Doktorarbeit / Dissertation, 2001
231 Seiten, Note: Mit Auszeichnung
1 Formale Aspekte
1.1 Die Wahl: Warum Lachen?
1.2 Die Fragestellung
1.3 Der Themenkomplex
1.4 Definition: Dramapädagogik
1.5 Dramapädagogik im historischen Kontext
1.6 Definition: Theater und Drama
1.7 Definition: Theater im Unterricht – Drama als Unterricht
1.8 Die Hypothese
1.9 Theoriediskussion
1.10 Definition der theoretischen Begriffe
1.11 Das Modell
1.12 Die Bedeutung
2 Lachen als Phänomen
2.1 Allgemeine Betrachtungen
2.2 Lachen, Lust und Spiel
2.3 Gegenstandsbestimmung
2.4 Diskussion der Methode
2.5 Übersicht über den methodischen Aufbau
2.6 Ziel und Zweck der Abhandlung
3 Lachen als Produkt
3.1 Theorien des Komischen
3.2 Strukturelle Modelle des Komischen
3.3 Verbale Strukturen des Komischen
3.4 Das Spannungsgefälle der Lache
3.5 Nichtverbale Strukturen des Komischen
3.6 Komik im semiotischen System der theatralischen Repräsentation
4 Strukturelle Modelle des Lachtheaters
4.1 Begriffsbestimmung des Lachtheaters
4.2 Ziel und Zweck des Lachtheaters
4.3 Das Modell: „Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan
4.4 Dramaturgie des Schwanks
4.5 Dramaturgie des Schwanks als Ballistik
4.6 Die Wirkungsmechanismen der dramaturgischen Ballistik
4.7 Witztechnik als Dramaturgie
4.8 Schwank oder Satire?
5 Lachen als Waffe
5.1 Ziel und Zweck der Satire
5.2 Satire als Modell
5.3 Satire als ritualisierte Aggression
5.4 Der Rezipient als Richter und Sachverständiger
5.5 Die Mission
5.6 Freiheit und Verantwortung
6 Komik im pragmatischen Kontext
6.1 Theater als rituelle Begehung
6.2 Die Potentialdifferenz der kontextuellen Situation
6.3 Der Zuschauer
6.4 Theater und Publikum
6.5 Theater im Unterricht
6.6 Drama als Unterricht
6.7 Theater und Drama in der kontextuellen Situation des Unterrichts
7 Transformationsprozesse
7.1 Der Transformationsprozess vom Schwank zur Satire
7.2 Der Transformationsprozess vom Schwank zur Idylle
7.3 Der Transformationsprozess von der Idylle zur Nicht-Idylle
7.4 Der Transformationsprozess von der Nicht-Idylle zum Schwank
7.5 Der Transformationsprozess von der Satire zum Schwank diskutiert an George Bernhard Shaws „Helden“
7.6 Ironische Tendenzen der Satire
7.7 Karikatur und Parodie
7.8 Mobilität, Unstabilität und Disharmonie
7.9 Das symmetrisch geschlossene System
7.10 Die Schwankdramaturgie in „Helden“
8 Transformationsprozesse von Karikatur, Parodie, Phantastik und Groteske
8.1 Begriffsbestimmung: Das Zeichen und das Bezeichnete im ästhetisch fiktiven Kontext
8.2 Die syntaktische, semantische und pragmatische Verwendung von Karikatur, Parodie, Phantastik und Groteske
8.3 Sprachliche Logik
8.4 Vom ontologischen Eigenwert der Strukturen
8.5 Ikonizität und Symbol
8.6 Transformationsprozesse von sprachlichen, strukturellen und symbolischen Wirklichkeiten
8.7 Transformationsprozesse im Werk von Jansson
8.8 Die bildlich-metaphorische Gestaltung der Werke von Jansson
8.9 Die strukturelle Gestaltung im Werke von Jansson
8.10 Ironie im Werke von Jansson
8.11 Die Ironisierung der Personen
8.12 Die Ironisierung der Handlung
8.13 Die Ironisierung literarischer und dramatischer Gattungen
9 Lachen am Abgrund des Lebens
9.1 Das Absurde – eine Begriffsbestimmung
9.2 „Farlig midtsommer“ als Absurdes Theater
9.3 Die Herkunft des Absurden
9.4 Lachen und Komik im Theater des Absurden
9.5 Das Absurde in der Kunst des Kindes
10 Lachen am Anfang des Lebens
10.1 Kinderliteratur in Deutschland
10.2 Witz und Humor in der Welt des Kindes
10.3 Das Lachen des Bösen in der Kunst
10.4 Lachen und Spiel in der theoretischen Diskussion
10.5 Zusammenfassung
11 Lachen als Methode
11.1 Lachen im Dramaunterricht
11.2 Drama als Arbeit mit Hochspannung
11.3 Lachen als Methode, Spannungsverläufe zu konstruieren, zu strukturieren und zu kontrollieren
11.4 Das Lachen der Ohnmacht – das Lachen der Erkenntnis
11.5 Das Sein der Dinge
11.6 Visuelle Wirklichkeit
11.7 Visuelle Intelligenz
11.8 Lachen außerhalb von Zeit und Kontrolle
12 Rückblick und Ausblick
12.1 Lachen als kognitiver Bewusstseinsprozess
12.2 Das Paradox des Lachens
12.3 Die Strukturen ästhetisch fiktiver Welten
12.4 Der Lernprozess als interaktiver Handlungsprozess
12.5 Zusammenfassung
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die strukturellen Prozesse von Lachen und Humor in theatralen Produkten und deren pädagogische Anwendung. Im Fokus steht die Frage, wie durch das Verständnis der Mechanismen von Lachen, Spannung und Paradoxie Wissen über die Welt erzeugt werden kann und wie diese Erkenntnisse in der Dramapädagogik und im Unterrichtsalltag effektiv nutzbar gemacht werden.
