarbeitet, gefolgt von der deduktiven Entwicklung eines Anforderungsprofils auf Basis von Literaturquellen.
Fachlaufbahn, Fachexperte, Kompetenzmodell, Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung sind zentrale Begriffe der Arbeit.
In der Fachlaufbahn liegt der Schwerpunkt auf fachlicher Verantwortung und Wissensaufbau, während Führungskarrieren primär Personalverantwortung und Hierarchieaufstieg fokussieren.
Die Autorin stützt sich auf das Modell von Erpenbeck und Heyse: Personale Kompetenz, Sozial-kommunikative Kompetenz, Aktivitäts- und Handlungskompetenz sowie Fach- und Methodenkompetenz.
Die Befragung bestätigte, dass neben der Fachkompetenz auch soziale und personale Kompetenzen als sehr wichtig für Fachexperten angesehen werden.
Die Arbeit weist darauf hin, dass eine Fachlaufbahn institutionell verankert sein muss, um nicht im Schatten traditioneller hierarchischer Karrieremodelle an Attraktivität für Mitarbeiter zu verlieren.
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