Bachelorarbeit, 2014
95 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten der Konzepte
2.1. Problemstellung
2.2. Das Konzept „Integration“
2.2.1. Entstehung und Entwicklung
2.2.2. Definitionsversuch
2.2.3. Umsetzung
2.2.4. Kritik am Konzept
2.3. Das Konzept „Inklusion“
2.3.1. Entstehung und Entwicklung
2.3.2. Definitionsversuch
2.3.3. Umsetzung
2.3.4. Kritik am Konzept
3. Rechtlicher Rahmen
3.1. International
3.2. Die Gesetzeslage in Deutschland
3.3. Das Bundesland Rheinland-Pfalz
4. Forschungsstand
5. Forschungsinteresse und Fragestellung
6. Methodische Überlegungen
6.1. Forschungsdesign
6.2. Erhebungsmethode
6.3. Untersuchungsinstrument
6.4. Konstruktion der Befragung
6.5. Durchführung
6.6. Transkript
6.7. Auswertung
7. Auswertung und Interpretation der Interviews
7.1. Datendarstellung
7.2. Analyse
7.2.1. „Dass es keine Ausgrenzung gibt“
7.2.2. „Ein radikaler Umbau“
7.2.3. „Das komplette Paket eben“
7.2.4. „Zum Teil differenzierte Sachen“
7.2.5. „Nicht für alle den gleichen Arbeitsauftrag“
7.2.6. „Wir haben hier ja unsere Förderlehrer“
7.2.7. „Das war nie ein Thema“
7.2.8. „Ein sehr positives Fazit“
7.2.9. „Man merkt in der Klassengemeinschaft nicht wer ein Gutachten hat“
7.2.10. „Man weiß es nicht“
7.2.11. „Durchgehend doppelt besetzen“
7.2.12. „Noch eine Stufe weiter“
7.3. Zusammenfassende Interpretation
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Umsetzung der Konzepte „Integration“ und „Inklusion“ an einer integrierten Gesamtschule in Rheinland-Pfalz aus der Perspektive der dort tätigen Lehrkräfte, um Chancen und Problemfelder in der schulischen Praxis zu identifizieren.
2.2.4. Kritik am Konzept „Integration“
Es wurden die Schülerinnen und Schüler gemessen, sortiert und geordnet in dem Glauben, dass es normale und eben demzufolge auch Nicht-normale Schülerinnen und Schüler (vgl. Köbsell 2012, S. 180f.; Robeck 2012, S. 127-134; Wocken 2010, S. 220-223), welche letztere im Zuge der Integration dann eingegliedert und angepasst werden sollen in Form „‚kategorisierten‘, für die Separation eingestuften Kinder in eine Gruppe von Kindern der normalen, homogenen Klasse.“ (Häberlein-Klumpner 2009, S. 40). Es liegt an den Schülerinnen und Schüler sich an die Begebenheiten anzupassen. (vgl. Robeck 2012, S. 127-134; Wocken 2010, S. 220-223). Laut Christiane Bischoff (2014) liegt die Kritik an der Integration also darin, dass die Integration „von bestehenden Systemen und damit auch von einer vorgegebenen Gesellschaft ausgeht.“ (Bischoff 2014, S. 38).
