Bachelorarbeit, 2015
94 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Der Arbeitsmarkt im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang
3 Einführung in die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
3.1 Der Neoklassische Arbeitsmarkt
3.2 Das Saysche Theorem
3.3 Die Humankapitaltheorie
3.4 Der Keynesianische Arbeitsmarkt
3.5 Das monopsonistische Arbeitsmarktmodell
3.6 Kaitz-Index-Median-Mindestlohn
4 Arten des Mindestlohns
4.1 Arbeitsmarkt ohne Mindestlohn
4.2 Arbeitsmarkt mit Mindestlohn
5 Mindestlöhne im internationalen Vergleich
5.1 Mindestlohn USA
5.2 Europaweite Vergleiche (Schweiz)
5.3 Gesetzliche Mindestlöhne in EU-Mitgliedstaaten
5.3.1 Die Niederlande:
5.3.2 Belgien:
5.3.3 Luxemburg:
5.3.4 Frankreich:
5.3.5 Großbritannien:
5.4 Jugendmindestlöhne in Europa
6 Tarifautonomiestärkungsgesetz
6.1 Gesetzliche Grundlagen des Mindestlohngesetzes (MiLoG)
6.2 Ausnahmen in der Gesetzgebung
6.2.1 Praktikanten
6.2.2 Kinder und Jugendliche
6.2.3 Ehrenamtliche Tätigkeit
6.2.4 Langzeitarbeitslose
6.3 Übergangsregelung in der Gesetzgebung bis Ende 2017
6.3.1 Der Anwendungsbereich des MiLoG
6.3.2 Zeitungszusteller
7 Bestehende Mindestlöhne in Deutschland
7.1 Nationaler Mindestlohn
7.2 Regionale Mindestlöhne
7.3 Branchenspezifische Mindestlöhne
7.4 Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor
7.4.1 Ab 1. Januar 2015 betroffene Branchen
7.4.2 Hotelbranche, Gastgewerbe, Reinigungsbranche
7.4.3 Taxibranche
7.4.4 Eigene Umfrage in der Taxibranche
7.4.5 Anrechenbarkeit von Zahlungen beim Mindestlohn
8 Volkswirtschaftliche Auswirkungen
8.1 Fiskalische Auswirkungen der Einführung eines einheitlichen Mindest-lohns auf den deutschen Arbeitsmarkt
8.2 Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Sozialleistungs-systeme und Sozialsicherungssysteme
8.3 Förderung der Schattenwirtschaft durch den Mindestlohn
9 Wirtschaftsspezifische Auswirkungen des Mindestlohns
9.1 Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft
9.1.1 Ein Mindestlohn ohne Auswirkungen (Gesamtwirtschaftlich)
10. Mindestlöhne schaffen Klarheit
10.1. Ein Mindestlohn mit negativen Auswirkungen (gesamtwirtschaftlich)
10.2. Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf kleine und mittelständische Unternehmen
10.2.1 Personalabbau in Betrieben
10.2.2. Preiserhöhung in Betrieben
10.2.3. Kosten durch Bürokratie in Betrieben (Die Aufzeichnungspflicht der Arbeitsstunden)
10.3. Auswirkungen in einzelnen Gewerbezweigen
10.3.1. Auswirkungen des gesetzlichen ML auf die Gastronomie
10.3.2 Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Hotellerie
10.3.3. Auswirkungen der gesetzlichen Mindestlohn auf das Tankstellen-gewerbe
10.3.4. Auswirkungen der gesetzlichen Mindestlohn auf KFZ Gewerbe
11 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen des einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich die Einführung des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt, die Unternehmen und die gesamtwirtschaftliche Stabilität auswirkt, sowie welche Rolle die Gesetzgebung dabei spielt.
3.1 Der Neoklassische Arbeitsmarkt
Das Basismodell des Arbeitsmarkts in der Neoklassik behauptet, dass die so genannte „invisible hand“ des Wettbewerbs zu den richtigen Ergebnissen führt. Aber nur, wenn die korrekten Parameter zulassen, dass die Marktkräfte sich frei bewegen können und der Wettbewerb sich voll und ganz entfaltet hat. Zustände, die nicht gern gesehen werden auf dem Arbeitsmarkt, werden ganz einfach durch Einschränkungen des Wettbewerbes in seiner Freiheit erklärt bzw. entschuldigt.
