Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit
2.1 Vorbemerkungen und Begriffserklärungen
2.2 Phasen der Entwicklungsarbeit
2.3 Das Umdenken zur Nachhaltigkeit
2.4 Die Rolle nichtstaatlicher Entwicklungszusammenarbeit
3. Nachhaltigkeitsevaluation in der Entwicklungszusammenarbeit
3.1 Vorbemerkungen zur Evaluierungsproblematik
3.2 Der Evaluierungskatalog des BMZ
3.3 Kritische Würdigung und Ergänzungen
4. Vorstellung und Evaluation der Projekte
4.1 Vorbemerkungen zur Auswahl der Projekte
4.2 Cidades sem Fome (Städte ohne Hunger)
4.2.1 Vorstellung des Projekts
4.2.2 Evaluation der Nachhaltigkeit
4.3 Engineers Without Borders
4.3.1 Vorstellung des Projekts
4.3.2 Evaluation der Nachhaltigkeit
4.4 Das Gonzalinho-Kinderprojekt
4.4.1 Vorstellung des Projekts
4.4.2 Evaluation der Nachhaltigkeit
5. Ergebnisse der Evaluationen
5.1 Ergebnis der Übertragung des BMZ-Katalogs
5.2 Ergebnis der Nachhaltigkeitsevaluation
6. Fazit und Ausblick in die Zukunft
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Evaluierungskriterien für staatliche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf nichtstaatliche Projekte übertragbar sind und wie diese durch Aspekte institutioneller Reformen und menschenrechtlicher Sinnhaftigkeit ergänzt werden können.
Nachhaltige und optimale Entwicklung
Das heißt, wie in Abbildung 1 rein schematisch dargestellt, dass das Umschwenken zu einer nachhaltigen Entwicklung kurzfristig die Entwicklung von Wohlstand bremsen, langfristig eine nicht nachhaltige Entwicklung aber überflügeln kann. Im Feld der Entwicklungszusammenarbeit kann dieser Konflikt noch drastischer zutage treten, wenn nämlich zum Beispiel in Form einer „dreckigen“ Industrialisierung sehr viel schneller als auf jede andere Art die Lebensbedingungen einer sehr armen und hungernden Bevölkerung verbessert werden können, so opfert man mit einem Beharren auf eine nachhaltige Entwicklung einen schnelleren Wohlstand und Wohlergehen und im Extremfall das Leben von Betroffenen einem langfristigen Ideal (vgl. Pearce, 1996, S. 8-10). Nachhaltig ist nicht gleichbedeutend mit gut und vor allem ist nicht alles nicht gut, was nicht nachhaltig ist.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Krisensituation und die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Entwicklungszusammenarbeit hin zu nachhaltigen Ansätzen.
2. Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, zeichnet die historische Entwicklung der Entwicklungspolitik nach und diskutiert verschiedene Nachhaltigkeitskonzepte.
3. Nachhaltigkeitsevaluation in der Entwicklungszusammenarbeit: Hier wird die Problematik der Messbarkeit von Nachhaltigkeit erläutert und der BMZ-Evaluierungskatalog als Referenzrahmen vorgestellt.
4. Vorstellung und Evaluation der Projekte: Drei nichtstaatliche Projekte werden detailliert porträtiert und anhand des BMZ-Katalogs sowie ergänzender Kriterien evaluiert.
5. Ergebnisse der Evaluationen: Die Ergebnisse zeigen, dass der BMZ-Katalog trotz einiger Einschränkungen prinzipiell auf nichtstaatliche Projekte übertragbar ist und wertvolle Anhaltspunkte liefert.
6. Fazit und Ausblick in die Zukunft: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit flexibler, anpassbarer Evaluationskonzepte und betont, dass Nachhaltigkeit ein fortlaufender Lernprozess ist.
Nachhaltigkeit, Entwicklungszusammenarbeit, BMZ, Evaluation, nichtstaatliche Organisationen, NGOs, Cidades sem Fome, Engineers Without Borders, Gonzalinho-Projekt, soziale Gerechtigkeit, Institutionen, Menschenrechte, Amartya Sen, Wirkungsmessung, Entwicklungsökonomie.
Die Arbeit analysiert die Übertragbarkeit der offiziellen BMZ-Evaluierungskriterien für staatliche Entwicklungsprojekte auf den Bereich der nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit.
Zentrale Themen sind Nachhaltigkeit, Wirksamkeitsprüfung, die Rolle von NGOs, sowie der Einfluss von Institutionen und Menschenrechten auf Entwicklungsprozesse.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der BMZ-Fragebogen als Leitfaden für die Nachhaltigkeitsbewertung privater Projekte taugt und wie er inhaltlich sinnvoll ergänzt werden kann.
Es wird eine qualitative Evaluation durchgeführt, die auf Literaturanalyse sowie persönlichen Gesprächen und Fragebögen mit den Projektverantwortlichen basiert.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Nachhaltigkeit und der praktischen Fallstudien-Evaluation zu den Projekten Cidades sem Fome, Engineers Without Borders und dem Gonzalinho-Projekt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Evaluation, "Development as Freedom", institutionelle Reformen und nichtstaatliches Engagement.
Der Autor sieht den Katalog als nützliches, wenngleich unvollkommenes Instrument, das eine gute Struktur bietet, aber durch normative Ansätze erweitert werden sollte.
In Anlehnung an Acemoğlu und Robinson argumentiert der Autor, dass nachhaltige Entwicklung einen positiven Wandel der politischen und wirtschaftlichen Institutionen vor Ort erfordert.
Die Evaluierung ist komplex, da sie häufig subjektiv ist, an Langfristigkeit scheitert und die Projekte oft stark von Einzelpersonen oder sporadischen Spenden abhängig sind.
Sen's Ansatz erweitert das Verständnis von Entwicklung von reinem Wirtschaftswachstum hin zu einer Vergrößerung der individuellen Freiheiten und Verwirklichungschancen.
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