Integration scheitert in der Praxis an vielen Punkten. Oftmals wird die Meinung vertreten, dass Integration nur nach Art und Grad der „Behinderung“ erfolgt. Es findet beispielsweise Ausgrenzung einiger Schülerinnen und Schüler statt, da sie nicht in der Lage seien, das gleiche Ziel zu erreichen wie andere in der Klasse. Schwerbehinderte beispielsweise sind meistens ausgenommen, da sie durch zum Beispiel mehrfacher „Behinderung“ unter anderem nicht in der Lage seien, den Unterricht folgen zu können und die anderen Kinder nicht am Lernen zu hindern und einen Schonraum benötigten (vgl. Schöler 2008, S. 157; Feuser 2012, S. 31). Damit ist jedoch erneut eine Exklusion gewisser Schülerinnen und Schüler aus der Regelschule, dem gemeinsamen Unterricht in einer Schule für alle, gegeben (vgl. Robeck 2012, S. 128). Es bemängelt, dass die Schülerinnen und Schüler mit „Behinderung“ zum einen diese zuerst attestiert lassen müssten, um integriert werden zu können und damit eine Aussonderung voraussetzen. Nicht beachtet bleibt dabei jedoch oft die Kind-Umfeld-Analyse und damit die Folgen für das integrierte Kind. Stattdessen gilt Integration bereits als erfolgreich, wenn ein Kind zusammen mit anderen Schülerinnen und Schüler einer Regelklasse zusammen im Unterricht sitzt (vgl. Robeck 2012, S. 127-134). Integration wird manchmal so schon als solche bezeichnet, wenn es statt einem wirklichen gemeinsamen Lernen nur um ein Nebeneinander von heterogenen Gruppen handelt.
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen im heutigen Schulwesen und führt in die Arbeit ein, die den Einsatz der Konzepte „Integration“ und „Inklusion“ an einer Gesamtschule beleuchtet.
2. Begrifflichkeiten der Konzepte: Erörtert die theoretischen Grundlagen, Entstehung und kritische Perspektiven zu Integration und Inklusion.
3. Rechtlicher Rahmen: Analysiert internationale Konventionen und deren spezifische Umsetzung in Deutschland sowie im Bundesland Rheinland-Pfalz.
4. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über existierende Studien und Diskussionen zum Thema inklusive Beschulung.
5. Forschungsinteresse und Fragestellung: Formuliert das Ziel der Arbeit, die Umsetzung von Inklusion aus Sicht von Lehrkräften zu untersuchen.
6. Methodische Überlegungen: Erläutert das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews an einer integrierten Gesamtschule.
7. Auswertung und Interpretation der Experteninterviews: Detaillierte Darstellung und Analyse der gewonnenen Daten aus den Lehrer-Interviews entlang verschiedener Kategorien.
8. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die subjektive Natur der Studie und benennt Voraussetzungen für eine gelingende inklusive Gesellschaft.
Integration, Inklusion, Schule für alle, sonderpädagogischer Förderbedarf, Lehrerrolle, Teamarbeit, Heterogenität, empirische Forschung, Experteninterviews, Schulentwicklung, Rheinland-Pfalz, individuelle Förderung, Differenzierung, Bildungsrecht, UN-Behindertenrechtskonvention.
Die Arbeit untersucht, wie die Konzepte „Integration“ und „Inklusion“ an einer integrierten Gesamtschule in Rheinland-Pfalz in die Praxis umgesetzt werden.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung der Begriffe, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Rolle der Lehrkräfte sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung im schulischen Alltag.
Das Ziel ist es, die Umsetzung der Konzepte durch Experteninterviews mit Lehrkräften zu beleuchten und dabei sowohl Vorteile als auch bestehende Problemfelder aus deren subjektiver Sicht aufzuzeigen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit drei Lehrkräften basiert, welche nach dem Modell der Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse des rechtlichen Rahmens, die methodische Vorgehensweise und die konkrete Auswertung der Interviews zu Themen wie Ressourcen, Unterrichtsplanung und Teamarbeit.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Integration, Heterogenität, sonderpädagogischer Förderbedarf, Teamteaching, Differenzierung und Schulentwicklung.
Die Lehrkräfte bewerten das Konzept als erstrebenswert und positiv, betonen jedoch, dass es in der Praxis noch an Ressourcen, baulichen Gegebenheiten und einer einheitlichen, realistischen Umsetzung mangelt.
Teamarbeit wird als essenzielle Voraussetzung für das Gelingen der Inklusion angesehen, jedoch wird kritisiert, dass durch unklare Rollenverteilung und Mangel an Personal häufig Konfliktpotenzial entsteht.
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