Diplomarbeit, 2004
123 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Personalbeschaffung als Aufgabe der Personalwirtschaft
2.1 Aufgaben und Ziele der Personalbeschaffung
2.2 Der klassische Personalbeschaffungsprozess
2.2.1 Interne vs. externe Personalbeschaffung
2.2.2 Bewerbung
2.2.3 Personalauswahl
2.2.4 Arbeitsvertrag
3. Das Internet – ein Medium der Zukunft
3.1 Die Entwicklung des Internets
3.2 Entwicklungstrends des Internets
3.3 Internet verändert die Personalarbeit
4. Die Personalbeschaffung und das Internet – E-Recruitment
4.1 Die Zielgruppe
4.2 Personalrekrutierungswege
4.2.1 Online-Stellenmärkte – Jobbörsen
4.2.1.1 Nicht-kommerzielle Jobbörsen
4.2.1.2 Kommerzielle Jobbörsen
4.2.2 Firmen-Homepages
4.2.3 Virtuelle Rekrutierungsmessen
4.2.4 Newsgroups und Virtual Community
4.3 Bewerbungswege
4.3.1 Das Online-Bewerbungsformular
4.3.2 Bewerbung per E-Mail
4.3.3 Bewerbungs-Homepage
4.4 Instrumente der Personalauswahl
4.4.1 Internetbasierte Testverfahren
4.4.2 Das Online-Assessment-Center
4.4.3 Digitales Interview
4.5 Datenschutz
5. Automatisierung des Personalrekrutierungsprozesses
5.1 Bewerber-Workflow
5.2 Softwarelösungen für Bewerbermanagement
5.2.1 Inhouse- vs. ASP-Lösungen
5.2.2 Jobbörsen – die neuen ASP-Anbieter
5.3 Probleme der Online-Diagnostik
6. Virtuelles Recruiting in der Praxis
6.1 Potenzial des E-Recruitings aus Unternehmenssicht
6.1.1 Beispiel SIEMENS AG
6.1.1.1 Unternehmensportrait
6.1.1.2 Ansätze im E-Recruiting
6.1.1.3 Fazit und Ausblick
6.1.2 Beispiel DEUTSCHE BANK AG
6.1.2.1 Unternehmensportrait
6.1.2.2 Ansätze im E-Recruiting
6.1.2.3 Fazit und Ausblick
6.2 Virtuelles Recruiting aus der Bewerbersicht
6.2.1 Jobsuche
6.2.2 Online-Bewerbung
6.2.3 Online-Testverfahren
7. Beurteilung und Ausblick in die Zukunft des Online-Recruitings
7.1 Vorteile und Grenzen des E-Recruitings im Vergleich zu der klassischen Personalrekrutierung
7.2 Trends im E-Recruiting
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten des Internets für die Personalrekrutierung in Großunternehmen, mit dem Ziel, den Wandel vom klassischen, papiergebundenen Auswahlprozess hin zu digitalisierten, automatisierten Workflows aufzuzeigen und zu bewerten.
2.2.3 Personalauswahl
Das Ziel der Personalauswahl (Synonym für Eignungsdiagnostik) ist die Identifikation geeigneter Bewerber aus der Unternehmung oder vom externen Arbeitsmarkt zur Besetzung der vakanten Stelle. Diese Auswahl muss durch den Vergleich von Kenntnissen und Fähigkeiten des Bewerbers mit den Anforderungen der zu besetzenden Stelle erfolgen.
Der Personalauswahlprozess wird in der Praxis in mehreren Schritten (vgl. Abbildung 3) durchgeführt und kann über verschiedene Methoden erfolgen:
Vorauswahl aufgrund von Bewerbungsunterlagen
Schriftliche Kenntnisprüfungen: Leistungstests, Intelligenztests, Persönlichkeits- und Interessentests
Assessment-Center
Vorstellungsgespräche
Nachdem die Stelle ausgeschrieben ist, beginnt nach ein paar Tagen in traditionellen Recruiting Verfahren ein sehr zeit- und kostenintensiver Prozess, nämlich der Selektion der eingegangenen Bewerbungen. Die Analyse von Bewerbungsunterlagen ist Bestandteil nahezu jedes Auswahlverfahrens. Sie gehört zu den schwierigsten Aufgaben während des Auswahlprozess. Es ist sehr schwer für die Personalverantwortlichen über den Bewerber nur anhand von seinen Bewerbungsunterlagen zu urteilen, weil bei der Auswahl nicht die vergangenen Leistungen des Bewerbers bewertet werden sollen, sondern ein Urteil über die zu erwartenden Leistungen auf einem Arbeitsgebiet zu treffen ist. Die Bewerbungsunterlagen weisen heute außerdem ein hohes Ausmaß an formaler Übereinstimmung auf, da ihre Erstellung Teil berufsvorbereitender Ausbildung ist und auch die kommerzielle Beratung weiter zunimmt. Deshalb gilt die Aussagekraft im Hinblick auf formalen Kriterien als gering und dient zunächst der Vorselektion.
