Masterarbeit, 2014
99 Seiten, Note: 47 von 48 möglichen Punkten
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Fragestellungen
1.2 Ziele und Zielgruppen
1.3 Vorgehen
2 Präventionstheoretische Einordnung
2.1 Systemtheoretische Ansätze
2.2 Begriff Prävention
2.3 Begriff Risiko
2.4 Begriff Einflussfaktoren
2.5 Begriffe Verhaltens- und Verhältnisprävention
3 Problemstellung Unfälle in Snowparks
3.1 Begriffe Snowpark und Schneesport
3.2 Begriff Unfall
3.3 Unfalldatenanalyse
4 Literaturbezogene Einflussfaktorenanalyse
4.1 Vorgehen und Eingrenzung
4.2 Ergebnisse aus der Literatur
4.3 Risikoverhalten von Jugendlichen
4.4 Ableitung von Faktoren aus Verhaltensregeln
5 Experten- und Expertinnenbefragungen
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Ergebnisse der Befragungen
6 Klassifizierung und Gewichtung der Einflussfaktoren
6.1 Klassifizierung der Einflussfaktoren
6.2 Gewichtung der Einflussfaktoren
7 Diskussion und Empfehlungen
7.1 Diskussion der Einflussfaktoren
7.2 Diskussion der Verhaltens- und Verhältnisprävention in Snowparks
7.3 Diskussion der Verhaltensregeln in Snowparks
7.4 Ableitung von Empfehlungen
8 Rückblick und Ausblick
9 Literatur- und Quellenverzeichnis
Das Hauptziel dieser Master-Arbeit ist es, durch Literaturanalysen sowie Experten- und Expertinnenbefragungen verhaltensbezogene Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren, die Unfälle von Schneesportler/innen in Snowparks beeinflussen, diese Faktoren zu gewichten und daraus praxisorientierte Präventionsempfehlungen abzuleiten.
4.2 Ergebnisse aus der Literatur
Nachfolgend werden die Befunde aus der Literatur zu den verhaltensbezogenen Einflussfaktoren auf Unfälle in Snowparks dargestellt. Verschiedene Quellen werden jeweils zu einem gemeinsamen Faktor zusammengeführt.
Risikoeinschätzung/Risikokompetenz
Im Sicherheitsdossier Unfallforschung Sport führen Bianchi und Brügger (2012) eine schlechte Risikoeinschätzung hauptsächlich auf zwei Gründe zurück: Die fehlende Erfahrung von Schneesportler/innen in Snowparks (S. 143) und die Unterschätzung des möglichen Unfallausmasses im Schneesport allgemein (S. 136).
Beim Einschätzen des eigenen Risikos tritt auch der Begriff der Eigenverantwortung in Erscheinung. Nach Müller (2010, S. 25) besteht die Eigenverantwortlichkeit im Schneesport darin, dass die Sportler/innen selbst die Verantwortung über ihre Entscheidungen tragen müssen. Dabei geht es um die Einschätzung der eigenen Verfassung und des Könnens, sowie um die Einschätzung der Situation im Snowpark. Der Begriff Risiko wird wie nach Luhmann (1991, S. 31) auch hier als Folge einer Entscheidung gesehen.
In ihren Ausführungen zur Risikokompetenz als Konzept der Informationsverarbeitung beschreibt Esther Walter (2014) den Begriff Risikokompetenz als kognitives, emotional-motivationales Konstrukt. Die Risikokompetenz wird als eine Gesamtheit von vielschichtigen inneren Prozessen betrachtet und in verschiedene Teilkompetenzen aufgeteilt: Wahrnehmungs- und Beurteilungskompetenz bilden zusammen das Gefahrenbewusstsein, Entscheidungs- und Handlungskompetenz bilden Selbststeuerungsfähigkeiten (Abbildung 3).
1 Einleitung: Klärung der Ausgangslage und Definition der Forschungsfrage bezüglich verhaltensbezogener Einflussfaktoren auf Unfälle in Snowparks.
2 Präventionstheoretische Einordnung: Aufbau einer theoretischen Basis nach Martin Hafen zur Unterscheidung von Präventionsbegriffen und Systemtheorie.
3 Problemstellung Unfälle in Snowparks: Definition der Begriffe und Analyse der Unfalldaten, um das Ausmass des Problems zu erfassen.
4 Literaturbezogene Einflussfaktorenanalyse: Zusammenstellung von Risikofaktoren basierend auf Fachliteratur und Ableitung von Faktoren aus bestehenden Regeln.
5 Experten- und Expertinnenbefragungen: Qualitative Untersuchung von Expertenwissen zur Ergänzung des theoretischen Wissens durch Praxiseinblicke.
6 Klassifizierung und Gewichtung der Einflussfaktoren: Systematische Zusammenführung und Gewichtung der Faktoren nach ihrem Einfluss auf das Unfallrisiko.
7 Diskussion und Empfehlungen: Diskussion der Ergebnisse und Ableitung konkreter Massnahmen für die verschiedenen Zielgruppen.
8 Rückblick und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellungen und Aufzeigen weiterer Forschungsfelder.
Snowparks, Unfallprävention, Risikoverhalten, Schutzfaktoren, Risikokompetenz, Verhaltensprävention, Schneesport, Sturzprävention, Unfallanalyse, Jugendliches Risikoverhalten, Sportunfälle, Gesundheitsförderung, Gruppendruck, Eigenverantwortung, Risikofaktoren.
Die Arbeit untersucht, welche verhaltensbezogenen Faktoren das Unfallgeschehen von Schneesportler/innen in Snowparks positiv oder negativ beeinflussen.
Zentrale Felder sind die Präventionstheorie, die Analyse von Unfalldaten, die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Rolle von Verhalten und Gruppendynamik.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche verhaltensbezogenen Risiko- und Schutzfaktoren Unfälle in Snowparks beeinflussen, diese zu gewichten und Präventionsempfehlungen abzuleiten.
Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse und qualitativen Leitfaden-Interviews mit Experten durchgeführt, deren Daten inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die präventionstheoretische Einordnung, eine Unfalldatenanalyse, die Herleitung von Einflussfaktoren aus Literatur und Befragungen sowie deren Gewichtung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Snowparks, Unfallprävention, Risikokompetenz, Verhaltensprävention und Schutzfaktoren.
Die Arbeit zeigt, dass die Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten in Kombination mit der Wahl zu schwieriger Elemente einer der am höchsten gewichteten Risikofaktoren ist.
Insbesondere bei Jugendlichen kann Gruppendruck zu risikoreicherem Verhalten führen, während eine unterstützende Gruppe auch einen Schutzfaktor darstellen kann.
Eine gute physische Kondition (Kraft, Ausdauer, Konzentration) hilft, die bei Sprüngen auftretenden Kräfte zu bewältigen und verhindert frühzeitige Ermüdung, die zu Unfällen führen kann.
Die Arbeit empfiehlt einen ganzheitlichen Ansatz, der Empowerment, Partizipation und eine attraktivere Kommunikation von Sicherheitsregeln (z.B. autodidaktische Lektionen) in den Fokus rückt.
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