Masterarbeit, 2015
110 Seiten, Note: 1,8
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anwendung der Norm „Responsibility to Protect“ (R2P) im Syrien-Konflikt. Sie analysiert, warum die internationale Gemeinschaft trotz eines scheinbar dringenden Handlungsbedarfs keine militärische Intervention im Konflikt eingeleitet hat. Die Arbeit befasst sich mit den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für R2P sowie den unterschiedlichen Positionen der wichtigsten Akteure in der internationalen Politik.
Die Einleitung stellt die Norm „Responsibility to Protect“ vor und erläutert ihre Entstehung und Anwendung in verschiedenen Konflikten. Kapitel 2 befasst sich mit der Genese des Konflikts in Syrien, den Voraussetzungen für eine R2P-Intervention und dem aktuellen Diskussionsstand. In Kapitel 3 werden die Gründe für das Ausbleiben einer militärischen Intervention der internationalen Gemeinschaft untersucht. Die Arbeit analysiert dabei zwei verschiedene theoretische Ansätze: den neorealistischen und den sozialkonstruktivistischen Ansatz. Kapitel 4 untersucht die Perspektive verschiedener internationaler Akteure auf die R2P-Norm und die Situation in Syrien.
Responsibility to Protect, Syrien-Konflikt, Internationale Politik, Humanitäre Intervention, Neorealismus, Sozialkonstruktivismus, Staatliche Souveränität, Macht, Interessen, UN-Sicherheitsrat, Veto, USA, Russland, China, EU.
Die Schutzverantwortung verpflichtet die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen, wenn ein Staat seine Bevölkerung nicht vor schweren Menschenrechtsverletzungen wie Völkermord oder Kriegsverbrechen schützt.
Eine Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat scheiterte mehrfach am Veto von Russland und China. Zudem gab es machtpolitische Interessen, die eine Intervention verhinderten.
Aus neorealistischer Sicht handeln Staaten nach ihren eigenen nationalen Interessen und Machtkalkülen. Wenn eine Intervention die eigene Sicherheit oder strategische Position gefährdet, bleibt sie aus.
Das Dilemma beschreibt den Konflikt zwischen der moralischen Norm des Schutzes von Menschenleben (R2P) und den harten politischen Realitäten und Souveränitätsansprüchen der Nationalstaaten.
Die Arbeit nennt Beispiele wie Libyen, Côte d'Ivoire, Süd-Sudan und den Jemen, in denen die Norm im Jahr 2011 eine Rolle spielte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