1. Einführung: Definition der Problematik im modernen "War of Talents" und Vorstellung des Internets als strategisches Werkzeug zur Verkürzung von Rekrutierungsprozessen.
2. Personalbeschaffung als Aufgabe der Personalwirtschaft: Erläuterung des klassischen Beschaffungsprozesses von der Personalplanung bis zum Arbeitsvertrag und der Unterscheidung zwischen internen und externen Wegen.
3. Das Internet – ein Medium der Zukunft: Überblick über die technische Entwicklung, Wachstumstrends des World Wide Web und die grundsätzliche Veränderung der täglichen Personalarbeit durch digitale Medien.
4. Die Personalbeschaffung und das Internet – E-Recruitment: Detaillierte Analyse neuer Rekrutierungswege wie Online-Jobbörsen, Firmen-Homepages und virtuelle Messen sowie der verschiedenen Bewerbungsformen via Internet.
5. Automatisierung des Personalrekrutierungsprozesses: Untersuchung der IT-Unterstützung durch Workflow-Management-Systeme und Softwarelösungen, inklusive der Gegenüberstellung von Inhouse- und ASP-Lösungen.
6. Virtuelles Recruiting in der Praxis: Fallstudien zur Umsetzung von E-Recruitment bei der Siemens AG und der Deutschen Bank AG sowie Analyse der Bewerberperspektive.
7. Beurteilung und Ausblick in die Zukunft des Online-Recruitings: Zusammenfassung der Vor- und Nachteile sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie verstärktes Outsourcing und automatisierte Auswahlverfahren.
8. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung zur Bedeutung von E-Recruitment als strategische Komponente bei gleichzeitigem Erhalt des persönlichen Kontakts zu Bewerbern.
E-Recruitment, Personalbeschaffung, Online-Bewerbung, Personalauswahl, Jobbörsen, Workflow-Management, Online-Assessment, Employer Branding, Personalmarketing, Bewerbermanagement, Online-Testverfahren, Personalarbeit, Digitalisierung, Recruiting-Software, Internet.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Transformation der Personalbeschaffung durch das Internet und untersucht, wie digitale Medien den Rekrutierungsprozess in Großunternehmen effizienter gestalten können.
Die Arbeit behandelt unter anderem die klassische vs. digitale Personalbeschaffung, moderne Bewerbungswege, automatisierte Workflow-Systeme und die praktische Umsetzung durch führende deutsche Unternehmen.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Potenziale des E-Recruitings aufzuzeigen und zu beschreiben, wie durch den Einsatz internetbasierter Instrumente Auswahlprozesse beschleunigt und Kosten gesenkt werden können.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen sowie eine empirische Untersuchung anhand von Fallbeispielen großer deutscher Unternehmen, um die praktische Anwendung und Bewertung von Online-Rekrutierungsstrategien zu veranschaulichen.
Im Hauptteil werden die Identifizierung der Zielgruppe, Rekrutierungswege wie Online-Jobbörsen, Instrumente der E-Personalauswahl und die Automatisierung durch Workflow-Systeme detailliert analysiert.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie E-Recruitment, Online-Assessment, Workflow-Management, Personalbeschaffung und Employer Branding definieren.
Online-Assessments ermöglichen eine zeit- und ortsunabhängige Durchführung via Internet, bieten oft eine spielerische Einbettung (Online-Spiele) und erlauben eine schnellere automatisierte Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse.
Trotz der zunehmenden Digitalisierung wird der persönliche Kontakt zu Bewerbern weiterhin als essenziell bewertet, weshalb Online-Instrumente in der Regel nur als Vorselektion oder Ergänzung und nicht als vollständiger Ersatz für persönliche Auswahlgespräche dienen.
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