Diplomarbeit, 2004
84 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problem- und Aufgabenstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
2 Der Distanzhandel in Deutschland
2.1 Merkmale und Eigenschaften des Distanzhandels
2.2 Der Distanzhandel und das Konsumverhalten der Privatkunden
2.3 Die verschiedenen Absatzkanäle des Distanzhandels
2.3.1 Der klassische und elektronische Absatzkanal
2.3.2 Die Akteure in der Online-Distribution
2.4 Die Bedeutung der Logistik im Distanzhandel
3 Die B2C Paketlogistik
3.1 Definition des Begriffs ‘Paket’
3.2 Abgrenzungen und Eigenschaften der Paketdienste
3.3 Das Beziehungsnetzwerk - Versender, Kunde, Zusteller -in der Paketlogistik
3.4 Der Informationsfluß im physischen Wertschöpfungsprozeß
3.4.1 Der vorauseilende, begleitende und nacheilende Informationsfluß
3.4.2 Die Serviceleistung Tracking and Tracing
3.5 Der physische Transportfluß der Pakete
3.5.1 Die Transportkette vom Distanzhändler zum Endkonsumenten
3.5.2 Netzwerkkonzepte in der Paketlogistik
3.5.3 Die Transportkosten (des Absatzes) für die Zustellung der Pakete
3.5.4 Die eingesetzten Transportmittel der Paketdienste
3.5.5 Die optimale Tourenplanung
3.6 Der Lieferservice der Paketdienste
3.7 Das Retourenmanagement
3.8 Perspektiven der Paketlogistik
4 Die Paketzustellung zum Endkunden
4.1 Das konventionelle Zustellkonzept
4.2 Der Spagat der Paketdienste zwischen Lieferservice und Lieferkosten
4.3 Darstellung der alternativen Zustellkonzepte
4.3.1 Boxensysteme
4.3.2 Abholstationen
4.3.2.1 Die personelle Abholstation
4.3.2.2 Die automatisierte Abholstation
4.4 Analyse, Bewertung und Perspektive der Zustellkonzepte
4.4.1 Das konventionelle Zustellkonzept
4.4.2 Die alternativen Zustellkonzepte
4.4.2.1 Bewertung der Konzepte
4.4.2.2 Entwicklungsperspektiven alternativer Zustellmöglichkeiten
4.5 ‘Für und Wider’ alternativer Zustellkonzepte für den Paketdienstleister
4.6 Weitere mögliche Perspektiven für die Endkundenbelieferung
4.6.1 Die regionale elektronische Transportbörse
4.6.2 Der Zustellsammler
5 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Konzepte und Perspektiven der B2C-Paketlogistik mit einem Fokus auf die Endkundenzustellung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Optimierung der distributionslogistischen Prozesse des Paketdienstleisters, um wirtschaftliche Effizienz bei gleichzeitiger Sicherung der Kundenzufriedenheit im Distanzhandel zu erreichen.
Die Bedeutung der Logistik im Distanzhandel
Im stationären Handel sind Endkonsumenten gezwungen, sich ihre Ware selbst zu beschaffen. Anders sieht dies beim Distanzhandel aus. Im Zusammenhang mit der Ausschaltung von Absatzmittlern und der damit verbundenen Direktbelieferung der Kunden im B2C Distanzgeschäft macht sich eine Reorganisation der Lieferprozesse bemerkbar. Hier wird aus dem Selbstabholprinzip ein Bringkauf, wodurch die Verantwortung für den logistischen Prozeß zum Verkäufer überwechselt, der zukünftig für die Zustellung der Sendungen als Teilbereich des Fulfillments zuständig ist. Genau in diesem Punkt setzt die Chance für den Logistikdienstleister an, denn dadurch, daß der Kunde nicht mehr zu der Ware kommt, kann der Logistikdienstleister seine logistischen Transportleistungen dem Distanzhandel anbieten und die bestellte Ware an den Kunden ausliefern.
Zustelldienste sind heute vor die interessante Aufgabe gestellt, eine gestiegene Anzahl an kleinteiligen Einzelsendungen bei sinkenden Lieferpositionen pro Sendung zu managen. Die stetig steigende Komplexität des Warenstroms läßt den Bedarf nach flexiblen Logistiklösungen kontinuierlich anwachsen. Die Notwendigkeit neuer Bündelungskonzepte, die jedoch im letzten Abschnitt der Endkundenzustellung individuell auf den Kunden zugeschnitten sein sollten, verursachen ein Spannungsverhältnis zwischen Individualisierung und Bündelung der Sendungsströme.
Erst mit dem Einsatz einer professionellen Logistikabwicklung können Wettbewerbsvorteile gewinnbringend eingesetzt werden. Hierbei stellt sich für den Distanzhändler die zentrale Frage, ob eine eigene Lieferlogistik aufgebaut werden soll oder ob Outsourcing die Antwort auf diese Problematik ist.
1 Einleitung: Erläuterung der Problemstellung, Zielsetzung sowie Aufbau und Abgrenzung der Arbeit.
2 Der Distanzhandel in Deutschland: Analyse der Merkmale des Distanzhandels sowie dessen Bedeutung für das Konsumverhalten und die Rolle der Logistik.
3 Die B2C Paketlogistik: Detaillierte Betrachtung der Paketlogistik, inkl. Informationsflüsse, Transportketten, Kostenstrukturen und Tourenplanung.
4 Die Paketzustellung zum Endkunden: Untersuchung der "letzten Meile" durch konventionelle und alternative Zustellkonzepte sowie deren Bewertung.
5 Zusammenfassung: Zusammenführende Betrachtung der Logistik als Erfolgsfaktor und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
B2C-Paketlogistik, Distanzhandel, Endkundenzustellung, Letzte Meile, Transportkette, Lieferservice, Retourenmanagement, Outsourcing, Tourenplanung, Paketdienste, Tracking and Tracing, Zustellkonzepte, Convenience Shopping, Fulfillment.
Die Arbeit analysiert die logistischen Anforderungen und Herausforderungen, die durch den B2C-Distanzhandel an Paketdienstleister im Rahmen der Endkundenzustellung gestellt werden.
Zentrale Themen sind die Gestaltung logistischer Netzwerke, die Optimierung der "letzten Meile", das Management von Retouren sowie die Steigerung der Kundenzufriedenheit durch innovative Servicekonzepte.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine effiziente Distributionslogistik Synergien zwischen Distanzhändlern und Logistikdienstleistern geschaffen werden können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Es erfolgt eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie eine systematische Aufarbeitung von Logistikkonzepten und deren Bewertung hinsichtlich Effizienz und Kostenstruktur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Distanzhandelsmarktes, die detaillierte Beschreibung der Paketlogistikprozesse (Informations- und Transportfluss) sowie eine kritische Analyse aktueller und alternativer Zustellkonzepte.
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören B2C-Paketlogistik, Letzte Meile, Distributionslogistik, Tourenoptimierung und alternative Zustellkonzepte wie Packstationen.
Die "letzte Meile" ist der kostenintensivste Teil der Transportkette und zugleich der kritische Kontaktpunkt zum Kunden, an dem sich die Lieferqualität und damit die Kundenzufriedenheit entscheidet.
Sie dienen dazu, die Abhängigkeit von der Anwesenheit des Empfängers zu verringern, die Zustellkosten durch höhere Dropfaktoren zu senken und dem Kunden eine zeitlich flexible Abholung zu ermöglichen.
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