Examensarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten
2.1 Muttersprache und Erstsprache
2.2. Zweitspracherwerb und Fremdsprachenlernen
3. Einführung in das Thema Bilingualismus
3.1 Monolingualismus
3.2 Bilingualismus
3.2.1 Gesellschaftlicher und individueller Bilingualismus
3.2.2 Versuch einer Definition des Bilingualismus
3.2.3 Forschungsstand
3.2.4 Formen des individuellen Bilingualismus
4. Rahmenbedingungen für eine bilinguale Entwicklung
4.1 Alter: Die „kritische Periode“
4.2 Familiensituation
4.3 Strategien bilingualer Erziehung
4.3.1 Eine Person – Eine Sprache
4.3.2 Umwelt- und Familiensprache
5. Erwerb einer Tertiärsprache
5.1 Zum Begriff Mehrsprachigkeit
5.2 Komplexität der Drittspracherwerbsforschung
5.3 Erwerbsszenarien
5.4 „Multi-Competence“
5.5 Das dynamische Modell des Multilingualismus
6. Introspektion
6.1 Der Forschungsansatz der Introspektion
6.2 Sprachbiografie
6.3 Analyse der Introspektionsergebnisse
6.3.1 Verlauf der bilingualen Erziehung
6.3.2 Einstellung und Motivation auf das Erlernen von Sprachen
7. Resultierende Konsequenzen des Bilingualismus auf das Fremdsprachenlernen
7.1 Sprachbewusstsein
7.2 Metalinguistisches Bewusstsein
7.3 Kognitive Entwicklung
7.4 Einfühlsame zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeit
7.5 Differenzierte Denkweisen und Kreativität
7.6 Intelligenz
7.7 Motivation und Einstellung
7.8 Persönlichkeitsentwicklung
8. Abschließende Zusammenfassung und Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht, ob und inwiefern sich monolingual und bilingual erzogene Kinder beim Fremdsprachenlernen unterscheiden. Die Autorin geht der Forschungsfrage nach, welche Auswirkungen die frühe bilinguale Erziehung auf kognitive Fähigkeiten, Motivation, Sprachbewusstsein und den Erfolg beim Erwerb weiterer Sprachen hat.
6.2 Sprachbiografie
Ich bin momentan 24 Jahre alt und würde mich als trilingual bezeichnen. Ich spreche deutsch, polnisch und englisch auf einem sehr hohen Niveau. Desweiteren besitze ich durch schulischen Unterricht fortgeschrittene, aber nicht fließende Kompetenzen in der französischen Sprache. Auch das Spanische ist seit kurzem ein Teil meiner Sprachbiografie geworden. Mein großes und stetiges Interesse an Sprachen habe ich meinen Eltern zu verdanken, die sich dazu entschieden haben, mich bilingual zu erziehen.
Meine beiden Elternteile stammen aus Polen. Im Alter von 25 Jahren entschieden sie sich, ihr Heimatland Polen zu verlassen und dauerhaft nach Deutschland auszuwandern. Zu diesem Zeitpunkt beherrschten sie die deutsche Sprache nicht. Durch die Teilnahme an zahlreichen Deutschkursen konnten sie sich nach einer gewissen Zeit auf Deutsch ausdrücken, wenn auch nicht fließend und fehlerfrei. Trotz der vorerst mangelhaften Kompetenz in der deutschen Sprache entschieden sie sich gemeinsam dazu, mich mit zwei Sprachen gleichzeitig zu erziehen.
1. Einleitung: Die Autorin legt dar, warum Mehrsprachigkeit in der modernen Gesellschaft zunimmt, und motiviert ihr Interesse am Vergleich zwischen monolingualen und bilingualen Kindern basierend auf ihrer eigenen Biografie.
2. Begrifflichkeiten: Definition und Abgrenzung grundlegender sprachwissenschaftlicher Konzepte wie Muttersprache, Erstsprache, Zweitspracherwerb und Fremdsprachenlernen.
3. Einführung in das Thema Bilingualismus: Untersuchung des Begriffs Bilingualismus, des aktuellen Forschungsstandes sowie der Unterscheidung zwischen gesellschaftlichem und individuellem Bilingualismus.
4. Rahmenbedingungen für eine bilinguale Entwicklung: Analyse wesentlicher Faktoren wie die kritische Periode, die Familiensituation und verschiedene Strategien wie die „Eine Person – eine Sprache“-Methode.
5. Erwerb einer Tertiärsprache: Betrachtung von Mehrsprachigkeit als dynamischem Modell sowie die Komplexität des Drittspracherwerbs und das Konzept der „Multi-Competence“.
6. Introspektion: Ein methodischer Abschnitt, in dem die Autorin ihre eigene Sprachbiografie darstellt und analysiert, um den Verlauf ihrer bilingualen Erziehung zu reflektieren.
7. Resultierende Konsequenzen des Bilingualismus auf das Fremdsprachenlernen: Wissenschaftliche Diskussion darüber, wie sich Bilingualität auf Sprachbewusstsein, kognitive Entwicklung, Kreativität, Intelligenz und Motivation auswirkt.
8. Abschließende Zusammenfassung und Fazit: Die Autorin fasst ihre Erkenntnisse zusammen und bestätigt ihre These, dass bilinguale Kinder beim Fremdsprachenlernen Vorteile gegenüber monolingualen Kindern aufweisen.
Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Drittspracherwerb, Tertiärsprache, Sprachbewusstsein, Metalinguistik, kognitive Entwicklung, Motivation, Sprachbiografie, Introspektion, Sprachdominanz, Fremdsprachenlernen, Multikulturalität
Die Arbeit untersucht, ob und wie sich monolingual und bilingual erzogene Kinder beim Fremdsprachenlernen unterscheiden, um daraus resultierende Vorteile für den Schulerfolg und die kognitive Entwicklung abzuleiten.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab: Von den Begriffsdefinitionen (Bilingualismus vs. Mehrsprachigkeit) über die Rahmenbedingungen der Erziehung bis hin zur kognitiven und psychologischen Analyse von Lernvorteilen.
Die Autorin möchte herausfinden, ob eine bilinguale Erziehung tatsächlich positive Auswirkungen auf den Erwerb weiterer Fremdsprachen hat und ob sich dadurch ein „kognitiver Vorsprung“ gegenüber monolingualen Schülern nachweisen lässt.
Neben einer fundierten Literaturrecherche verwendet die Autorin den methodischen Ansatz der Introspektion, indem sie ihre eigene autobiografische Sprachbiografie wissenschaftlich analysiert und interpretiert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Rahmenbedingungen des Spracherwerbs sowie auf die Analyse psychologischer Aspekte wie Sprachbewusstsein, kognitive Kontrolle, Intelligenz, Kreativität und integrative Motivation.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bilingualismus, Tertiärspracherwerb, Sprachbewusstsein, Metalinguistik und kognitive Entwicklung beschreiben.
Sie stützt sich auf das Konzept der „Language Awareness“ und betont, dass es darum geht, ein ganzheitliches Verständnis für die Natur und Funktion von Sprache zu entwickeln, anstatt sich nur auf formale Grammatikregeln zu konzentrieren.
Sie kommt zu dem Schluss, dass bilinguale Kinder durch ihre Erfahrungen mit verschiedenen Sprachsystemen besser in der Lage sind, Sprachstrukturen zu abstrahieren, was ihnen beim Erlernen weiterer Sprachen einen signifikanten Vorsprung an Motivation und analytischen Fähigkeiten verschafft.
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