Bachelorarbeit, 2015
36 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Technische Versicherungen und konventionelle Kraftwerke
2.1 Technische Versicherungen
2.1.1 Allgemeiner Überblick über die Sparte
2.1.2 Montage-, Bauleistungs- und Garantieversicherung
2.1.3 Maschinen- und Elektronikversicherung
2.1.4 Betriebsunterbrechungsversicherung
2.1.5 Das Zusammenspiel der Teilsparten
2.2 Kraftwerkstypen
2.2.1 Definition: Konventionelle Kraftwerke
2.2.2 Versicherungsbedarf von Kraftwerken
2.3 Aus der Versicherungspraxis
3. Die Energiewende und ihre Auswirkungen
3.1 Die Bedeutung der Energiewende im Kontext
3.1.1 Das EEG
3.1.2 Auswirkungen auf den Strommarkt
3.1.3 Die Rentabilität von konventionellen Kraftwerken
3.1.4 Beispiele
3.2 Technische Auswirkungen der Energiewende auf Kraftwerke
3.2.1 Verschleiß im Wechsellastbetrieb
3.2.2 Stillstandkonservierung
3.3 Risikotechnische Konsequenzen für den Versicherer
3.3.1 Schadenpotenziale
3.3.2 Praxisbeispiel
3.4 Herausforderungen und Chancen für den Versicherer
3.4.1 Risikomanagement
3.4.2 Prämiengestaltung
3.4.3 Portfoliogestaltung
4. Fazit
4.1 Ergebnisse
4.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Energiewende auf den Betrieb sowie das versicherungstechnische Risiko konventioneller Kraftwerke in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich die gestiegene Flexibilitätsanforderung infolge volatiler Einspeisung Erneuerbarer Energien auf die Schadenrisiken auswirkt und welche Herausforderungen dies für technische Versicherer mit sich bringt.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Strom ist mehr als bloß eine Handelsware. Er ist die Lebensader der Wirtschaft und ein Eckpfeiler unserer Lebensqualität“1. Der Elektrizitätsbedarf unserer Gesellschaft steigt ständig an. Die Stabilität des Stromnetzes stellt einen bedeutenden Standortfaktor für die Industrie in Deutschland dar. Steinkohle, Braunkohle, Gas und Erdöl waren auch hierzulande bisher die wichtigsten Primärenergieträger. Doch seit dem Reaktorunglück in Fukushima findet ein Umbruch statt. Die 2011 eingeleitete Energiewende führt aufgrund der Bedeutung des Stromnetzes für die Industrie zu einem gravierenden Eingriff in die deutsche Wirtschaft. Dass der verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung nicht nur positive Auswirkungen hat, beschäftigt momentan sowohl Netzbetreiber, Investoren, Endkunden als auch die Industrieversicherer. Besonders problematisch stellt sich die Lage für die Betreiber von Kohle- und Gaskraftwerken dar. Aufgrund des stark schwankenden Strombedarfs im Zusammenhang mit der volatilen Einspeisung von Wind- und Solarenergie wird beim konventionellen Kraftwerksbetrieb höchste Flexibilität gefordert. Das häufigere Zu- und Abschalten der Kraftwerke führt dabei zu stärkerem Verschleiß der Maschinen und Anlagen. Zusätzlicher Kostendruck aufgrund von extrem niedrigen Strompreisen an den Börsen wirkt sich negativ auf Wartungs- und Instandhaltungsaktivitäten aus. Da Kraftwerksbetreiber ihre Sach- und Betriebsunterbrechungsrisiken gerne durch entsprechende Versicher-ungen minimieren möchten, stellen diese schadenfördernden Faktoren große künftige Herausforderungen auch für den technischen Versicherer dar. In der vorliegenden Arbeit soll daher folgende Frage primär diskutiert und soweit möglich beantwortet werden: Wie wirkt sich die Energiewende auf den Betrieb und das versicherungstechnische Risiko von konventionellen Kraftwerken aus?
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Stromversorgung in Deutschland und skizziert die Problematik, dass die Energiewende den Betrieb konventioneller Kraftwerke durch notwendige Flexibilisierung schadenanfälliger macht.
2. Technische Versicherungen und konventionelle Kraftwerke: Dieses Kapitel führt in die Sparte der Technischen Versicherungen ein, beschreibt die relevanten Kraftwerkstypen und verdeutlicht den hohen Versicherungsbedarf von Anlagen aufgrund ihrer Komplexität und Größe.
3. Die Energiewende und ihre Auswirkungen: Das Hauptkapitel analysiert das EEG, die ökonomischen Folgen für den Strommarkt sowie die technischen Schäden an Anlagen durch Wechsellastbetrieb und Stillstandszeiten, gefolgt von einer Risikobewertung aus Sicht der Versicherer.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Energiewende die Schadenrisiken erhöht und Versicherer proaktiv durch Risikomanagement und eine angepasste Portfoliogestaltung auf diese veränderten Rahmenbedingungen reagieren müssen.
Energiewende, Technische Versicherungen, konventionelle Kraftwerke, Wechsellastbetrieb, Sachversicherung, Maschinenbruch, Betriebsunterbrechung, EEG, Risikomanagement, Schadenpotenzial, Korrosion, Materialermüdung, Strommarkt, Kraftwerkstechnik, Industrieversicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie die Energiewende in Deutschland den Betrieb von konventionellen Kraftwerken und das daraus resultierende versicherungstechnische Risiko für Versicherer beeinflusst.
Die zentralen Themen umfassen die Technische Versicherung als Sparte, die Auswirkungen des EEG auf den Strommarkt, die technischen Auswirkungen auf die Kraftwerkskomponenten durch häufige Lastwechsel und die Herausforderungen für das Risikomanagement der Versicherer.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie sich die Energiewende auf das versicherungstechnische Risiko konventioneller Kraftwerke auswirkt und welche Handlungsspielräume sich daraus für Industrieversicherer ergeben.
Es erfolgt eine fundierte theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Versicherungsberichten und Branchenstatistiken, ergänzt durch Beispiele aus der Versicherungspraxis.
Im Hauptteil werden das EEG und der Strommarkt betrachtet, gefolgt von der technischen Problematik des Wechsellastbetriebs und den Auswirkungen auf Schadenpotenziale und das Risikomanagement sowie die Prämiengestaltung.
Kernbegriffe sind Energiewende, Technische Versicherungen, Kraftwerkstechnik, Wechsellastbetrieb, Schadenpotenzial und Risikomanagement.
Durch häufiges An- und Abfahren entstehen thermische Spannungen und mechanische Belastungen, die zu erhöhtem Verschleiß, Materialermüdung und verstärkter Korrosion an essentiellen Komponenten wie Turbinen führen.
Durch den hohen Kostendruck aufgrund niedriger Strompreise werden Instandhaltungsbudgets oft gekürzt und Revisionsintervalle verlängert, was das Risiko für Folgeschäden laut den Versicherern zusätzlich erhöht.
Versicherer können durch eine individualisierte Risikobewertung, die Vereinbarung höherer Selbstbehalte, eine intensivere Wartung fordern oder ihre Portfoliostruktur anpassen, um unrentable Risiken zu minimieren.
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