Diplomarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung
2 Auswahl an relevanten strategischen Ansätzen
2.1 Zum Begriff der Strategie in der Betriebswirtschaft
2.2 Ansoff-Matrix als Abbildung von Wachstumsstrategien
2.2.1 Marktdurchdringung
2.2.2 Marktentwicklung
2.2.3 Produktentwicklung
2.2.4 Diversifikation
2.3 Internationalisierungsstrategien
2.3.1 Marktselektionsstrategie
2.3.2 Timingstrategie
2.3.2.1 Länderspezifisch
2.3.2.2 Länderübergreifend
2.3.3 Markteintritts- und –bearbeitungsstrategie
2.3.3.1 Vertretung durch Dritte
2.3.3.2 Joint Venture als Kooperationssystem
2.3.3.3 Tochtergesellschaften
2.3.4 Allokationsstrategie
2.3.4.1 Konfiguration
2.3.4.2 Leistung
2.4 Strategische Elemente der ressourcenorientierten Sicht
2.4.1 Definition und Arten von unternehmenseigenen Ressourcen
2.4.2 Von der Ressource zum Wettbewerbsvorteil
2.5 SWOT-Analyse als methodisches Werkzeug der Strategiefindung
2.6 Kritische Würdigung der theoretischen Ansätze
3 Konkretisierung der Unternehmensstrategie hinsichtlich des BOP
3.1 Wachstumsstrategische Aspekte
3.2 Berührungspunkte des BOP mit ausgewählten Formen von Internationalisierungsstrategien
3.2.1 Marktselektion
3.2.2 Timing
3.2.3 Markteintritt und –bearbeitung
3.2.4 Allokation
3.3 Ressourcenorientierte Aspekte hinsichtlich BOP
3.4 Zusammenfassung der strategischen Aspekte per SWOT-Analyse
3.5 Operationalisierung des BOP-Konzeptes durch den Marketing Mix
3.5.1 Produktpolitik
3.5.2 Distributionspolitik
3.5.3 Kontrahierungspolitik
3.5.4 Kommunikationspolitik
4 Beispiele angewandter BOP-Strategien
4.1 Hindustan Lever Limited
4.2 Nike World Shoe
5 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie sich der „Bottom of the Pyramid“-Ansatz (BOP) in die Strategie internationaler Unternehmen integrieren lässt und wie das operative Marketing bzw. der Marketing-Mix angepasst werden muss, um das wirtschaftliche Potenzial dieser Märkte zu erschließen, ohne dabei die spezifischen Chancen und Risiken zu vernachlässigen.
3.1 Wachstumsstrategische Aspekte
Die Potentiale, die der Markt des ´Bottom of the Pyramid´ für ein internationales Unternehmen darstellt, sind laut Prahalad/ Hart nur realisierbar, wenn das betroffene Unternehmen eine Neuauffassung seines Geschäftsmodells akzeptiert und in die Praxis umsetzt:
„Doing business with the world´s 4 billion poorest people- two thirds of the world´s population- will require radical innovations in technology and business models. It will require MNCs to reevaluate price-performance relationships for products and services. […] MNCs must recognize that this market poses a major new challenge: how to combine low cost, good quality, sustainability and profitability.” 132
Vergegenwärtigt man sich die Ansoff-Matrix für Wachstumsstrategien aus Kapitel 2.2, so haben die groben vier verschiedenen Strategien unterschiedliche Berührungspunkte mit dem BOP. Diese werden im folgenden kurz erläutert. Es sei darauf hingewiesen, dass mit dem Begriff Markt an dieser Stelle vorrangig Ländermärkte verstanden werden:
Marktdurchdringung
Da es sich bei der Marktdurchdringung um eine Strategie handelt, bei der eine Umsatzsteigerung mit gegebenen Produkten auf gegenwärtigen Märkten erreicht werden soll, ist diese nahezu unverbunden mit dem BOP-Ansatz, der erklärt, welche Innovationen für die ´neuen´ Märkte der Entwicklungs- und Schwellenländer notwendig sind.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung, dass internationale Konsumgüterkonzerne bisher oft an einer vereinfachten Sichtweise der Märkte in Entwicklungsländern scheiterten, und definiert das Ziel, den BOP-Ansatz in einen strategischen Kontext zu setzen.
2 Auswahl an relevanten strategischen Ansätzen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende betriebswirtschaftliche Strategiemodelle wie die Ansoff-Matrix, Internationalisierungsstrategien, die ressourcenorientierte Sicht sowie die SWOT-Analyse, um eine theoretische Basis für die Analyse zu schaffen.
3 Konkretisierung der Unternehmensstrategie hinsichtlich des BOP: Hier werden die theoretischen Modelle aus dem vorherigen Kapitel mit dem BOP-Konzept verknüpft, um eine spezifische Strategieanpassung abzuleiten, und der operative Marketing-Mix für diese Zielmärkte detailliert operationalisiert.
4 Beispiele angewandter BOP-Strategien: Anhand der Fallstudien von Hindustan Lever Limited und dem World Shoe Project von Nike werden die Chancen und Risiken einer BOP-Strategie in der Praxis illustriert.
5 Resümee und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des BOP-Ansatzes für internationale Unternehmen.
Bottom of the Pyramid, BOP-Ansatz, Strategisches Management, Internationalisierung, Marketing-Mix, Schwellenländer, Markteintritt, Ressourcenorientierter Ansatz, Produktentwicklung, Distributionspolitik, Preisfestlegung, Innovationskraft, Preis-Leistungs-Verhältnis, Wettbewerbsvorteil, Nachhaltigkeit
Die Arbeit analysiert, wie internationale Unternehmen den „Bottom of the Pyramid“-Ansatz (BOP) – also die Bedienung einkommensschwacher Bevölkerungsschichten – erfolgreich in ihre Unternehmensstrategie integrieren können.
Zentral sind die strategische Ausrichtung, die Konkretisierung durch bekannte betriebswirtschaftliche Modelle (wie die Ansoff-Matrix oder die SWOT-Analyse) sowie die konkrete Ausgestaltung des operativen Marketing-Mix für BOP-Märkte.
Ziel ist es, dem Leser aufzuzeigen, wie sich der BOP in den strategischen Kontext einfügt und wie die operative Marktbearbeitung angepasst werden muss, um trotz hoher Hürden wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Herleitung theoretischer strategischer Konzepte und untermauert diese durch zwei praxisorientierte Fallstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung strategischer Ansätze, deren Konkretisierung auf den BOP-Ansatz sowie eine operative Umsetzung im Marketing-Mix, ergänzt durch Praxisbeispiele.
Zu den prägenden Begriffen zählen BOP-Ansatz, Internationalisierung, Marketing-Mix, Markteintrittsstrategien, ressourcenorientierter Ansatz und die Differenzierung gegenüber traditionellen High-End-Konzepten.
Sie ermöglicht es, Produkte durch Vereinfachung und lokale Anpassung erschwinglich und handhabbar zu machen, statt einfach bestehende „reife“ Produkte aus Industrieländern in neuen Märkten zu forcieren.
Aufgrund der oft fragmentierten Handelsstrukturen in Entwicklungsländern ist eine flexible, menschlich geprägte Distributionspolitik ein kritischer Erfolgsfaktor, um den Zugang zu den Konsumenten überhaupt erst zu ermöglichen.
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