Bachelorarbeit, 2014
33 Seiten, Note: 2,3
Die vorliegende Arbeit analysiert den Briefroman „Les Liaisons dangereuses“ von Pierre Choderlos de Laclos und untersucht die Rolle der Marquise de Merteuil als möglicher feministischer Protagonistin. Der Fokus liegt auf der Analyse von Merteuils Handlungen, ihrer Sprache und ihrer Beziehungen innerhalb der androzentrischen Gesellschaft des Ancien Régime.
Die Einleitung stellt den Briefroman „Les Liaisons dangereuses“ von Laclos vor und skizziert die zentrale Frage der Arbeit: Kann die Marquise de Merteuil als Feministin betrachtet werden? Kapitel 2 befasst sich mit Laclos' Biografie und dem Kontext seines Werks im ausgehenden Ancien Régime. Kapitel 3 beleuchtet die Rolle der Frau in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In Kapitel 4 wird die Libertinage als gesellschaftliches Spiel und Mittel im Geschlechterkampf betrachtet. Kapitel 5 analysiert die Komplizenschaft und den anschließenden Krieg zwischen Merteuil und Valmont, wobei insbesondere der Sprachgebrauch und die Hypokrisie der beiden Protagonisten untersucht werden. Kapitel 6 analysiert die Persönlichkeit der Merteuil, ihre Sprache, ihre Machtinvestitionen und die Rolle der phallischen Macht. Kapitel 7 befasst sich mit dem sensualistischen Materialismus, verkörpert durch Valmont, und stellt diesen im Kontrast zur christlichen Moral der Présidente de Tourvel dar.
Les Liaisons dangereuses, Pierre Choderlos de Laclos, Marquise de Merteuil, Libertinage, Ancien Régime, Geschlechterkampf, Sprache als Waffe, Macht, Feminismus, Phallokratische Ordnung, Sensualistischer Materialismus.
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch und analysiert, inwieweit Merteuils Kampf gegen die phallokratische Ordnung des 18. Jahrhunderts als feministisch gelten kann.
Sprache dient den Protagonisten als Kampfmittel und Instrument der Verführung, um Macht über andere auszuüben.
Die Libertinage ist ein amoralisches Gesellschaftsspiel der Oberschicht, bei dem es um sexuelle Eroberung und die Zerstörung des Rufes anderer geht.
Der Pakt schlägt in einen Krieg um, der mit Valmonts Tod und der gesellschaftlichen Ächtung sowie körperlichen Entstellung der Marquise endet.
Merteuil nutzt die Verstellung (Schein vs. Sein), um in einer von Männern dominierten Gesellschaft ihre Autonomie und Macht zu behaupten.
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