Masterarbeit, 2012
181 Seiten, Note: 1,6
1 Hintergrund und Problematik in der Versorgung von demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege
1.1 Begriffsdefinition und das Krankheitsbild der Demenz
1.2 Formen und Symptomatik der Demenz
1.3 Epidemiologie der Demenz
1.4 Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz
1.5 Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten der Demenz
1.6 Humor und Lachen und ihre therapeutischen Stärken in der Demenzpflege
1.6.1 Humordefinition
1.6.2 Humortheorien
1.6.3. Definition für Lachen
1.7 Positive Auswirkungen von Humor und Lachen
1.8 Humor in der Pflegewissenschaft, Pflegepraxis und Nursing Interventions Classification (NIC)
2 Literaturübersicht
3 Frage und Methodik
3.1 Design
3.2 Datenerhebungen
3.2.1 Stichprobenauswahl
3.2.2 Instrumente
3.3 Analyseplan
3.4 Ethische Richtlinien
4 Ergebnisse
5 Diskussion und Konklusion
5.1 Schwächen der Methodik
5.2 Vergleiche zur anderen Forschungen
5.3 Empfehlungen an Praxis und Forschung
6 Planungen der Implementierung des „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzepts bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege
6.1 Neuerungen in der Organisation der ambulanten häuslichen Pflege
6.2 Aus- und Fortbildung des Pflegepersonals
6.3 Humor- und Pflegestandards bei demenziell erkrankten Menschen
6.3.1 Humorbiografie
6.3.2 Humoranamnese
6.3.3 Humorplanung
6.3.4 Humorinterventionen
6.3.5 Evaluation von Humorinterventionen
Schlussfolgerung
Die Masterarbeit untersucht mittels eines quasiexperimentellen Forschungsdesigns, inwieweit Humorinterventionen das Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege beeinflussen können. Ziel ist es, evidenzbasierte Ansätze für die Pflegepraxis zu entwickeln, um Lebensqualität und Wohlbefinden der Betroffenen sowie deren Umfeld zu steigern.
1.6 Humor und Lachen und ihre therapeutischen Stärken in der Demenzpflege
Ich möchte dieses Kapitel mit einem Zitat von Iren Bischofberger beginnen:
„ Humor ist ein menschliches Phänomen, das sich trotz Gesundheitsbeeinträchtigungen und Behinderung durch alle Lebensphasen hindurch zieht. Sowohl die Gabe als auch die Fähigkeit, Humor wahrnehmen und ausdrücken zu können, verändern sich im Laufe der Biografie. Daher können sich auch die Bedürfnisse der kranken Menschen und deren Familien in Bezug auf Heiterkeit und Lachen wandeln. Im Zentrum steht stets das Ziel, den krankheitsbedingten Missgeschicken und Unzulänglichkeiten mit heiterer Gelassenheit zu begegnen.“ 106
Humor ist die Sprache der Menschheit, die Individuen bis zum Tod begleitet107. Humor ist ein Teil aller Kreaturen und gesellschaftlich sowie kulturell stark geprägt. Parallel dazu steht das Lachen als eine Reaktion der Lebensfreude, welche die Persönlichkeit eines Menschen ausmacht108. Humor zählt zu der existenziellen Substanz des Lebens und ist für die Pflege erforderlich109.
Hirsch (2003) besteht auf viel Humor und Lachen mit den demenziell erkrankten Menschen. Ihre Unvollkommenheiten sollten mit Humor wahrgenommen werden, so dass sie nicht ausgelacht werden, sondern mit ihnen zusammen gelacht wird110. Humor und Lachen helfen den demenziell erkrankten Menschen im mühsamen Alltag das Vertrauen und den inneren Ausgleich zu gewinnen111.
1 Hintergrund und Problematik in der Versorgung von demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege: Dieses Kapitel beleuchtet die steigende Demenzprävalenz und die Herausforderungen in der häuslichen Pflege, wobei Humor als vernachlässigte, aber potenzielle Ressource zur Entlastung identifiziert wird.
2 Literaturübersicht: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zu Humorinterventionen in der Demenzpflege dargestellt, wobei der Fokus auf Studien liegt, die Auswirkungen auf die Lebensqualität und Verhaltenssymptome untersuchen.
3 Frage und Methodik: Das Kapitel erläutert die Forschungsfrage sowie das quasiexperimentelle Studiendesign und das eigens entwickelte „Eine-Stunde-HUMOR“-Konzept zur Untersuchung von Verhaltensauffälligkeiten.
4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der empirischen Untersuchung präsentiert, die belegen, dass insbesondere Unruhe und Depressionen durch Humorinterventionen signifikant reduziert werden konnten.
5 Diskussion und Konklusion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, thematisiert Schwächen des methodischen Designs und gibt Empfehlungen für die zukünftige Praxis und Forschung.
6 Planungen der Implementierung des „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzepts bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege: Abschließend werden konkrete Maßnahmen für die organisatorische und pflegerische Einführung des Humorkonzepts vorgestellt, inklusive Ausbildung und Standardisierung.
Humorinterventionen, Demenz, häusliche Pflege, Verhaltensauffälligkeiten, Lebensqualität, Unruhe, Depression, Aggression, Humorbiografie, Pflegepraxis, Pflegeforschung, therapeutischer Humor, Angehörige, Pflegepersonal, Resilienz
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Humorinterventionen auf herausfordernde Verhaltensweisen bei Menschen mit Demenz, die in der häuslichen Pflege betreut werden.
Neben den medizinischen Grundlagen der Demenz stehen die psychologischen und sozialen Funktionen von Humor sowie deren praktische Anwendung in der Pflege im Vordergrund.
Das Ziel ist es, zu analysieren, welche spezifischen Verhaltensauffälligkeiten (Unruhe, Aggression, Depression) durch den Einsatz von Humor positiv beeinflusst werden können.
Es wurde ein quasiexperimentelles Forschungsdesign (Pretest-Posttest-Vergleich) gewählt, um die Wirksamkeit eines eigens entwickelten „Eine-Stunde-HUMOR“-Konzepts zu überprüfen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Literaturübersicht, die detaillierte Methodik der Untersuchung, die Analyse der erhobenen Daten sowie die Ableitung von Implementierungsplänen für die Pflegepraxis.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Humorinterventionen, Demenz, häusliche Pflege, Verhaltensauffälligkeiten und Lebensqualität gekennzeichnet.
Das Konzept ist ein strukturierter Ansatz, der auf der Humorbiografie des Patienten basiert und geplante Humorinterventionen vorsieht, um den Pflegealltag zu erleichtern und Stress zu mindern.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Humor bei verschiedenen Demenzstadien Anwendung finden kann, wobei die individuelle Biografiearbeit als Voraussetzung für den Erfolg gilt.
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