Die neoklassische Theorie geht davon aus, dass der Arbeitsmarkt, wie alle anderen Gütermärkte funktioniert. Um Angebot und Nachfrage in ein Gleichgewicht zu verlagern, nutzt man die Lohnhöhe. Das bedeutet ebenso, dass die Arbeitslosigkeit, die Folge von außerordentlich hohen Reallöhnen sind. So könnte eine Anpassung der Löhne auch die Zahl der Arbeitslosen reduzieren. Das wird als Markträumung bezeichnet. Geht es nach der neoklassischen Theorie, würde es bedeuten, dass es keine andauernde, unfreiwillige Arbeitslosigkeit gibt. Demnach bräuchten Arbeitslose, die wirklich die Arbeitslosigkeit hinter sich lassen möchten, nur ihre Anforderungen an den Lohn reduzieren. Nur eine kurz andauernde Gleichgewichtsstörung, kann demzufolge die Arbeitslosigkeit herbeiführen.
1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik des Mindestlohns, Darstellung der Fragestellungen und Erläuterung der Vorgehensweise.
2 Der Arbeitsmarkt im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang: Analyse der wirtschaftlichen Lage in Deutschland zwischen 2012 und 2015 und der Entwicklung der Steuereinnahmen und Beschäftigung.
3 Einführung in die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik: Beschreibung allgemeiner theoretischer Modelle wie Neoklassik, Say'sches Theorem, Humankapitaltheorie und Keynesianismus.
4 Arten des Mindestlohns: Differenzierung zwischen nationalen, regionalen und branchenspezifischen Mindestlöhnen sowie deren ökonomische Darstellung.
5 Mindestlöhne im internationalen Vergleich: Analyse internationaler Mindestlohnbeispiele, deren Anpassungsmechanismen und Auswirkungen in verschiedenen Ländern.
6 Tarifautonomiestärkungsgesetz: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen des Mindestlohngesetzes, inklusive Ausnahmeregelungen für spezielle Gruppen.
7 Bestehende Mindestlöhne in Deutschland: Detaillierte Betrachtung von Branchen mit Mindestlohnregelungen und der Situation im Niedriglohnsektor.
8 Volkswirtschaftliche Auswirkungen: Untersuchung der fiskalischen Auswirkungen und der Förderung der Schattenwirtschaft durch den Mindestlohn.
9 Wirtschaftsspezifische Auswirkungen des Mindestlohns: Analyse der Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft.
10. Mindestlöhne schaffen Klarheit: Diskussion über die Umsetzungsprobleme, Bürokratieaufwand und Auswirkungen auf spezifische Branchen wie Gastronomie und Hotellerie.
11 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Prognosen und Fazit zur bisherigen Entwicklung des Mindestlohns in Deutschland.
Mindestlohn, Mindestlohngesetz, MiLoG, Arbeitsmarkt, Beschäftigungspolitik, Niedriglohnsektor, Fiskalische Auswirkungen, Schattenwirtschaft, Tarifautonomie, Humankapitaltheorie, Neoklassik, Keynesianismus, Arbeitslosigkeit, Lohnentwicklung, Branchenmindestlohn
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns auf den deutschen Arbeitsmarkt, wobei sowohl theoretische Modelle als auch praktische Auswirkungen in verschiedenen Branchen untersucht werden.
Zentrale Themen sind die arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen, internationale Vergleiche, die bürokratischen Herausforderungen für Unternehmen sowie die Auswirkungen auf das Steuersystem und die Sozialkassen.
Das Ziel ist es, die ökonomischen Konsequenzen des Mindestlohns zu durchleuchten und zu beurteilen, ob dieser tatsächlich Armut lindert oder negative Effekte auf die Beschäftigung und die Wirtschaft hat.
Es handelt sich um eine literarische Arbeit, die auf Basis verlässlicher Literatur, aktueller Wirtschaftsdaten, Presseberichte und einer eigenen kleinen empirischen Umfrage in der Taxibranche erstellt wurde.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (wie das Saysche Theorem oder die Humankapitaltheorie), internationale Erfahrungen, die gesetzlichen Grundlagen des MiLoG sowie spezifische Analysen für Branchen wie Gastronomie und Hotellerie erörtert.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Niedriglohnsektor, Beschäftigungspolitik, Schattenwirtschaft und Tarifautonomie beschreiben.
Die Mehrheit der befragten Taxifahrer in der Umfrage von Selahattin Kilic sieht eine hohe Gefahr für Arbeitsplatzverluste und bewertet die Dokumentationspflicht für Arbeitszeiten kritisch.
Der bürokratische Aufwand wird kritisiert, da die Dokumentationspflicht alle Unternehmen betrifft, hohe Kosten verursacht und insbesondere kleine und mittelständische Betriebe vor große organisatorische Probleme stellt.
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