1.1 Die Wahl: Warum Lachen?
Lachen fasziniert mich. Es ist immer ambivalent: Es verbindet und schließt aus. Es schafft Stimmung und verstimmt. Absurditäten, merkwürdige Verdingungen und Assoziationen werden im Bruchteil einer Sekunde erkannt und wieder vergessen. Lachen ist Spannung und löst Spannung auf. Lachen ist nur menschlichen Wesen zu Eigen und entmenschlicht oft zur Entstellung. Lachen ist positiv und negativ zugleich. Die Ambivalenz der Lache weckte meine Neugierde. Hieran knüpfte sich die Frage, wie Lachen als positives Erkenntnismittel als Hilfsmittel im Theater und im Erziehungsbereich effektiv genutzt werden kann.
1 Formale Aspekte: Einführung in die Fragestellung und methodische Grundlegung der Arbeit, einschließlich der Definition von Dramapädagogik und Theater.
2 Lachen als Phänomen: Theoretische Untersuchung des Lachens als physischer Reflex und soziales Miteinander unter Berücksichtigung methodischer Zugänge.
3 Lachen als Produkt: Analyse verschiedener Komiktheorien sowie der verbalen und nichtverbalen Strukturen des Komischen in theatralischen Systemen.
4 Strukturelle Modelle des Lachtheaters: Detaillierte Betrachtung des Lachtheaters am Beispiel des Schwanks und dessen ballistischer Dramaturgie.
5 Lachen als Waffe: Untersuchung der Satire als ritualisierte Form der Aggression und ihre ethischen Implikationen.
6 Komik im pragmatischen Kontext: Erörterung der rituellen Aspekte von Theater und der Bedeutung der kontextuellen Situation für die Rezeption.
7 Transformationsprozesse: Beschreibung der Übergänge zwischen verschiedenen Gattungen wie Schwank, Satire und Idylle anhand konkreter literarischer Beispiele.
8 Transformationsprozesse von Karikatur, Parodie, Phantastik und Groteske: Untersuchung der ironischen Strukturierung in Tove Janssons Werk.
9 Lachen am Abgrund des Lebens: Analyse des Absurden in der Kunst und seiner Bedeutung für die menschliche Existenz.
10 Lachen am Anfang des Lebens: Erforschung der Kinderliteratur und der Bedeutung von Humor und Spiel in der Welt des Kindes.
11 Lachen als Methode: Praktische Anwendung von Lachen als pädagogisches Instrument in der Dramapädagogik.
12 Rückblick und Ausblick: Synthese der Ergebnisse sowie Reflexion über Lachen als kognitiven Prozess und dessen Bedeutung für weiteres Lernen.
Lachen, Komik, Dramapädagogik, Theater, Satire, Schwank, Paradoxie, Phänomenologie, kognitiver Prozess, Ironie, Tove Jansson, Absurdes Theater, Spiel, Strukturanalyse, Pädagogik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung des Lachens als strukturelles Phänomen im Kontext von Theater und Drama, wobei die ambivalenten und paradoxen Wirkungsweisen des Komischen wissenschaftlich analysiert werden.
Zentrale Felder sind die Phänomenologie des Lachens, die Dramaturgie von Komik (insbesondere Schwank und Satire), Transformationsprozesse in fiktiven Welten sowie die didaktische Einsetzbarkeit dieser Erkenntnisse in der Dramapädagogik.
Das Hauptziel ist zu untersuchen, wie Lachen als komplexer, paradoxer Prozess im Theater funktioniert und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Lachen als Erkenntnismittel oder pädagogisches Instrument im dramaorientierten Unterricht einzusetzen.
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der auf Erkenntnistheorie, Semiotik, Theaterwissenschaft und pragmatischen Ansätzen basiert, um die Strukturen von Lachtheater und Literatur zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse struktureller Modelle (Schwank, Satire, Groteske), untersucht die Transformationsprozesse zwischen diesen Gattungen und betrachtet spezifisch die Werke von Tove Jansson sowie die Rolle des Absurden und des Spiels bei Kindern.
Wichtige Begriffe sind Lachen, Komik, Dramapädagogik, Satire, Paradoxie, kognitiver Prozess und Ironie.
Janssons Werk dient als umfangreiches Fallbeispiel für die Analyse von Transformationsprozessen, Ironisierung und der Etablierung fiktiver Welten, insbesondere in Bezug auf Groteske und Phantastik.
Lachen wird hier als Methode zur Spannungssteuerung sowie als Instrument zur Gruppenintegration und zur kognitiven sowie emotionalen Entwicklung von Lernenden im dramatischen Kontext betrachtet.
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