Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Aufbau der Arbeit und Forschungsthesen
1.3 Forschungsstand
2 Grundlegende Begriffe und theoretische Verortung
2.1 Außenpolitik
2.2 Drei Bereiche der Außenpolitik
2.2.1 Sicherheit
2.2.2 Wohlfahrt
2.2.3 Herrschaft
2.3 Zusammenfassung und Kritik
3 Grundzüge der Außenpolitik
3.1 Die Russische Föderation
3.1.1 Die Akteure russischer Außenpolitik
3.1.2 Die Gemeinschaft unabhängiger Staaten
3.1.3 Determinanten russischer Außenpolitik
3.1.4 Russische Außenpolitik gegenüber Zentralasien
3.1.5 Zwischenfazit I
3.2 Die Republik Tadschikistan
3.2.1 Akteure tadschikischer Außenpolitik
3.2.2 Die außenpolitischen Beziehungen zu den zentralasiatischen Nachbarstaaten
3.2.3 Determinanten tadschikischer Außenpolitik
3.2.4 Zwischenfazit II
4 Die russisch-tadschikischen Beziehungen von 1990-2012
4.1 Die Jahre 1990-1992: Außenpolitische Identitätsfindung und Unabhängigkeit
4.2 Die Jahre 1992-1997: Der Bürgerkrieg in Tadschikistan
4.3 Die Jahre 1997-2006: Souveränitätsgewinn Tadschikistans und Beginn der Arbeitsmigration
4.4 Die Jahre 2006 bis 2012: Wohlfahrt und wirtschaftliche Kooperation
5 Der Wandel der russisch-tadschikischen Beziehungen
5.1 Ein Rückblick auf das russisch-tadschikische Verhältnis 1990 bis 2012
5.2 Ausblick: Die Beziehungen zwischen Russland und Tadschikistan
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das russisch-tadschikische Verhältnis im Zeitraum von 1990 bis 2012 mit dem Ziel, eine Tendenz zur Ökonomisierung der bilateralen Beziehungen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die außenpolitischen Schwerpunkte (Sicherheit, Wohlfahrt, Herrschaft) über vier Phasen hinweg verschoben haben.
4.2 Die Jahre 1992-1997: Der Bürgerkrieg in Tadschikistan
Die zweite Phase orientiert sich am Bürgerkrieg in Tadschikistan. Der zeitliche Rahmen des Bürgerkrieges und dieses Abschnittes sind identisch. Im Fokus stehen das außenpolitische Handeln beider Staaten und nicht die innenpolitischen Ereignisse ohne erhebliche Außenwirkung oder ferner der Verlauf des Bürgerkrieges. Die Hypothese, welche die Analyse dieses Abschnittes leitet, lautet wie folgt: Russland unterstützte die Stabilisierung der politischen Lage in Tadschikistan zu Gunsten der eigenen Sicherheitsinteressen und der Schwerpunkt der russisch-tadschikischen Beziehung lag im Bereich der Sicherheit.
Der sicherheitspolitische Bereich der Außenbeziehungen zwischen Russland und Tadschikistan wurde in dieser Phase maßgeblich durch den russischen Präsidenten bestimmt. Jelzin formulierte 1995 den "Erlass Nr. 940", welcher die russischen Interessen in den GUS-Mitgliedsstaaten, darunter auch Tadschikistan, deutlich formulierte: "[…] Zu forcieren ist die Schaffung eines kollektiven Sicherheitssystems auf der Grundlage des Vertrages über kollektive Sicherheit […] und bilateraler Verträge zwischen Staaten der GUS.[sic!]"
Es sollte dementsprechend verstärkt im Bereich Sicherheit zusammengearbeitet werden und dies nicht auf kooperativer Grundlage, sondern nach russischem Diktat. Ein weiterer Auszug aus dem Erlass unterstreicht die sicherheitspolitische Bedeutung der GUS-Staaten für Russland: "[…] Die Zusammenarbeit zwischen den Staaten der GUS auf dem Sektor Sicherung der Staatsgrenzen ist zu vertiefen. Es ist davon auszugehen, daß der zuverlässige Schutz der äußeren Grenzen der GUS den nationalen Interessen Rußlands […] entspricht […].[sic!]"
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, der Relevanz des Themas sowie der methodischen Vorgehensweise und Phasenunterteilung.
2 Grundlegende Begriffe und theoretische Verortung: Definition zentraler Begriffe wie Außenpolitik, Macht und Interesse sowie Einführung der drei Analysebereiche Sicherheit, Wohlfahrt und Herrschaft.
3 Grundzüge der Außenpolitik: Analyse der Akteure, Determinanten und Strategien der russischen und tadschikischen Außenpolitik.
4 Die russisch-tadschikischen Beziehungen von 1990-2012: Untersuchung der bilateralen Beziehungen in vier zeitlich abgegrenzten Phasen anhand der aufgestellten Hypothesen.
5 Der Wandel der russisch-tadschikischen Beziehungen: Zusammenfassende Reflektion der Analyseergebnisse und Einordnung in einen historischen Kontext sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
6 Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Hypothesen.
Außenpolitik, Russland, Tadschikistan, Sicherheit, Wohlfahrt, Herrschaft, GUS, Arbeitsmigration, Bürgerkrieg, Zentralasien, Ökonomisierung, Geopolitik, Energiepolitik, Souveränität, Stabilität.
Die Arbeit analysiert das russisch-tadschikische Verhältnis im Zeitraum von 1990 bis 2012 unter dem Aspekt einer möglichen Ökonomisierung der bilateralen Beziehungen.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Außenbeziehungen zwischen Russland und Tadschikistan, der Wandel von politischen zu wirtschaftlichen Schwerpunkten und die Rolle der drei Bereiche Sicherheit, Wohlfahrt und Herrschaft.
Die primäre Forschungsfrage lautet: Haben sich die russisch-tadschikischen Beziehungen in den letzten 22 Jahren ökonomisiert?
Es wird eine prozessuale Analyse durchgeführt, bei der der Beobachtungszeitraum in vier Phasen unterteilt und anhand spezifischer Hypothesen untersucht wird.
Der Hauptteil analysiert detailliert die vier Phasen (1990-1992, 1992-1997, 1997-2006, 2006-2012) und stellt die jeweiligen politischen Ereignisse in den Kontext der theoretischen Schwerpunkte.
Zentrale Begriffe sind Außenpolitik, Sicherheit, Wohlfahrt, Herrschaft, Arbeitsmigration, GUS-Staaten und regionale Stabilität.
In dieser Phase lag der Schwerpunkt aufgrund der Instabilität und Bedrohung der Grenze zu Afghanistan zwingend auf dem Bereich Sicherheit, was Tadschikistan stark von russischer Unterstützung abhängig machte.
Die Arbeitsmigration hat sich zu einem wichtigen ökonomischen Instrument entwickelt, da sie einen erheblichen Teil des tadschikischen BIP ausmacht und Russland als politisches Druckmittel dient.
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