Examensarbeit, 2015
29 Seiten, Note: 1,5
1 Bedingungsanalyse
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Soziokulturelle und anthropologische Voraussetzungen
1.3 Methodische und fachinhaltliche Voraussetzungen
1.4 Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtssequenz
2 Didaktische Reflexion
2.1 Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
2.2 Sachanalyse
2.3 Kompetenzen
2.4 Stundenziel
3 Methodische Reflexion
3.1 Einstieg und Überleitung
3.2 Erarbeitung l, Präsentation und Zwischensicherung
3.3 Erarbeitung ll und Zwischensicherung
3.4 Vertiefung und Anwendung
3.5 Transfer und Abschluss
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern durch ein kompetenzorientiertes, erfahrungs- und handlungsorientiertes methodisches Arrangement den kritischen Umgang mit moralischen Wertvorstellungen zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie durch die Verknüpfung von eigenen Lebensweltbezügen, philosophischen Texten wie Thomas Morus’ „Utopia“ und Bildimpulsen eine ethische Urteilsfähigkeit sowie ein Verständnis für Werte und Normen gefördert werden kann, um die Identitätsentwicklung und soziale Verantwortung der SuS zu stärken.
1.3 Methodische und fachinhaltliche Voraussetzungen
Die Sozialformen Einzel-/Partner- und Gruppenarbeit wurden in der Klasse bereits mehrfach erfolgreich erprobt. Weiterhin wurden mehrere Kreisgespräche durchgeführt. Die Gruppen fanden sich meist selber zusammen, da diese Arbeitsform der Klasse bekannt ist. Jedoch gab es auch hier manchmal kleine Probleme, die dazu führten, dass Lehr- und Lernzeit verloren ging. Daher führe ich in letzter Zeit verschiedene Methoden zur Gruppenbildung durch (Kurzthemen-Gruppen, Zufallsgruppen). Für mich ist es besonders wichtig, auch während der Gruppenarbeit im gesamten Klassenzimmer präsent zu sein, um die SuS einerseits zu motivieren und ihnen als diskreter Ratgeber oder Dialogpartner bei Bedarf zur Seite zu stehen. Die Methode des Gedankenexperiments wurde mit den SuS noch nicht trainiert. Um den SuS den Einstieg zu erleichtern, habe ich einerseits auf ein aktuelles Beispiel aus der Lebenswelt der SuS zurückgegriffen (Newtopia/Sat1) und werde andererseits die Versuchsanordnung sowie die Experimentieranweisung so kurz und präzise wie möglich formulieren (kontrafaktische Manipulation der Zeit).
Des Weiteren versuche ich gerade, methodische Grundlagen in Bezug auf die Themenentfaltung, Gesprächsgestaltung und Informationsstrukturierung einzuführen. Jedoch werden auch hier durch die häufigen Ausfälle die Zeitabstände groß und es bedarf zielgerichteter Wiederholungen.
1 Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel erörtert die institutionellen, soziokulturellen und methodischen Voraussetzungen der Lerngruppe sowie die Einbettung der Stunde in die laufende Unterrichtseinheit.
2 Didaktische Reflexion: Hier wird der Bezug zum Bildungsplan hergestellt, eine Sachanalyse zum Themenfeld Moral und Ethik durchgeführt sowie die angestrebten Kompetenzen und Ziele definiert.
3 Methodische Reflexion: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Entscheidungen für die einzelnen Unterrichtsphasen vom Einstieg über die Erarbeitungsphasen bis hin zum Transfer und Abschluss.
Ethikunterricht, Moral, Werte, Normen, Gedankenexperiment, Identitätsentwicklung, Urteilsfähigkeit, Thomas Morus, Utopie, Kompetenzorientierung, Soziale Kompetenz, Didaktische Reflexion, Lebensweltbezug, Hermeneutik, Ethikopia
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und methodischen Gestaltung einer Ethikstunde, die Teil einer größeren Unterrichtseinheit zum Thema „Moral – kritisch betrachten“ ist.
Die zentralen Themen sind die Auseinandersetzung mit eigenen moralischen Wertvorstellungen, die Bedeutung von Werten und Normen für das Zusammenleben sowie die Reflexion über Utopien.
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre eigenen moralischen Grundsätze kritisch zu hinterfragen und sie mit allgemeinen Normen in Einklang zu bringen.
Es wird ein handlungs- und erfahrungsorientierter Ansatz gewählt, der insbesondere Gedankenexperimente, die Methode der phänomenologischen Bildbetrachtung und Elemente der philosophischen Hermeneutik integriert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, eine didaktische Einordnung der Lerninhalte und eine detaillierte methodische Begründung der Unterrichtsschritte.
Die wichtigsten Begriffe sind Ethikunterricht, moralische Urteilsfähigkeit, Werteerziehung, Gedankenexperiment und Identitätsentwicklung.
Es dient dazu, an die Lebenswelt der Schüler anzuknüpfen und durch die fiktive Erschaffung einer neuen Gesellschaft moralische Grundwerte und Normen erfahrbar zu machen.
Seine „Utopia“ dient als philosophisches Bindeglied, um Schülern die Verbindung zwischen ihrer heutigen Realität und dem Entwurf einer idealen Gesellschaftsordnung aufzuzeigen.
Das Kreisgespräch soll den Schülern ermöglichen, ihre gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen, Standpunkte zu formulieren und die eigene ethische Urteilsfähigkeit durch den Vergleich mit anderen Perspektiven zu schärfen.
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